Beamtenpension Brandenburg: Professorenpension nach BbgBeamtVG (Leistungsbezüge bis 40 %, für wenige Stellen bis 80 % des Grundgehalts ruhegehaltfähig; pauschale Beihilfe seit 2020)
Kurzfazit
Brandenburg kombiniert für Professorinnen und Professoren einen großzügigen Leistungsbezugs-Deckel von 40 % (§ 35 BbgBesG) mit einer ausdrücklich im Gesetz normierten Semesterende-Regel: § 45 Abs. 2 LBG Brandenburg ordnet wörtlich an, dass „Hochschullehrer mit Ablauf des Semesters, in dem sie die Regelaltersgrenze erreichen, in den Ruhestand treten". Brandenburg bietet seit dem 01.01.2020 die pauschale Beihilfe (50 % Zuschuss) als Wahlmöglichkeit. Höchstaltersgrenze für die Verbeamtung: 50 Jahre, erweiterbar um max. 2 Jahre je Kind. Versorgungsstelle: Zentrale Bezügestelle des Landes Brandenburg (ZBB), Cottbus.
Beispielrechnung: Nach 40 ruhegehaltfähigen Dienstjahren (1,79375 % je Jahr) beträgt das Ruhegehalt aus W 3 in Brandenburg 6.032,11 € brutto im Monat, aus W 2 5.104,70 € — mit dem Höchstsatz von 71,75 % auf die höchste Stufe der W-Tabelle; mit 1.000,00 € ruhegehaltfähigem Leistungsbezug sind es bei W 3 6.749,61 €. Zur Rechnung
Vom Gehalt zur Pension: W 2/W 3, ruhegehaltfähige Bezüge, Beispielrechnung
Wie viel Pension aus einer W-2- oder W-3-Professur in Brandenburg wird, hängt an drei Größen: dem Grundgehalt vor dem Ruhestand, dem Teil der Leistungsbezüge, der ruhegehaltfähig ist, und dem Ruhegehaltssatz von 1,79375 % je Dienstjahr, höchstens 71,75 % (§ 25 Abs. 1 BbgBeamtVG).
W 2 und W 3 vorher: das Grundgehalt
Die Pension rechnet mit dem zuletzt bezogenen Grundgehalt. Was W 2 und W 3 in Brandenburg insgesamt einbringen, zeigt Professorengehalt Brandenburg.
| Besoldungsgruppe | Grundgehalt im Monat (gültig ab 01.10.2024) |
|---|---|
| W 2 | 7.114,57 € |
| W 3 | 8.407,12 € |
Fundstelle: Anlage 4 BbgBesG (zu § 20 Abs. 2, § 29 S. 1, § 38 S. 2), „Gültig ab 1. Oktober 2024“, ZBB Brandenburg.
Was ist ruhegehaltfähig?
| Bestandteil | Ruhegehaltfähig? | Regel | Norm |
|---|---|---|---|
| Grundgehalt | ja | zählt voll | § 13 Abs. 1 BbgBeamtVG Fassung: BbgBeamtVG, bravors (konsolidiert), gelesen 28.09.2026 |
| Berufungs-, Bleibe- und besondere Leistungsbezüge | teilweise | unbefristete nach mindestens zwei Jahren, befristete nach zehn Jahren bei wiederholter Vergabe; zusammen bis 40 % des Grundgehalts, für 2,5 %, 2,5 % und 1,6 % der W-2- und W-3-Planstellen bis 50, 60 bzw. 80 % | § 35 Abs. 1 und 2 BbgBesG Fassung: BbgBesG, bravors (konsolidiert), gelesen 28.09.2026 |
| Funktions-Leistungsbezüge | teilweise | zu 25 % nach mindestens fünf, zu 50 % nach mindestens zehn Jahren; voll, wenn aus dem Beamtenverhältnis auf Zeit in den Ruhestand und das Amt mindestens zwei Jahre | § 35 Abs. 3 BbgBesG Fassung: BbgBesG, bravors (konsolidiert), gelesen 28.09.2026 |
| Forschungs- und Lehrzulage | nein | aus Drittmitteln, „nicht ruhegehaltfähige Zulage“ | § 36 Abs. 1 BbgBesG Fassung: BbgBesG, bravors (konsolidiert), gelesen 28.09.2026 |
| Familienzuschlag | eigene Regel | gehört nicht zu den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen; eigene Vorschrift | § 13 Abs. 1, § 69 BbgBeamtVG Fassung: BbgBeamtVG, bravors (konsolidiert), gelesen 28.09.2026 |
Beispielrechnung: Ruhegehalt aus W 2 und W 3
Beispielrechnung. Annahmen: 40 ruhegehaltfähige Dienstjahre und damit der Höchstsatz, Ruhestand mit der Altersgrenze ohne Abschlag, höchste Stufe der Tabelle, ohne Familienzuschlag und ohne Sonderzahlung, vor Steuern und Krankenversicherung. Verbindlich ist allein die Versorgungsauskunft der zuständigen Versorgungsstelle.
| Rechenschritt | W 2 | W 3 |
|---|---|---|
| Grundgehalt (gültig ab 01.10.2024) | 7.114,57 € | 8.407,12 € |
| × Höchstsatz 71,75 % (§ 25 Abs. 1 BbgBeamtVG) = Ruhegehalt brutto im Monat | 5.104,70 € | 6.032,11 € |
Mit einem ruhegehaltfähigen Leistungsbezug von 1.000,00 € steigt das Ruhegehalt bei W 3 um 717,50 € im Monat:
| Rechenschritt | W 2 | W 3 |
|---|---|---|
| Grundgehalt (gültig ab 01.10.2024) | 7.114,57 € | 8.407,12 € |
| + Beispiel-Leistungsbezug, unbefristet gewährt und mindestens zwei Jahre bezogen. Er liegt unter der Grenze von 40 % des Grundgehalts (§ 35 Abs. 1 und 2 BbgBesG: 2.845,83 € bzw. 3.362,85 €) und zählt deshalb voll | 1.000,00 € | 1.000,00 € |
| = Summe | 8.114,57 € | 9.407,12 € |
| × Höchstsatz 71,75 % (§ 25 Abs. 1 BbgBeamtVG) = Ruhegehalt brutto im Monat | 5.822,20 € | 6.749,61 € |
Besonderheit in Brandenburg: Funktions-Leistungsbezüge zählen nach Amtsdauer zu 25 %, 50 % oder voll; die übrigen Leistungsbezüge fließen bis 40 % des Grundgehalts, für wenige Stellen bis 80 %, in die ruhegehaltfähigen Bezüge ein (§ 35 BbgBesG).
1. Maßgebliches Versorgungsrecht und zuständige Stelle
- Versorgungsgesetz: Brandenburgisches Beamtenversorgungsgesetz (BbgBeamtVG) — § 25 (Ruhegehaltsberechnung), § 74 (Hinzuverdienst).
- Besoldungsgesetz: Brandenburgisches Besoldungsgesetz (BbgBesG) — § 30 (Leistungsbezüge), § 34 (Vergaberahmen), § 35 (Ruhegehaltfähigkeit).
- Hochschulrecht: Brandenburgisches Hochschulgesetz (BbgHG) — § 43 (Berufung), § 45 (Stellung der Professoren), § 46 (Sonderregeln).
- Beamtenrecht: Landesbeamtengesetz Brandenburg (LBG) — § 45 (Altersgrenze; Abs. 2 Semesterende-Norm), Einstellungshöchstaltersgrenze.
- Verordnung: Hochschulleistungsbezügeverordnung (HLeistBV) — Vergaberahmen, Verfahren.
- Beihilfe: Brandenburgische Beihilfeverordnung (BbgBhV).
- Zuständige Stelle: Zentrale Bezügestelle des Landes Brandenburg (ZBB) in Cottbus — für Besoldung, Versorgung und Beihilfe der Landesbeamten (einschließlich Hochschulprofessoren). Für kommunale Beamte: KVBbg, hier nicht einschlägig.
Hinweis: Die amtliche Abkürzung lautet BbgBeamtVG (nicht „LBeavG Bbg"); auf einigen Drittanbieter-Portalen findet sich noch die ältere Bezeichnung.
Passende Stellen
28 Professuren in Brandenburg aktuell ausgeschrieben
2. Verbeamtung und Höchstaltersgrenze 50
Professuren werden in Brandenburg regelmäßig im Beamtenverhältnis (auf Lebenszeit oder auf Zeit, Juniorprofessur i. d. R. auf Zeit) besetzt. Eine Berufung außerhalb des 50-Lebensjahr-Rahmens führt typischerweise zum Angestelltenverhältnis — dann keine Beamtenversorgung, sondern gesetzliche Rente plus ggf. VBL.
Höchstaltersgrenze: Vollendung des 50. Lebensjahres nach LBG Brandenburg. Erhöhung um Zeiten der Betreuung eines minderjährigen Kindes, höchstens 2 Jahre je Kind. Die oberste Dienstbehörde kann auf Antrag im Einzelfall Ausnahmen zulassen, wenn der berufliche Werdegang aus nicht vom Bewerber zu vertretenden Gründen nachweislich so verzögert wurde, dass die Anwendung der Altersgrenze unbillig wäre.
3. Altersgrenze und Semesterende ausdrücklich (§ 45 Abs. 2 LBG)
Regelaltersgrenze: Nach § 45 Abs. 1 LBG das vollendete 67. Lebensjahr. Stufenweise Anhebung von 65 auf 67 für die Geburtsjahrgänge ab 1949: Jahrgang 1949 → 65 Jahre + 3 Monate, ansteigend bis Jahrgang 1963 → 66 Jahre + 10 Monate; ab Jahrgang 1964 gilt die volle 67er-Grenze.
Hinausschieben: Auf Antrag bzw. mit Zustimmung bei besonderem dienstlichen Interesse; für Professoren ist ein Hinausschieben bis zum Semesterende möglich, in dem das 70. Lebensjahr vollendet wird. Bis wann Sie den Antrag stellen müssen, sagt Ihnen die Personalstelle Ihrer Hochschule — fragen Sie früh, die Frist liegt deutlich vor dem Ruhestandstermin.
Versorgungsabschlag: Bei Ruhestand vor der Altersgrenze 0,3 % je Monat (= 3,6 % pro Jahr); bei Dienstunfähigkeit max. 10,8 %.
4. W 2/W 3-Grundgehalt
Brandenburg gewährt flache W-Grundgehälter ohne Erfahrungsstufen. Maßgebliche amtliche Tabelle der ZBB (jüngste veröffentlichte: Stand 01.10.2024):
| Besoldungsgruppe | Grundgehalt (Stand 01.10.2024) |
|---|---|
| W 1 | 5.445,67 € |
| W 2 | 7.114,57 € |
| W 3 | 8.407,12 € |
Geplante Anpassungen 2026-2028 (Übertragung des TdL-Tarifergebnisses, prognostisch): +2,8 % zum 01.04.2026 (mind. 100 €), +2,0 % zum 01.03.2027, +1,0 % zum 01.01.2028. Die verbindlichen Eurobeträge stehen in der amtlichen W-Tabelle der ZBB Cottbus; diese Seite gibt dafür keine Prognose wieder.
5. Ruhegehaltssatz, Wartezeit, Mindestversorgung
Wartezeit: 5 Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit; ohne Erfüllung greifen die Mindestversorgungsregeln nicht.
6. Ruhegehaltfähige Leistungsbezüge (§ 35 BbgBesG)
Drei Arten Leistungsbezüge nach BbgBesG §§ 30 ff.: Berufungs-/Bleibe-, besondere und Funktions-Leistungsbezüge.
Vergaberahmen (§ 34 BbgBesG): Leistungsbezüge dürfen den Unterschiedsbetrag zwischen dem W 3-Grundgehalt und der Besoldungsgruppe B 10 nicht übersteigen; Ausnahmen zulässig, um Professoren aus dem Ausland zu gewinnen oder deren Abwanderung zu verhindern.
Ruhegehaltfähigkeit (§ 35 BbgBesG):
- Berufungs-/Bleibe- und besondere Leistungsbezüge: bis zu zusammen 40 % des jeweiligen Grundgehalts ruhegehaltfähig — bei unbefristeter Gewährung nach mindestens 2 Jahren Bezug, bei befristeter Gewährung nach mindestens 10 Jahren.
- Funktions-Leistungsbezüge: zu 25 % ab fünf Jahren, zu 50 % ab zehn Jahren Bezug (zu 100 %, wenn bis zum Ende der Amtszeit bezogen und mind. 2 Jahre).
- Erhöhte Ruhegehaltfähigkeit: Für einen kleinen Anteil der Professuren kann die 40-%-Grenze überschritten werden (bis 50/60 % für bis zu 2,5 % der Professuren, bis 80 % für bis zu 1,6 % — die Kontingente stehen in § 35 BbgBesG in der geltenden Fassung).
7. Vordienstzeiten, Hinzuverdienst, Beihilfe
Vordienstzeiten: Hauptberufliche Tätigkeiten vor der Berufung können nach BbgBeamtVG als ruhegehaltfähig anerkannt werden (förderliche Zeiten, Zeiten im öffentlichen Dienst); welche Zeiten in Ihrem Fall zählen, entscheidet die ZBB Cottbus.
Hinzuverdienst (§ 74 BbgBeamtVG): Bei Ruhestand ab der Regelaltersgrenze beträgt die Höchstgrenze 130 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der maßgeblichen Besoldungsgruppe (mindestens das Eineinhalbfache aus A 5, zzgl. Familienzuschlag). Praktisch: Wer erst ab der Regelaltersgrenze in den Ruhestand tritt, kann Erwerbseinkommen aus privatwirtschaftlicher Tätigkeit in der Regel anrechnungsfrei hinzuverdienen.
Beihilfe Ruhestand: Versorgungsempfänger erhalten Bemessungssatz 70 % (klassisches Modell). Pauschale Beihilfe seit 01.01.2020 als Wahlmöglichkeit: hälftiger Zuschuss (50 %) zum Krankenversicherungsbeitrag (gesetzlich oder privat), auch im Ruhestand fortbestehend, begrenzt auf den halben Beitrag einer PKV im Basistarif. Die Wahl zwischen individueller und pauschaler Beihilfe ist grundsätzlich bindend.
8. Rechenbeispiel
Die Beispielrechnung für W 2 und W 3 in Brandenburg mit den geltenden Grundgehältern — mit einem Beispiel-Leistungsbezug von 1.000,00 € steht Schritt für Schritt mit Norm im Abschnitt Vom Gehalt zur Pension.
9. Häufige Fragen zur Beamtenpension in Brandenburg
Wie hoch ist die Pension eines Professors in Brandenburg?
Beispielrechnung: Nach 40 ruhegehaltfähigen Dienstjahren (1,79375 % je Jahr) beträgt das Ruhegehalt aus W 3 in Brandenburg 6.032,11 € brutto im Monat, aus W 2 5.104,70 € — mit dem Höchstsatz von 71,75 % auf die höchste Stufe der W-Tabelle; mit 1.000,00 € ruhegehaltfähigem Leistungsbezug sind es bei W 3 6.749,61 €. Maßgeblich sind das Grundgehalt, der ruhegehaltfähige Teil der Leistungsbezüge und die ruhegehaltfähige Dienstzeit; verbindlich ist allein die Versorgungsauskunft.
Wie hoch ist das maximale Ruhegehalt für Professoren in Brandenburg?
Nach § 25 BbgBeamtVG beträgt das Ruhegehalt 1,79375 Prozent je ruhegehaltfähigem Dienstjahr, höchstens jedoch 71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Der Höchstsatz wird nach 40 ruhegehaltfähigen Dienstjahren erreicht. Wartezeit grundsätzlich fünf Jahre; ohne Erfüllung greifen die Mindestversorgungsregeln nicht.
Welcher Anteil der Leistungsbezüge ist in Brandenburg ruhegehaltfähig?
Nach § 35 BbgBesG sind Berufungs-/Bleibe- und besondere Leistungsbezüge bis zur Höhe von zusammen 40 Prozent des jeweiligen Grundgehalts ruhegehaltfähig — bei unbefristeter Gewährung nach mindestens 2 Jahren Bezug, bei befristeter Gewährung nach mindestens 10 Jahren. Funktions-Leistungsbezüge sind zu 25 Prozent ab fünf Jahren, zu 50 Prozent ab zehn Jahren Bezug ruhegehaltfähig (zu 100 Prozent bei Bezug bis zum Ende der Amtszeit und mindestens 2 Jahren). Für einen kleinen Anteil der Professuren kann die 40-Prozent-Grenze auf bis zu 50, 60 oder 80 Prozent des Grundgehalts erhöht werden (Prozentkontingente aus Sekundärquelle).
Wann tritt eine Professorin oder ein Professor in Brandenburg in den Ruhestand?
Nach § 45 Abs. 1 LBG beträgt die Regelaltersgrenze 67 Jahre (für Jahrgänge ab 1964 voll wirksam; für 1949 bis 1963 stufenweise Anhebung). Für Hochschullehrende greift die ausdrückliche Sonderregel des § 45 Abs. 2 LBG: Hochschullehrer treten mit Ablauf des Semesters in den Ruhestand, in dem sie die Regelaltersgrenze erreichen. Damit erfolgt der Eintritt hochschulkalenderbezogen — nicht zum Monatsende wie bei sonstigen Beamten.
Bis zu welchem Alter kann ich in Brandenburg als Professor verbeamtet werden?
Für die Berufung von Professorinnen und Professoren in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit ist nach dem LBG Brandenburg die Vollendung des 50. Lebensjahres maßgebliche Einstellungshöchstaltersgrenze. Die Grenze erhöht sich um Zeiten der Betreuung eines minderjährigen Kindes, höchstens jedoch um zwei Jahre je Kind. Die oberste Dienstbehörde kann Ausnahmen zulassen, wenn der berufliche Werdegang aus nicht vom Bewerber zu vertretenden Gründen nachweislich so verzögert wurde, dass die Anwendung der Altersgrenze unbillig wäre.
Bietet Brandenburg eine pauschale Beihilfe?
Ja. Brandenburg bietet seit dem 01.01.2020 die pauschale Beihilfe als Wahlmöglichkeit an — ein hälftiger Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag (gesetzlich oder privat), der auch im Ruhestand fortbesteht und auf den halben Beitrag einer PKV im Basistarif begrenzt ist. Die Wahl zwischen individueller (Versorgungsempfänger 70 Prozent) und pauschaler Beihilfe (50 Prozent Zuschuss) ist grundsätzlich bindend. Festsetzungsstelle: ZBB Cottbus.
Wie sind Hinzuverdienst-Grenzen in Brandenburg geregelt?
Nach § 74 BbgBeamtVG ruht die Versorgung, soweit die Summe aus Versorgungsbezügen und Erwerbs-/Erwerbsersatzeinkommen die maßgebliche Höchstgrenze überschreitet. Bei Ruhestand wegen Erreichens der Altersgrenze beträgt die Höchstgrenze 130 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der maßgeblichen Besoldungsgruppe (mindestens das Eineinhalbfache aus A 5, zzgl. Familienzuschlag). Wer erst ab der Regelaltersgrenze in den Ruhestand tritt, kann Erwerbseinkommen aus privatwirtschaftlicher Tätigkeit in der Regel anrechnungsfrei hinzuverdienen.
10. Quellen
- BbgBeamtVG (BRAVORS) — bravors.brandenburg.de
- § 25 BbgBeamtVG (Höhe Ruhegehalt; Mindestversorgung 65,8 % A 5)
- BbgBesG — bravors.brandenburg.de
- § 34 BbgBesG (Vergaberahmen); § 35 BbgBesG (Ruhegehaltfähigkeit 40 % / Spitzen)
- BbgHG — bravors.brandenburg.de
- LBG Brandenburg — bravors.brandenburg.de (§ 45 Abs. 2: Hochschullehrer-Semesterende)
- HLeistBV — bravors.brandenburg.de
- ZBB — Pauschale Beihilfe / FAQ — zbb.brandenburg.de
- ZBB — Besoldung (W-Tabellen, Stand 01.10.2024) — zbb.brandenburg.de