Gehalt von Professorinnen und Professoren in Deutschland: Alle Zahlen nach Bundesland

Gehalt Professur Von Stand: 28. Oktober 2026

Netto berechnen: W 2, verbeamtet →

Was verdient ein Professor in Deutschland? Das Grundgehalt liegt in der W2-Besoldung zwischen 6.030 € (Bremen) und 8.379 € (Brandenburg) im Monat, in W3 zwischen 7.247 € und 9.915 € — jeweils brutto, ohne Leistungsbezüge. Das ist die kurze Antwort. Die lange steht darunter, denn zum Grundgehalt kommen individuell verhandelte Leistungsbezüge, der Familienzuschlag, in Bayern ein Ortszuschlag und eine Sonderzahlung. Weil die W-Besoldung Ländersache ist, trennen die Bundesländer beim Grundgehalt über 2.300 € monatlich — dieselbe Professur, dasselbe Amt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Grundgehalt einer W2-Professur liegt je nach Bundesland zwischen 6.030 € (Bremen) und 8.379 € (Brandenburg) brutto im Monat, eine W3-Professur zwischen 7.247 € (Bremen) und 9.915 € (Brandenburg).
  • Die Juniorprofessur (W1) beginnt bei rund 5.322 € (Bremen) und reicht bis 6.340 € (Brandenburg).
  • Dazu kommen Leistungsbezüge, die individuell verhandelt werden, der Familienzuschlag und — je nach Land — eine Sonderzahlung. Erst diese Summe ergibt die Bruttobezüge.
  • Ein einzelner Betrag für „das" Professorengehalt existiert nicht. Wer eine belastbare Zahl braucht, rechnet mit seinem Bundesland und seiner Steuerklasse: Gehaltsrechner für die W-Besoldung.

Alle Grundgehälter stammen aus den amtlichen Besoldungstabellen der Länder; der Geltungsbeginn unterscheidet sich von Land zu Land und steht im Quellenverzeichnis.

Wie hoch ist das Grundgehalt für W2 und W3 je Bundesland?

Das Grundgehalt bildet die Basis der Professorenbesoldung. Es wird durch die Landesbesoldungsgesetze festgelegt und regelmäßig an die allgemeine Einkommensentwicklung angepasst. In einigen Bundesländern gibt es mehrere Erfahrungsstufen, die das Grundgehalt nach Dienstjahren automatisch erhöhen. Die folgende Tabelle zeigt die jeweils niedrigste Stufe (Stufe 1) — Bundesländer mit Stufensystem sind gesondert gekennzeichnet.

W2-Grundgehalt (monatlich, brutto)

BundeslandStufe 1Stufe 2Stufe 3Weitere
Baden-Württemberg7.451 €———
Bayern6.824 €7.094 €7.499 €—
Berlin7.388 €———
Brandenburg8.379 €———
Bremen6.030 €———
Hamburg6.071 €———
Hessen7.199 €7.470 €7.741 €8.013 / 8.284 €
Mecklenburg-Vorpommern6.921 €———
Niedersachsen7.109 €———
Nordrhein-Westfalen7.289 €———
Rheinland-Pfalz7.001 €———
Saarland6.921 €———
Sachsen7.018 €7.375 €7.732 €8.179 €
Sachsen-Anhalt7.223 €———
Schleswig-Holstein7.476 €———
Thüringen7.001 €———

W3-Grundgehalt (monatlich, brutto)

BundeslandStufe 1Stufe 2Stufe 3Weitere
Baden-Württemberg8.430 €———
Bayern8.039 €8.309 €8.646 €—
Berlin8.427 €———
Brandenburg9.915 €———
Bremen7.247 €———
Hamburg7.290 €———
Hessen7.982 €8.284 €8.600 €8.916 / 9.229 €
Mecklenburg-Vorpommern8.032 €———
Niedersachsen7.714 €———
Nordrhein-Westfalen8.028 €———
Rheinland-Pfalz7.915 €———
Saarland8.028 €———
Sachsen7.906 €8.375 €8.845 €9.418 €
Sachsen-Anhalt7.994 €———
Schleswig-Holstein8.435 €———
Thüringen7.892 €———

Verkündeter Stand je Land, Geltungsbeginn im Quellenverzeichnis. „Weitere“ sind die Stufen 4 und 5 in Hessen und die Stufe 4 in Sachsen. Im Vorgriff auf noch nicht verkündete Gesetze zahlen Baden-Württemberg (seit August 2026, rückwirkend ab April) und Bayern (seit Oktober 2026) bereits höhere Beträge; für Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein sind weitere Erhöhungen ab 2027 verkündet. Im Saarland und in Sachsen-Anhalt gelten die Tabellen bis Ende Februar 2027.

W1-Grundgehalt (Juniorprofessur)

Die Juniorprofessur wird nach W1 besoldet — ebenso eine Tenure-Track-Professur auf W1 bis zur Übernahme auf die Lebenszeitprofessur. Da es sich um eine Qualifikationsstelle handelt, liegt das Grundgehalt deutlich unter W2 und W3:

BundeslandW1 Grundgehalt
Baden-Württemberg5.961 €
Bayern5.539 €
Berlin5.662 €
Brandenburg6.340 €
Bremen5.322 €
Hamburg5.362 €
Hessen5.734 €
Mecklenburg-Vorpommern5.441 €
Niedersachsen5.528 €
Nordrhein-Westfalen5.591 €
Rheinland-Pfalz5.788 €
Saarland5.448 €
Sachsen5.725 €
Sachsen-Anhalt5.542 €
Schleswig-Holstein5.827 €
Thüringen5.453 €

Sachsen: ab der ersten Verlängerung der Juniorprofessur 6.181 € (zweite Stufe).

Werte auf volle Euro gerundet; Geltungsbeginn und Fundstelle je Land wie bei W2 und W3 im Quellenverzeichnis.

Spitzenreiter und Schlusslichter: Bei W2 liegt Brandenburg mit 8.379 € an der Spitze, Bremen bildet mit 6.030 € das Schlusslicht — eine Differenz von über 2.300 € monatlich. Bei W3 führt Brandenburg (9.915 €), während Bremen mit 7.247 € den niedrigsten Wert aufweist. Wichtig: Das Grundgehalt allein sagt wenig über das tatsächliche Gesamtgehalt aus, da Leistungsbezüge und Zulagen erheblich variieren.

Welche Voraussetzungen vor der Berufung stehen, zeigt der Überblick Wie wird man Professor?.

W2 oder W3: Was ist der Unterschied im Gehalt?

W3 ist die höhere Besoldungsgruppe. Als Faustregel gilt: W2 tragen vor allem Professuren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und einzelne Universitätsprofessuren, W3 die ordentlichen Universitätsprofessuren, insbesondere Lehrstühle, und leitende Professuren an Forschungseinrichtungen. Ausnahmen gibt es in beide Richtungen: W3 kann in einzelnen Ländern (z. B. Baden-Württemberg) auch an einer HAW vorkommen, W2 gibt es auch an Universitäten, etwa für Professuren ohne Lehrstuhl. Die Juniorprofessur liegt mit W1 darunter. Was die drei Ämter jenseits des Geldes unterscheidet, erklärt Professur W1, W2, W3.

MerkmalW2W3
Typischer EinsatzHAW, einzelne UniversitätsprofessurenUniversität, Lehrstuhl
Grundgehalt Stufe 1 (Spanne der Länder)6.030–8.379 €7.247–9.915 €
Leistungsbezüge (Orientierungswert des DHV)rund 850 €rund 1.600 €
Lehrverpflichtung (Lehrdeputat)in der Regel 18 SWS an HAW, bei Forschungsprofessuren weniger8–9 SWS an Universitäten

SWS = Semesterwochenstunden, HAW = Hochschule für angewandte Wissenschaften. Der Orientierungswert für Leistungsbezüge ist eine Verbandsangabe des Deutschen Hochschulverbands ohne amtliche Fundstelle.

Warum das Bundesland mehr ausmacht als die Besoldungsgruppe

Die Spanne der Grundgehälter in Stufe 1 reicht in W2 von 6.030 bis 8.379 € und in W3 von 7.247 bis 9.915 €. Das obere Ende der W2-Spanne (Brandenburg) liegt damit über dem unteren Ende der W3-Spanne (Bremen): Eine W2-Professur im einen Land kann grundgehaltlich besser dastehen als eine W3-Professur im anderen. Für einen Ruf-Vergleich heißt das: Der Ländervergleich gehört vor den Gruppenvergleich, danach kommen die Leistungsbezüge, die den Abstand wieder verschieben können.

Unsere Redaktionsposition: Wer zwei Rufe vergleicht, vergleicht nicht zwei Gehälter, sondern zwei Landestabellen plus zwei Verhandlungsergebnisse — und nur das zweite lässt sich beeinflussen.

Gibt es in der W-Besoldung Erfahrungsstufen?

Nach dem wegweisenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2012, das die W-Besoldung in Hessen als verfassungswidrig zu niedrig einstufte, haben viele Bundesländer ihre Besoldungsgesetze reformiert. Ein zentrales Element dieser Reformen sind Erfahrungsstufen, die das Grundgehalt nach Dienstjahren automatisch erhöhen — ähnlich dem Stufensystem bei Tarifbeschäftigten nach TV-L.

Allerdings haben nicht alle Bundesländer ein Stufensystem eingeführt. In vielen Ländern gibt es weiterhin nur ein einziges, pauschales Grundgehalt (eine Stufe). Die wichtigsten Modelle im Überblick:

Bayern: 3 Stufen

  • Stufe 1: Ab Berufung
  • Stufe 2: Nach 5 Jahren Dienstzeit (W2: +270 €, W3: +270 €)
  • Stufe 3: Nach weiteren 7 Jahren Dienstzeit (W2: weitere +405 €, W3: weitere +337 €)

Brandenburg: Keine Erfahrungsstufen

  • Brandenburg hat keine Erfahrungsstufen bei W-Besoldung. Das Grundgehalt ist pauschal: W2 8.379 €, W3 9.915 € (amtliche Tabelle, gültig ab 1. Januar 2026).
  • Individuelle Gehaltssteigerungen sind nur über Leistungsbezüge möglich; dazu kommen die allgemeinen Besoldungsanpassungen.
  • Dafür hat Brandenburg sehr hohe Kinderzuschläge (377 € für das erste und zweite Kind, 888 € ab dem dritten) und keinen Ehegattenanteil.

Hessen: 5 Stufen

  • Hessen hat das differenzierteste System mit fünf Erfahrungsstufen im 5-Jahres-Rhythmus. Das W2-Grundgehalt steigt von 7.199 € (Stufe 1) auf 8.284 € (Stufe 5), das W3-Grundgehalt von 7.982 € auf 9.229 €.
  • Aufstieg: Stufe 2 nach 5 Dienstjahren seit Berufung, Stufe 3 nach 10 Jahren seit Berufung, Stufe 4 nach 15 Jahren seit Berufung, Stufe 5 nach 20 Jahren seit Berufung.

Sachsen: 4 Stufen (W2 und W3)

  • Sachsen bietet für W2 vier Stufen: 7.018 / 7.375 / 7.732 / 8.179 €.
  • W3 hat ebenfalls vier Stufen: 7.906 / 8.375 / 8.845 / 9.418 €.
  • Aufstieg jeweils im 5-Jahres-Rhythmus.
  • Achtung: Sachsen hat keine Jahres-Sonderzahlung (2011 abgeschafft) — dafür eine monatliche Sonderzahlung von 4,1 % des Grundgehalts einschließlich Amtszulagen (dazu zählt nach fünf Jahren in der Endstufe ein Zuschlag), die in jedem Monatsgehalt steckt (Details: Professorengehalt Sachsen).

Alle anderen Bundesländer: 1 Stufe (pauschal)

In Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gibt es keine Erfahrungsstufen. Das Grundgehalt bleibt über die gesamte Laufbahn gleich — Gehaltssteigerungen sind hier nur über Leistungsbezüge oder allgemeine Besoldungsanpassungen möglich.

Praxishinweis: Das Fehlen von Erfahrungsstufen bedeutet nicht automatisch ein niedrigeres Gesamtgehalt. Länder ohne Stufensystem haben die Grundgehälter häufig auf einem höheren Niveau festgesetzt (z. B. Baden-Württemberg mit 7.451 € W2), während Länder mit Stufen bei einem niedrigeren Einstiegswert beginnen.

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Was sind Leistungsbezüge und wie hoch fallen sie aus?

Das Grundgehalt ist nur die halbe Wahrheit. Der eigentlich entscheidende Unterschied zwischen Professorengehältern entsteht durch die Leistungsbezüge. Sie werden individuell verhandelt und können das Gehalt um mehrere tausend Euro monatlich erhöhen. Es gibt drei Arten:

Berufungsleistungsbezüge

Diese werden bei der Berufungsverhandlung zwischen dem neu berufenen Professor und der Hochschulleitung vereinbart. Sie sind der mit Abstand wichtigste Hebel zur Gehaltsgestaltung. Wer einen Ruf erhält, sollte diesen Spielraum nutzen — spätere Erhöhungen sind deutlich schwieriger zu erreichen. Berufungsleistungsbezüge können befristet oder unbefristet gewährt werden.

Besondere Leistungsbezüge

Diese werden für herausragende Leistungen in Forschung, Lehre oder Nachwuchsförderung vergeben. Typische Kriterien sind hohe Drittmitteleinwerbung, hochrangige Publikationen, exzellente Lehrevaluationen oder erfolgreiche Betreuung von Promotionen. Die Vergabe erfolgt in der Regel befristet auf 3–5 Jahre.

Funktionsleistungsbezüge

Für die Übernahme besonderer Ämter in der akademischen Selbstverwaltung — etwa als Dekan/in, Prorektor/in oder Studiengangsleitung — gibt es zusätzliche Funktionsbezüge. Diese entfallen mit dem Ende der jeweiligen Funktion.

Wie hoch sind die Leistungsbezüge?

Während die Grundgehälter landesscharf festgelegt sind, gibt es für die Leistungsbezüge keine belastbare amtliche Statistik je Bundesland: Sie werden bei jeder Berufung individuell verhandelt und hängen von Hochschule, Fach, Verhandlungsposition und übernommenen Ämtern ab. Als grobe bundesweite Orientierung nennt der Deutsche Hochschulverband (DHV) rund 850 € (W2) bzw. 1.600 € (W3) — bei einer realen Spannweite von 0 € bis über 4.000 €. In stark nachgefragten Fächern wie Informatik, Medizin oder BWL sind bei W3 Leistungsbezüge von über 3.000 € monatlich möglich. Maßgeblich ist immer die konkrete Berufungsverhandlung.

Feste Untergrenzen kennen drei Länder: In Hamburg kommt zu W2 und W3 ein Grundleistungsbezug von 826 € im Monat hinzu, in Bremen betragen die Leistungsbezüge in W2 und W3 mindestens 828 €, und in Rheinland-Pfalz sind nach zehn Jahren als Professorin oder Professor mindestens 436 € garantiert.

Worüber lässt sich bei W2 und W3 verhandeln?

Nicht über das Grundgehalt. Es steht in der Besoldungsordnung des Landes und ist für alle Inhaberinnen und Inhaber derselben Besoldungsgruppe in derselben Stufe und zum selben Tabellenstand im selben Land gleich. Verhandelbar sind die Leistungsbezüge und die Ausstattung.

Drei Punkte entscheiden dabei mehr als die Höhe selbst: ob der Leistungsbezug befristet oder unbefristet gewährt wird, ob er ruhegehaltfähig gestellt wird (das entscheidet über die spätere Pension) und ob er an künftigen Besoldungserhöhungen teilnimmt oder als Festbetrag stehen bleibt. Unsere Redaktionsposition: Ein höherer, aber befristeter und nicht ruhegehaltfähiger Betrag kann über ein Berufsleben weniger wert sein als ein niedrigerer, der beides ist — und diese Weichen werden in der Berufungsverhandlung gestellt, nicht danach.

Was wird tatsächlich gezahlt?

Eine Leistungsbezugs-Statistik je Bundesland gibt es nicht, weil Leistungsbezüge bei jeder Berufung einzeln verhandelt werden. Belegbar ist die tatsächlich gezahlte Gesamtbesoldung: Eine Spezialauswertung des Statistischen Bundesamts im Auftrag des Deutschen Hochschulverbands zeigt bundesweit (Datenstand 06/2022):

BesoldungsgruppeDurchschnitt bundesweit (06/2022)
W27.400 €
W39.530 €

Brutto monatlich, gewichteter Durchschnitt einschließlich Grundgehalt, Erfahrungsstufen, Leistungsbezügen, Zuschlägen und anteiliger Sonderzahlungen – kein reiner Leistungsbezugswert. Das W3-Mittel liegt deutlich über dem W3-Grundgehalt; der Unterschied sind vor allem Leistungsbezüge. Die Werte je Bundesland stehen unter Realbesoldung nach Bundesland.

Datenstand Juni 2022. Statistisches Bundesamt, Spezialauswertung im Auftrag des Deutschen Hochschulverbands, veröffentlicht in: Hubert Detmer, „Reale Besoldung – nach wie vor heterogen“, Forschung & Lehre 11/2023, S. 854 f. Eine neuere Sonderauswertung dieser Art liegt nicht vor (geprüft am 6. September 2026).

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Wie hoch ist der Familienzuschlag je Bundesland?

Verbeamtete Professoren erhalten als Beamte auf Lebenszeit einen Familienzuschlag, der sich nach Familienstand und Kinderzahl richtet. Dieser Zuschlag ist unabhängig von der Besoldungsgruppe — ein W2-Professor erhält denselben Familienzuschlag wie ein W3-Professor. Die Beträge unterscheiden sich allerdings erheblich zwischen den Bundesländern.

Ehegattenzuschlag (Verheiratete / eingetragene Lebenspartnerschaft)

BundeslandEhegattenzuschlagAnmerkung
Baden-Württemberg176 €—
Bayern—Kein eigener Ehegattenzuschlag — Bayern gewährt stattdessen den Orts- und Familienzuschlag
Berlin0 €Kein Ehegattenanteil, nur Kinderbeträge
Brandenburg0 €Kein Ehegattenanteil, nur Kinderbeträge
Bremen165 €—
Hamburg161 €—
Hessen177 €—
Mecklenburg-Vorpommern165 €—
Niedersachsen170 €—
Nordrhein-Westfalen174 €—
Rheinland-Pfalz88 €Niedriger Ehegattenanteil, höhere Kinderbeträge
Saarland164 €—
Sachsen280 €—
Sachsen-Anhalt169 €—
Schleswig-Holstein176 €—
Thüringen177 €—

Familienzuschlag der Stufe 1 (verheiratet), monatlich brutto, Stand Oktober 2026; Fundstellen je Land im Quellenverzeichnis.

Beträge auf volle Euro gerundet.

Kinderzuschlag

Bundesland1. Kind2. Kind3. Kind
Baden-Württemberg153 €153 €989 €
Bayern———
Berlin148 €148 €820 €
Brandenburg377 €377 €888 €
Bremen252 €252 €579 €
Hamburg188 €188 €838 €
Hessen361 €361 €831 €
Mecklenburg-Vorpommern199 €199 €820 €
Niedersachsen146 €146 €512 €
Nordrhein-Westfalen151 €410 €702 €
Rheinland-Pfalz247 €247 €726 €
Saarland165 €165 €782 €
Sachsen280 €280 €795 €
Sachsen-Anhalt354 €354 €819 €
Schleswig-Holstein200 €200 €516 €
Thüringen326 €529 €831 €

Erhöhung des Familienzuschlags je Kind, monatlich brutto, Stand Oktober 2026. Ab dem vierten Kind gilt derselbe Betrag wie für das dritte, außer in Berlin 679 €, Bremen 557 €, Hamburg 905 €, Thüringen 803 €. Nordrhein-Westfalen: Kinderbeträge nach der Mietenstufe des Wohnorts, gezeigt ist die niedrigste Stufe I (viertes Kind 707 €, fünftes 750 €; Mietenstufe VI, etwa Köln oder Düsseldorf: erstes Kind 621 €).

Bayern rechnet anders: Dort gibt es keinen eigenen Familienzuschlag neben dem Ortszuschlag, sondern EINEN Orts- und Familienzuschlag, dessen Höhe sich zugleich nach der Ortsklasse des Hauptwohnsitzes und nach den Familienverhältnissen richtet; die Beträge stehen in einer eigenen Tabelle des Landes. Die Zeilen darunter im Abschnitt zur Ballungsraumzulage sind deshalb der vollständige familienbezogene Anteil — es kommt nichts aus den zwei Tabellen oben hinzu.
Berlin und Brandenburg — kein Ehegattenanteil: In beiden Ländern hängt der Familienzuschlag nur von der Zahl der Kinder ab. Brandenburg zahlt für das erste und zweite Kind je 377 €, Berlin je 148 €. Rheinland-Pfalz zahlt einen niedrigen Ehegattenanteil (88 €) und dafür höhere Kinderbeträge (247 € je Kind). Für Familien mit Kindern kann ein solches Modell im Ergebnis vorteilhafter sein als der klassische Ehegattenzuschlag.

Was ist der bayerische Ortszuschlag (Ballungsraumzulage)?

Eine bayerische Besonderheit ist der Orts- und Familienzuschlag (OFZ), auch Ballungsraumzulage genannt. Beamte mit Hauptwohnsitz in Gemeinden mit hohen Mieten erhalten einen höheren Zuschlag. Die Höhe hängt von der Ortsklasse des Hauptwohnsitzes und von den Familienverhältnissen ab — nicht vom Dienstort. Für bayerische Hochschulstandorte wirkt sich der OFZ wie folgt aus:

Ballungsraumzulage an bayerischen Hochschulstandorten

Monatsbeträge nach der amtlichen Tabelle des Landes, verkündete Fassung, gültig ab 1. Februar 2025 (im Vorgriff zahlt das Landesamt für Finanzen seit dem 1. Oktober 2026 erhöhte Beträge, Gesetz nicht verkündet); ab einem Kind zählt für die Stufe nur die Zahl der Kinder.

HauptwohnsitzLedigVerheiratet1 Kind2 Kinder
München (LMU, TUM)166 €166 €531 €763 €
Erlangen, Würzburg0 €85 €361 €562 €
Regensburg, Ingolstadt, Nürnberg, Augsburg0 €109 €384 €597 €
Bamberg, Bayreuth, Passau0 €85 €337 €528 €
Amberg, Coburg, Schweinfurt0 €85 €337 €493 €

Beträge auf volle Euro gerundet.

Die höchste Ballungsraumzulage erhalten Professoren in München. Für einen verheirateten Professor mit zwei Kindern und Hauptwohnsitz in München beträgt der OFZ 763 € monatlich — ein erheblicher Betrag, der die hohen Münchner Lebenshaltungskosten zumindest teilweise kompensiert. An Standorten außerhalb der Ballungsräume — etwa Bayreuth, Coburg oder Amberg — erhalten Ledige keinen OFZ, Verheiratete 85 €; mit Kindern fällt er dort niedriger aus als in München.

Wichtig für die Berufungsentscheidung: Der OFZ kann bei der Wahl zwischen zwei bayerischen Hochschulen den Ausschlag geben. Ein verheirateter Professor mit zwei Kindern, der einen Ruf nach München und einen nach Bayreuth vergleicht, erhält mit Hauptwohnsitz in München allein durch den OFZ 236 € mehr im Monat — über 2.800 € im Jahr. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in München (insbesondere Miete) auch um ein Vielfaches höher.

Welches Bundesland zahlt wie viel Weihnachtsgeld?

Zusätzlich zum monatlichen Gehalt erhalten Professoren in einem Teil der Bundesländer eine Sonderzahlung (früher „Weihnachtsgeld“). Die Regelungen sind extrem heterogen — einige Länder zahlen einen Prozentsatz, andere einen Festbetrag oder nur einen Betrag je Kind, manche haben die Sonderzahlung in die reguläre Besoldung integriert oder zahlen keine:

BundeslandSonderzahlungAnmerkung
Baden-WürttembergkeineIn die reguläre Besoldung integriert
BayernjährlichBemessung je Bestandteil: 65 % auf Grundgehalt, Amtszulagen, bestimmte weitere Zulagen und laufende Leistungsbezüge, 84,29 % auf den Orts- und Familienzuschlag, je ein Zwölftel der Jahresbezüge, dazu 26 € je Kind; ausgezahlt im Dezember
Berlin900 €Festbetrag im Dezember, dazu 50 € je Kind
BrandenburgkeineKeine gesonderte Sonderzahlung
Bremen306 € je KindKein Betrag ohne Kinder; je Kind mit Familienzuschlag im Dezember
Hamburg300 € je KindKein Betrag ohne Kinder; je Kind mit Familienzuschlag im Dezember
Hessen5 % monatlichDer monatlichen Dienstbezüge (Grundgehalt, Familienzuschlag, Amts- und Stellenzulagen, Leistungsbezüge), dazu 2 € je Kind und Monat; im Monatsgehalt enthalten
Mecklenburg-Vorpommern30 %Der Dezemberbezüge, dazu 300 € je Kind
Niedersachsen500 €Festbetrag im Dezember (bei Teilzeit anteilig), dazu 250 € für das erste und zweite und 500 € für jedes weitere Kind
Nordrhein-WestfalenkeineSeit 2017 in die Monatsbezüge integriert
Rheinland-PfalzkeineIn die reguläre Besoldung integriert
SaarlandkeineDas geltende Besoldungsgesetz sieht keine vor; die Aufhebung des früheren Sonderzahlungsgesetzes ist amtlich noch nicht belegt
SachsenmonatlichKeine Jahreszahlung (2011 abgeschafft) — dafür monatlich 4,1 % des Grundgehalts einschließlich Amtszulagen (dazu zählt nach fünf Jahren in der Endstufe ein Zuschlag) (Details: Professorengehalt Sachsen)
Sachsen-Anhalt400 €Festbetrag im Dezember (bei Teilzeit anteilig), dazu 26 € je Kind
Schleswig-Holstein400 € je KindKein Betrag ohne Kinder; je Kind mit Familienzuschlag im Dezember
ThüringenkeineKeine Sonderzahlung im geltenden Landesrecht; eine jährliche Zahlung steht nur in einem Gesetzentwurf

Regelung für verbeamtete W-Professuren, Stand Oktober 2026; Beträge je Jahr, soweit nicht „monatlich“. Fundstellen je Land im Quellenverzeichnis.

Beträge auf volle Euro gerundet.

Bayern vorne: Mit seiner Sonderzahlung bietet Bayern die höchste jährliche Zahlung im Ländervergleich. Der Betrag hängt davon ab, welche Bezüge im laufenden Kalenderjahr zugestanden haben, und die Bestandteile gehen mit unterschiedlichen Sätzen ein. In Ländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz gibt es dagegen kein separates Weihnachtsgeld — dort wurde die Sonderzahlung bereits rechnerisch in die erhöhten monatlichen Bezüge eingearbeitet.

Wie hoch ist das Gesamtgehalt? Drei Beispielrechnungen

Um ein realistisches Bild des tatsächlichen Professorengehalts zu vermitteln, hier drei konkrete Beispiele. Alle Angaben sind Bruttowerte pro Monat. Die angesetzten Leistungsbezüge sind Beispielannahmen (keine amtliche Per-Land-Statistik) — tatsächlich werden sie individuell verhandelt.

Beispiel 1: W2-Professur in München, verheiratet, 2 Kinder

PositionBetrag
Grundgehalt W2, Stufe 1 (ab 01.02.2025)6.824 €
Leistungsbezüge (Beispielannahme)+1.800 €
Orts- und Familienzuschlag (Ballungsraumzulage München, verheiratet, zwei Kinder)+763 €
Brutto monatlich~9.388 €
+ Sonderzahlung (Dezember)+6.300 €/Jahr
Brutto Jahresgehalt~118.951 €

Grundlagen: Der bayerische Orts- und Familienzuschlag bemisst sich nach Ortsklasse und Familienstand und tritt an die Stelle eines eigenen Familienzuschlags — für München, verheiratet mit Kindern, sind es nach der verkündeten Tabelle (gültig ab 1. Februar 2025) 763 € (oben auf volle Euro gerundet wie die übrigen Zeilen). Die Sonderzahlung beträgt je ein Zwölftel der für das Kalenderjahr zustehenden Bezüge, davon 65 % auf Grundgehalt und Leistungsbezüge und 84,29 % auf den Orts- und Familienzuschlag, dazu 26 € je Kind. Gerechnet ist das ganze Jahr mit dem verkündeten Stand ab 1. Februar 2025, ohne die Vorgriffszahlung ab Oktober 2026; Fundstellen im Quellenverzeichnis.

Beträge auf volle Euro gerundet.

Beispiel 1 im Gehaltsrechner öffnen: W 2, Bayern, Steuerklasse III, zwei Kinder → Leistungsbezüge tragen Sie dort selbst ein.

Beispiel 2: W3-Professur in Berlin, ledig, keine Kinder

PositionBetrag
Grundgehalt W38.427 €
Leistungsbezüge (Beispielannahme)+1.500 €
Familienzuschlag0 €
Ortszuschlag0 €
Brutto monatlich~9.927 €
+ Sonderzahlung (Festbetrag)+900 €/Jahr
Brutto Jahresgehalt~120.027 €

Beispiel 2 im Gehaltsrechner öffnen: W 3, Berlin, Steuerklasse I, keine Kinder → Leistungsbezüge tragen Sie dort selbst ein.

Beispiel 3: W2-Professur in Bremen, verheiratet, 1 Kind

PositionBetrag
Grundgehalt W26.030 €
Leistungsbezüge (Beispielannahme)+1.000 €
Familienzuschlag (Ehegatte)+165 €
Familienzuschlag (1 Kind)+252 €
Ortszuschlag0 €
Brutto monatlich~7.447 €
+ Sonderzahlung (Betrag je Kind im Dezember)+306 €/Jahr
Brutto Jahresgehalt~89.670 €

In Bremen stehen W2 und W3 Leistungsbezüge von mindestens 828 € im Monat zu; die Beispielannahme liegt darüber.

Beispiel 3 im Gehaltsrechner öffnen: W 2, Bremen, Steuerklasse III, ein Kind → Leistungsbezüge tragen Sie dort selbst ein.

Fazit der Beispiele: Zwischen dem W2-Professor in München (Familie, ~118.951 € brutto/Jahr) und dem W2-Professor in Bremen (Familie, ~89.670 € brutto/Jahr) liegen über 29.000 € Unterschied jährlich — bei gleicher Besoldungsgruppe. Allerdings ist München auch eine der teuersten Städte Deutschlands, sodass der Unterschied in der Kaufkraft geringer ausfällt.

Was bleibt vom Professorengehalt netto übrig?

Die meisten Professoren in Deutschland werden als Beamte auf Lebenszeit eingestellt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf das Nettogehalt, denn Beamte zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung und sind nicht gesetzlich krankenversicherungspflichtig — wer sich freiwillig gesetzlich versichert, zahlt den Beitrag selbst; viele Länder geben dazu einen Zuschuss (pauschale Beihilfe). Stattdessen erhalten sie:

  • Beihilfe: Bei privat Versicherten übernimmt der Dienstherr 50–70 % der Krankheitskosten (abhängig von Familienstand und Kinderzahl). Für die verbleibenden 30–50 % schließen Beamte eine private Restkostenversicherung ab, die deutlich günstiger ist als eine volle PKV. Die Kosten hängen von Alter, Gesundheitszustand und Tarifoption ab.
  • Pension statt Rente: Nach mindestens 5 Dienstjahren besteht Anspruch auf Ruhegehalt. Der Pensionshöchstsatz liegt bei 71,75 % der ruhegehaltfähigen Bezüge (dazu zählen auch ruhegehaltfähige Leistungsbezüge) und wird nach 40 Dienstjahren erreicht. Das ist in der Regel deutlich mehr als eine gesetzliche Rente.

Durch den Wegfall der Sozialversicherungsbeiträge liegt das Nettogehalt verbeamteter Professoren bei gleichem Brutto höher als bei Angestellten; die Krankenversicherung zahlen Beamte selbst. Wie viel netto bleibt, rechnet der Gehaltsrechner mit Steuerklasse, Kinderzahl und PKV-Beitrag. Im Rechner mit Ihren Werten prüfen →

Tipp: Für eine präzise Netto-Berechnung empfehlen wir unseren Gehaltsrechner für Beamte. Dort können Sie Bundesland, Besoldungsgruppe, Steuerklasse und PKV-Beitrag individuell eingeben.
Nach der Professur: Emeritierung und PensionWas vom Professorentitel im Ruhestand bleibt, was „emeritiert“ heißt und wie man „Prof. em.“ schreibt, erklärt Emeritierung und Professor im Ruhestand. Wie hoch die Pension ausfällt und wann der Ruhestand beginnt: Pension für Professoren.

C- und A-Besoldung: Was gilt für Altfälle und andere Beamtenämter?

Die W-Besoldung gilt für Professuren, die seit der Professorenbesoldungsreform übertragen wurden. Daneben gibt es an Hochschulen zwei weitere Besoldungsordnungen: die ältere C-Besoldung für den Bestand und die A-Besoldung für andere verbeamtete Ämter.

C-Besoldung: Bestand und Überleitung

Wer am Stichtag der Professorenbesoldungsreform bereits im Amt war, bleibt in der Besoldungsordnung C; die W-Besoldung gilt für die Berufungen danach. Für Bundesprofessuren gilt: Wer beim Inkrafttreten der neuen Regeln zu den Leistungsbezügen im Amt war — spätestens am 1. Januar 2005 —, bleibt in der Besoldungsordnung C in der bis zum 22. Februar 2002 geltenden Fassung; die Beträge der C-Besoldungstabellen werden dabei weiter angepasst. Der Bestandsschutz endet mit der Berufung auf eine höherwertige Professur.

In den Ländern regelt seit der Föderalismusreform 2006 jedes Land die Überleitung selbst. Zwei Beispiele:

  • Bayern: Die C-Ämter laufen für die vorhandenen Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber als künftig wegfallende Ämter weiter; das Grundgehalt steigt im Abstand von zwei Jahren bis zur Endstufe. Auf Antrag erhalten Professorinnen und Professoren aus C 4 ein Amt der Besoldungsgruppe W 3, aus C 2 und C 3 ein Amt der Besoldungsgruppe W 2; der Antrag ist unwiderruflich.
  • Sachsen: Für C 2 bis C 4, denen das Amt am 1. Januar 2005 übertragen war, gilt altes Bundesrecht weiter. Bei einer Berufung auf eine höherwertige Professur an derselben Hochschule, bei einer Berufung an eine andere Hochschule oder auf Antrag wird ein Amt der Besoldungsgruppe W 3 (aus C 4) beziehungsweise W 2 (aus C 2 und C 3) übertragen; der Antrag ist unwiderruflich.

Für die übrigen Länder ist die Auskunft des zuständigen Landesamts für Besoldung verbindlich.

Der praktische Unterschied liegt in den Bestandteilen: In der C-Ordnung steigt das Grundgehalt automatisch über Dienstaltersstufen mit dem Dienstalter; in der W-Ordnung gibt es das in dieser Form nicht — einige Länder führen zwar Erfahrungsstufen in W 2 und W 3, der individuell bewegliche Teil sind aber die verhandelten Leistungsbezüge. Ein Vergleich „C 4 gegen W 3“ hängt deshalb an Dienstaltersstufe, Zulagen und Landesrecht. Der Gehaltsrechner rechnet W, A und TV-L, die C-Besoldung führt er nicht.

A-Besoldung: Akademische Räte und weitere Ämter

Neben Professuren gibt es an Hochschulen verbeamtete Ämter der Besoldungsordnung A. Welches Amt in welche Besoldungsgruppe fällt, regelt die Besoldungsordnung A des jeweiligen Landes. Das typische Hochschulamt ist die Akademische Rätin oder der Akademische Rat — Eingangsamt A 13, Beförderung zum Akademischen Oberrat (A 14) und Direktor (A 15); die Grundgehälter je Land stehen unter Akademischer Rat. Daneben gibt es Ämter in Verwaltung, Bibliothek und Technik (Laufbahn und Besoldung im Bibliotheksdienst: Bibliothekar).

Besoldung ist kein Tarifrecht: Eine W2-Professur und eine Stelle nach E13 TV-L lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen — Abgaben, Versorgung und Zusatzbestandteile folgen unterschiedlicher Logik.

Häufige Fragen zum Professorengehalt in Deutschland

Was verdient ein Professor in Deutschland?

Professorinnen und Professoren werden nach der W-Besoldung bezahlt – überwiegend in den Gruppen W2 und W3. Das Gehalt besteht aus einem festen Grundgehalt, individuell verhandelten Leistungsbezügen und – je nach Familienstand – dem Familienzuschlag. Die Höhe ist Ländersache und unterscheidet sich deutlich; die konkreten Grundgehälter je Bundesland stehen auf den Landesseiten, ein individuelles Netto liefert der Gehaltsrechner.

Warum verdienen Professorinnen und Professoren je nach Bundesland unterschiedlich?

Die W-Besoldung ist Ländersache – jedes Bundesland legt Grundgehalt, Leistungsbezüge und Sonderzahlung eigenständig fest. Die konkreten Beträge und Besonderheiten stehen auf den jeweiligen Landesseiten (z. B. Professorengehalt Bayern, Berlin oder NRW).

Was sind Leistungsbezüge in der W-Besoldung?

Leistungsbezüge sind der wichtigste variable Bestandteil der Professorenbesoldung. Sie werden bei der Berufung sowie für besondere Leistungen in Forschung, Lehre und Funktionen individuell verhandelt und kommen zum Grundgehalt hinzu.

Gibt es Weihnachtsgeld für Professoren?

Das hängt vom Bundesland ab. Verbeamtete Professorinnen und Professoren erhalten die Sonderzahlung, die ihr Land für Beamtinnen und Beamte vorsieht: Manche Länder zahlen jährlich, andere monatlich oder nur einen Betrag je Kind, einige haben die Sonderzahlung in das Monatsgehalt integriert oder zahlen keine. Die Regelung je Land steht in der Tabelle zur Sonderzahlung auf dieser Seite. Angestellte erhalten Sonderzahlungen nach ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag.

Wie viel bleibt vom Professorengehalt netto?

Das Netto hängt von Steuerklasse, Beihilfe, PKV-Tarif, Kirchensteuer und Familienstand ab und lässt sich nicht pauschal angeben. Einen individuellen Wert liefert der Gehaltsrechner.

Was ist der Unterschied zwischen W2 und W3?

W3 ist die höhere Besoldungsgruppe mit dem höheren Grundgehalt; sie trägt vor allem Lehrstühle an Universitäten. W2 liegt darunter und findet sich vor allem an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und bei einzelnen Universitätsprofessuren. Weil die W-Besoldung Ländersache ist, kann eine W2-Professur im einen Land beim Grundgehalt besser dastehen als eine W3-Professur im anderen.

Gibt es die C-Besoldung noch?

Ja, für den Bestand: Wer beim Inkrafttreten der Professorenbesoldungsreform bereits im Amt war, bleibt in der Besoldungsordnung C. Die Überleitung in die W-Besoldung regelt jedes Land selbst; in Bayern und Sachsen wird ein W-Amt etwa auf unwiderruflichen Antrag übertragen.

Ist W2 mehr als E13?

Beides ist nicht direkt vergleichbar: W2 ist Besoldung für Beamtinnen und Beamte, E13 ein Tarifentgelt nach dem TV-L. Abgaben, Versorgung und Zusatzbestandteile folgen unterschiedlicher Logik.

Woher die Zahlen stammen

Jedes Grundgehalt auf dieser Seite ist mit der amtlichen Besoldungstabelle des jeweiligen Landes belegt — Landesbesoldungsgesetz, Gesetz- und Verordnungsblatt oder die Tabelle des zuständigen Landesamts. Gewerkschafts-, Verbands- und Portaltabellen sind hier keine Quelle. Der Geltungsbeginn unterscheidet sich je Land, weil jedes Land seine Besoldung eigenständig anpasst; er steht deshalb bei jeder Fundstelle. Die Tabellen wurden zwischen dem 21. September 2026 und dem 21. Oktober 2026 abgerufen (Datum je Land in der Datenbasis).

Saarland. Die Beträge stammen aus Anlage IV SBesG, gültig ab 1. April 2026 (neu gefasst durch Art. 2 des Gesetzes vom 20. Mai 2026, Amtsbl. I S. 404) (abgerufen 28.09.2026).

Sachsen-Anhalt. Die Beträge stammen aus Anlage 4 des Landesbesoldungsgesetzes LSA, Fassung vom 16.06.2026 (gültig ab 01.04.2026 bis 28.02.2027).

Familienzuschlag und Sonderzahlung. Die Beträge stammen aus der geprüften Datenbasis des Gehaltsrechners (Rechenmonat Oktober 2026, amtliche Fundstellen je Land am 21.10.2026 gelesen):

  • Baden-Württemberg — Familienzuschlag: LBV, Familienzuschlag ab 01.02.2025; Sonderzahlung: keine gesonderte Norm, in die Grundgehaltstabelle integriert
  • Bayern — Familienzuschlag: Art. 35, 36 BayBesG und Anlage 5 (gültig ab 01.02.2025); Sonderzahlung: Art. 82–87 BayBesG
  • Berlin — Familienzuschlag: Anlage 2 BBesG BE, GVBl. Nr. 22 v. 08.07.2026 (ab 01.04.2026); Sonderzahlung: §§ 5, 6 Sonderzahlungsgesetz Berlin; Betrag laut Landesverwaltung
  • Brandenburg — Familienzuschlag: Anlage 6 BbgBesG (ab 01.07.2024), § 40 BbgBesG; Sonderzahlung: § 1 Abs. 3/4 BbgBesG
  • Bremen — Familienzuschlag: Anlage 5 BremBesG (ab 01.02.2025); Sonderzahlung: § 65 BremBesG
  • Hamburg — Familienzuschlag: Anlage VII HmbBesG, HmbGVBl. 2024 Nr. 30 (ab 01.02.2025); Sonderzahlung: §§ 2, 4, 6 HmbSZG
  • Hessen — Familienzuschlag: Anlage V HBesG, GVBl. 2026 Nr. 57 (ab 01.07.2026); Sonderzahlung: § 5 HSZG
  • Mecklenburg-Vorpommern — Familienzuschlag: Anlage 10 LBesG M-V (ab 01.04.2026); Sonderzahlung: Sonderzahlungsgesetz M-V (GVOBl. 2024 Nr. 15)
  • Niedersachsen — Familienzuschlag: Anlage 7 NBesG (ab 01.04.2026); Sonderzahlung: § 63 NBesG
  • Nordrhein-Westfalen — Familienzuschlag: Anlage 13 LBesG NRW, GV. NRW. 2026 Nr. 22 (ab 01.04.2026); Sonderzahlung: § 91 Abs. 8 LBesG NRW
  • Rheinland-Pfalz — Familienzuschlag: Anlage 7 LBesG RP (ab 01.10.2026); Sonderzahlung: LBVAnpG 2009/2010, kein Sonderzahlungstatbestand im LBesG
  • Saarland — Familienzuschlag: Anlage SBesG, Gesamtausgabe ab 25.09.2026 (Werte ab 01.04.2026); Sonderzahlung: keine Sonderzahlungsnorm im SBesG
  • Sachsen — Familienzuschlag: Anlage SächsBesG, AnpassungsG v. 12.05.2026 (ab 01.04.2026); Sonderzahlung: § 64a SächsBesG
  • Sachsen-Anhalt — Familienzuschlag: Anlage 6 LBesG LSA, Fassung v. 16.06.2026 (ab 01.04.2026); Sonderzahlung: § 56 LBesG LSA
  • Schleswig-Holstein — Familienzuschlag: GVOBl. Schl.-H. 2026/92 (ab 01.01.2026); Sonderzahlung: §§ 1, 2, 6, 7 SonderZahlG SH
  • Thüringen — Familienzuschlag: § 38 ThürBesG, GVBl. 2024 Nr. 9 (ab 01.02.2025); Sonderzahlung: ThürBesG ohne Jahressonderzahlung

Weitere Vorschriften. Erfahrungsstufen: Art. 42 BayBesG, § 33 HBesG, § 33 SächsBesG; Grundgehalt Brandenburg: Anlage 4 BbgBesG; feste Leistungsbezüge: § 33 HmbBesG, § 28 Abs. 2 BremBesG, § 37 Abs. 1 LBesG RP; Bayern: Art. 35 und 36 BayBesG mit Anlage 5 (Orts- und Familienzuschlag), Art. 83 und 85 BayBesG (Sonderzahlung).

Leistungsbezüge und Ortszuschlag folgen eigenen Landesregelungen; Einzelheiten stehen auf den jeweiligen Landesseiten, etwa Professorengehalt Bayern.

C-Besoldung. § 77 BBesG (Übergangsvorschriften aus Anlass des Professorenbesoldungsreformgesetzes), Art. 107 BayBesG (Text gilt ab 01.01.2026) und § 82 SächsBesG, jeweils im amtlichen Volltext gelesen am 8. September 2026. W1-Grundgehälter: dieselben Landesbesoldungsordnungen wie oben.