Gehalt von Professorinnen und Professoren in Niedersachsen: W1, W2 & W3 im Detail

Gehalt Professur Von Stand: 28. September 2026

Niedersachsen gehört zu den Bundesländern mit der größten und vielfältigsten Hochschullandschaft in Deutschland. Von der traditionsreichen Georg-August-Universität Göttingen über die Technische Universität Braunschweig und die Leibniz Universität Hannover bis hin zur TU Clausthal, der Universität Osnabrück, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Leuphana Universität Lüneburg und der Tierärztlichen Hochschule Hannover — das Land bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zahlreiche Karrierewege. Hinzu kommen mehrere leistungsstarke Hochschulen für angewandte Wissenschaften, etwa die Hochschule Hannover, die Ostfalia oder die HAWK Hildesheim. Den Vergleich aller Länder zeigt die Übersicht Professorengehalt bundesweit.

Bei der Besoldung liegt Niedersachsen auf Rang 9 (W1), 6 (W2) und 14 (W3) der 16 Länder (Eingangsstufe). Die Grundgehälter werden durch eine überdurchschnittliche Sonderzahlung von 45 % des Dezember-Bruttos spürbar aufgewertet. Dieser Beitrag schlüsselt alle Gehaltsbestandteile für niedersächsische Professoren auf — mit exakten Zahlen, Beispielrechnungen und Einordnung im Bundesvergleich.

W-Besoldung Niedersachsen
W15.528 €Grundgehalt Stufe 1
W2-Professur7.109 €Grundgehalt Stufe 1
W3-Professur7.714 €Grundgehalt Stufe 1

Eine W2-Professur in Niedersachsen wird mit einem Grundgehalt von 7.108,52 € brutto im Monat besoldet, eine W3-Professur mit 7.714,02 € — dazu kommt eine jährliche Sonderzahlung von 45 % des Dezember-Bruttos, eine der höchsten im Ländervergleich. Das W2-Professur-Gehalt in Niedersachsen und das W3-Professur-Gehalt in Niedersachsen bestehen aus Grundgehalt, möglichen Leistungsbezügen sowie familien- oder ortsbezogenen Zuschlägen. Netto hängt die Besoldung stark von Steuerklasse, Beihilfe, Krankenversicherung und Familienstand ab. Sonderzahlung (Weihnachtsgeld): 45 % des Dezember-Bruttos.

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1. Grundgehalt W1, W2 und W3 in Niedersachsen

Das Grundgehalt wird durch das Niedersächsische Besoldungsgesetz (NBesG) festgelegt. Niedersachsen verwendet ein einstufiges System ohne Erfahrungsstufen — das Grundgehalt bleibt über die gesamte Laufbahn gleich. Gehaltssteigerungen sind ausschließlich über Leistungsbezüge oder allgemeine Besoldungsanpassungen möglich.

BesoldungsgruppeGrundgehalt (monatlich, brutto)Stufen
W1 (Juniorprofessur)5.528 €1 Stufe
W27.109 €1 Stufe
W37.714 €1 Stufe

Im Bundesvergleich liegt das W2-Grundgehalt mit 7.109 € auf Rang 6 der 16 Länder (Eingangsstufe). Das W3-Grundgehalt von 7.714 € liegt dagegen auf Rang 14 — oberhalb von Bremen (7.247 €) und Hamburg (7.290 €), aber unter Brandenburg (8.407 €) und Baden-Württemberg (8.668 €).

Die Juniorprofessur nach W1 ist mit 5.528 € die niedrigste Besoldungsgruppe. Sie dient als Qualifikationsstelle und ist in der Regel auf sechs Jahre befristet, häufig mit Tenure-Track-Option auf eine W2- oder W3-Professur.

Kein Stufensystem: Anders als Bayern (3 Stufen), Hessen (5 Stufen) oder Brandenburg (3 Stufen) kennt Niedersachsen keine automatischen Gehaltssteigerungen nach Dienstjahren. Wer sein Gehalt erhöhen möchte, muss dies über Leistungsbezüge erreichen — entweder bei der Berufungsverhandlung oder durch spätere Bleibe- und Leistungsverhandlungen.

Leistungsbezüge in Niedersachsen

Neben dem Grundgehalt erhalten Professorinnen und Professoren in Niedersachsen variable Leistungsbezüge, die bei der Berufungsverhandlung individuell ausgehandelt werden. Sie setzen sich typischerweise zusammen aus:

  • Berufungs- und Bleibeleistungsbezüge: Verhandelt bei Erstberufung oder bei einem Gegenruf (Bleibeverhandlung)
  • Besondere Leistungsbezüge: Für herausragende Forschungs- oder Lehrleistungen
  • Funktionsleistungsbezüge: Für Ämter wie Dekan, Studiendekan oder Prorektor
Keine belastbare Statistik pro Bundesland: Eine amtliche Durchschnittsstatistik isolierter Leistungsbezüge je Bundesland existiert nicht – Leistungsbezüge werden bei jeder Berufung individuell verhandelt. Bundesweit nennt der Deutsche Hochschulverband als grobe Orientierung etwa ~850 € in W2 und ~1.600 € in W3. Eine Erklärung der drei Leistungsbezugs-Arten und Verhandlungstipps finden sich im Wissens-Eintrag Leistungsbezüge.

Reale Durchschnittsbesoldung in Niedersachsen (06/2022)

Belegbar ist die tatsächlich gezahlte Gesamtbesoldung. Eine Spezialauswertung des Statistischen Bundesamts im Auftrag des DHV zeigt für Niedersachsen (Datenstand 06/2022):

BesoldungsgruppeNiedersachsen (06/2022)Gewichteter Bundesdurchschnitt
W27.420 €7.400 €
W39.190 €9.530 €

Brutto monatlich. Werte enthalten neben dem Grundgehalt auch Erfahrungsstufen, Grundleistungsbezug, diverse Leistungsbezüge, Forschungs- und Lehrzulagen, Familienzuschlag sowie zum Teil anteilige Sonderzuwendungen – sie sind kein reiner Leistungsbezugswert. Quelle: Statistisches Bundesamt, Spezialauswertung im Auftrag des DHV, in: Forschung & Lehre 11/2023.

Datenstand Juni 2022. Statistisches Bundesamt, Spezialauswertung im Auftrag des Deutschen Hochschulverbands, veröffentlicht in: Hubert Detmer, „Reale Besoldung – nach wie vor heterogen“, Forschung & Lehre 11/2023, S. 854 f. Eine neuere Sonderauswertung dieser Art liegt nicht vor (geprüft am 6. September 2026).

Einordnung Niedersachsen: W2 liegt auf Höhe des Bundesdurchschnitt, W3 liegt 3.6 % unter dem Bundesdurchschnitt. Die Differenz zum Grundgehalt ist kein reiner Leistungsbezug – sie kann Erfahrungsstufen, Familienzuschlag und anteilige Sonderzuwendungen enthalten. Eine Trennung nach Universität und HAW lässt sich aus den Werten nicht unmittelbar ableiten. Der Wert zeigt die Größenordnung dessen, was über das Grundgehalt hinaus tatsächlich gezahlt wird — eine Größe, die sonst nirgends veröffentlicht wird; der Datenstand 2022 ändert daran nichts, weil keine neuere Auswertung existiert.

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3. Familienzuschlag in Niedersachsen

Als Beamte auf Lebenszeit erhalten Professoren in Niedersachsen einen Familienzuschlag, der sich nach Familienstand und Kinderzahl richtet. Der Zuschlag ist unabhängig von der Besoldungsgruppe — W1-, W2- und W3-Professoren erhalten identische Beträge.

Familienstand / KinderMonatlicher Zuschlag
Verheiratet (Ehegattenzuschlag)165,72 €
1. Kind141,64 €
2. Kind141,64 €
3. und jedes weitere Kind498,41 €

Der Familienzuschlag in Niedersachsen bewegt sich im bundesdeutschen Durchschnitt. Bemerkenswert ist der deutliche Sprung ab dem dritten Kind: Während das erste und zweite Kind jeweils 141,64 € bringen, steigt der Zuschlag ab dem dritten Kind auf 498,41 € — eine Verdreifachung, die kinderreiche Familien spürbar besser stellt.

Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz wurde der Ehegattenzuschlag komplett abgeschafft, dafür sind die Kinderzuschläge dort höher. In Nordrhein-Westfalen liegt der Ehegattenzuschlag bei 168,76 €, also geringfügig über dem niedersächsischen Wert.

4. Sonderzahlung / Weihnachtsgeld für Beamte und Professoren in Niedersachsen

Wer bekommt was? Die Sonderzahlung von 45 % des Dezember-Bruttos gilt für Landesbeamtinnen und Landesbeamte in Niedersachsen – und damit auch für verbeamtete Professorinnen und Professoren in W2/W3. Angestellte Professuren sowie wissenschaftliche Mitarbeitende erhalten diese Beamten-Sonderzahlung nicht, sondern die Jahressonderzahlung nach TV-L bzw. eine vertragliche Regelung. Rechtsgrundlage: Niedersächsisches Besoldungsgesetz (NBesG).

Niedersachsen gewährt seinen verbeamteten Professoren eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 45 % des Dezember-Bruttogehalts. Das ist einer der höchsten Sätze in Deutschland und ein echter Standortvorteil gegenüber vielen anderen Bundesländern.

Bundesland (Auswahl)Sonderzahlung
Niedersachsen45 % des Dez.-Bruttos
Bremen50 %
Nordrhein-Westfalen30 %
Bayern65 % (+ Sonderfaktor)
Rheinland-Pfalzkeine / gering

Für einen W2-Professor in Niedersachsen mit Leistungsbezügen von 1.100 € und Familienzuschlag (verheiratet, 1 Kind) ergibt sich ein Dezember-Brutto von rund 8.322 €. Die Sonderzahlung beträgt damit etwa 3.745 € — ein deutliches 13. Monatsgehalt, das die jährliche Gesamtvergütung erheblich aufwertet.

Gut zu wissen: Die Sonderzahlung wird zusammen mit dem Dezember-Gehalt ausgezahlt und unterliegt der regulären Einkommensteuer. Da sie als Einmalzahlung versteuert wird, fällt die Steuerbelastung in diesem Monat proportional höher aus. Der Netto-Effekt ist dennoch spürbar.
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5. Beispielrechnung: Brutto-Jahresgehalt in Niedersachsen

Beispiel 1: W2-Professur, verheiratet, 2 Kinder

PositionBetrag
Grundgehalt W27.109 €
Leistungsbezüge W2 (angenommen, individuell verhandelt)+1.100 €
Familienzuschlag (Ehegatte)+165,72 €
Familienzuschlag (2 Kinder)+283,28 €
Brutto monatlich~8.658 €
+ Sonderzahlung (45 % im Dez.)+3.896 €/Jahr
Brutto Jahresgehalt~107.792 €

Beispiel 2: W3-Professur, verheiratet, 1 Kind

PositionBetrag
Grundgehalt W37.714 €
Leistungsbezüge W3 (angenommen, individuell verhandelt)+1.600 €
Familienzuschlag (Ehegatte)+165,72 €
Familienzuschlag (1 Kind)+141,64 €
Brutto monatlich~9.621 €
+ Sonderzahlung (45 % im Dez.)+4.330 €/Jahr
Brutto Jahresgehalt~119.782 €

Beispiel 3: W1-Juniorprofessur, ledig, keine Kinder

PositionBetrag
Grundgehalt W15.528 €
Leistungsbezüge (W1, typisch gering)+0 €
Familienzuschlag0 €
Brutto monatlich~5.528 €
+ Sonderzahlung (45 % im Dez.)+2.488 €/Jahr
Brutto Jahresgehalt~68.824 €
Hinweis zu Netto: Verbeamtete Professoren zahlen keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und gesetzlichen Krankenversicherung. Stattdessen erhalten sie Beihilfe und schließen eine private Restkostenversicherung ab (typisch: 250–500 €/Monat). Bei einem Brutto von 8.500 € (Steuerklasse III, 2 Kinder) bleiben nach Steuern und PKV etwa 6.400–6.800 € netto.

6. Hochschullandschaft in Niedersachsen

Niedersachsen verfügt über eine der dichtesten Hochschullandschaften Deutschlands. Die wichtigsten Standorte im Überblick:

Universitäten

  • Georg-August-Universität Göttingen — Exzellenzuniversität, stark in Naturwissenschaften, Agrarwissenschaften und Geisteswissenschaften. Einer der forschungsstärksten Standorte Deutschlands mit enger Anbindung an die Max-Planck-Institute.
  • Leibniz Universität Hannover — Große Volluniversität mit technischem Schwerpunkt. Besonders stark in Ingenieurwissenschaften, Physik und Produktionstechnik.
  • Technische Universität Braunschweig — Älteste Technische Universität Deutschlands. Exzellente Reputation in Luft- und Raumfahrttechnik, Pharmazie und Automobilforschung (enge Kooperation mit VW).
  • TU Clausthal — Spezialisiert auf Energie, Rohstoffe und Materialwissenschaften. Kleine, aber fokussierte Universität mit hohem Drittmittelaufkommen pro Kopf.
  • Universität Osnabrück — Stark in Kognitionswissenschaft, Rechtswissenschaft und Friedensforschung.
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg — Profil in Meeresforschung, Hörforschung und Bildungswissenschaften.
  • Leuphana Universität Lüneburg — Innovatives Studienmodell, stark in Nachhaltigkeitsforschung und Kulturwissenschaften.
  • Universität Hildesheim — Schwerpunkt auf Kulturwissenschaften, Erziehungswissenschaft und IT.
  • Universität Vechta — Kleinste niedersächsische Universität, fokussiert auf Sozial- und Geisteswissenschaften.
  • Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) — Eine der führenden veterinärmedizinischen Hochschulen Europas.
  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH) — Universitätsmedizin auf internationalem Spitzenniveau, besonders in Transplantationsmedizin und Infektiologie.

Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW)

  • Hochschule Hannover, Ostfalia Hochschule (Wolfenbüttel), HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Hochschule Emden/Leer, Hochschule Osnabrück, Jade Hochschule (Wilhelmshaven) und weitere.
  • HAW-Professuren werden in der Regel nach W2 besoldet, einige forschungsstarke Professuren nach W3. Das Lehrdeputat liegt an HAW typischerweise bei 18 SWS (gegenüber 8–9 SWS an Universitäten).

7. Niedersachsen im Bundesvergleich: Stärken und Schwächen

Niedersachsen positioniert sich als solides Mittelfeld-Bundesland mit einigen klaren Vorteilen:

  • Stärke — hohe Sonderzahlung: Mit 45 % des Dezember-Bruttos gehört Niedersachsen zu den großzügigsten Bundesländern bei der Sonderzahlung. Nur Bayern und Bremen bieten mehr.
  • Stärke — Hochschulvielfalt: Kaum ein anderes Flächenland bietet eine vergleichbare Bandbreite an Hochschultypen und Fachkulturen.
  • Stärke — moderate Lebenshaltungskosten: Abseits von Hannover sind die Miet- und Lebenshaltungskosten in Niedersachsen deutlich günstiger als in München, Frankfurt oder Stuttgart. Das relative Nettogehalt ist daher höher als der reine Betrag vermuten lässt.
  • Schwäche — kein Stufensystem: Ohne automatische Erfahrungsstufen müssen Professoren Gehaltssteigerungen aktiv verhandeln, was nicht allen liegt.
  • Schwäche — W3-Grundgehalt auf Rang 14: Bei W2 steht Niedersachsen auf Rang 6, bei W3 auf Rang 14 der 16 Länder (Eingangsstufe); Länder wie Baden-Württemberg oder Brandenburg bieten in beiden Gruppen höhere Grundgehälter.
Gesamtbewertung: Wenn man alle Gehaltsbestandteile zusammenrechnet — Grundgehalt, durchschnittliche Leistungsbezüge, Familienzuschlag und Sonderzahlung — erreicht eine W2-Professur in Niedersachsen ein Brutto-Jahresgehalt von rund 105.000 € (verheiratet, 2 Kinder) — gerechnet mit der bundesweiten DHV-Orientierung für die Leistungsbezüge, nicht mit einer Landesstatistik. Dank der günstigeren Lebenshaltungskosten ist das kaufkraftbereinigt durchaus attraktiv.

8. Tipps für die Berufungsverhandlung in Niedersachsen

Da Niedersachsen kein Stufensystem hat, kommt der Berufungsverhandlung eine besondere Bedeutung zu. Folgende Punkte sollten Bewerber beachten:

  1. Leistungsbezüge unbefristet verhandeln: Befristete Leistungsbezüge laufen aus und müssen dann neu verhandelt werden. Unbefristete Zusagen bieten deutlich mehr Planungssicherheit.
  2. Dynamisierung vereinbaren: Leistungsbezüge nehmen standardmäßig nicht an allgemeinen Besoldungserhöhungen teil. Eine Dynamisierungsklausel stellt sicher, dass sie sich parallel zum Grundgehalt entwickeln.
  3. Ausstattung nicht vergessen: Neben dem Gehalt sind Sachmittel, Personalstellen und Räumlichkeiten entscheidend für die Forschungsfähigkeit. In Niedersachsen verhandeln vor allem die größeren Universitäten auch über W3-Zulagen oder reduziertes Lehrdeputat in den ersten Jahren.
  4. Bleibeverhandlungen nutzen: Ein externer Ruf ist das stärkste Argument für eine spätere Gehaltserhöhung. Wer sich an der eigenen Hochschule weiterentwickeln möchte, sollte dennoch regelmäßig externe Optionen prüfen.
Quellen Leistungsbezüge werden individuell verhandelt; eine belastbare amtliche Per-Land-Statistik existiert nicht.

Wann steigt die W-Besoldung in Niedersachsen?

Zuletzt zum 1. April 2026: Die Grundgehälter wurden um 2,8 %, mindestens 100 € angehoben (Gesetz vom 27.05.2026, Nds. GVBl. Nr. 39). In allen drei W-Gruppen liegen 2,8 % über 100 €, es greift also der Prozentsatz. Die Werte auf dieser Seite sind die der NLBV-Tabelle ab diesem Datum. Ein Termin für die nächste Anpassung ist nicht amtlich veröffentlicht.

Nach der Professur: Emeritierung und PensionWas vom Professorentitel im Ruhestand bleibt, was „emeritiert“ heißt und wie man „Prof. em.“ schreibt, erklärt Emeritierung und Professor im Ruhestand. Wie hoch die Pension ausfällt und wann der Ruhestand beginnt: Beamtenpension Niedersachsen.

Häufige Fragen zur W-Besoldung in Niedersachsen

Was verdient eine W2-Professur in Niedersachsen?

Das W2 Professur Gehalt in Niedersachsen liegt beim Grundgehalt bei 7.109 € brutto/Monat (einstufig, ohne Erfahrungsstufen). Dazu kommen individuell verhandelte Leistungsbezüge (DHV-Orientierung rund 850 € in W2). Die reale W2-Durchschnittsbesoldung lag 2022 bei rund 7.420 €.

Was verdient eine W3-Professur in Niedersachsen?

Das W3 Professur Gehalt in Niedersachsen beträgt beim Grundgehalt 7.714 € brutto/Monat. Mit Leistungsbezügen (DHV-Orientierung rund 1.600 € in W3) liegt die reale W3-Durchschnittsbesoldung deutlich höher – 2022 bei rund 9.190 €.

Zahlt Niedersachsen Weihnachtsgeld an Beamte und Professoren?

Ja. Niedersachsen zahlt Landesbeamtinnen und Landesbeamten eine jährliche Sonderzahlung („Weihnachtsgeld“) von 45 % des Dezember-Bruttogehalts. Für verbeamtete Professorinnen und Professoren in W2/W3 gilt dieselbe Systematik (Grundgehalt, Familienzuschlag, ggf. Leistungsbezüge). Angestellte Professuren und wissenschaftliche Beschäftigte fallen nicht unter die Beamten-Sonderzahlung, sondern unter die Jahressonderzahlung des TV-L.

Gibt es in Niedersachsen Erfahrungsstufen in der W-Besoldung?

Nein. Niedersachsen verwendet ein einstufiges System ohne automatische Erfahrungsstufen. Das Grundgehalt bleibt über die Dienstjahre konstant; Steigerungen ergeben sich vor allem über individuell verhandelte Leistungsbezüge.

Wie hoch ist das Professorengehalt in Niedersachsen netto?

Das Netto hängt von Steuerklasse, Beihilfe, PKV-Tarif, Kirchensteuer und Familienstand ab. Für belastbare Werte den Gehaltsrechner nutzen.