Exzellenzuniversitäten: Liste 2026/2027 und Bedeutung
Exzellenzuniversitäten erhalten zusätzliche Fördermittel von Bund und Ländern, um ihre Forschung und die Hochschule als Ganzes weiterzuentwickeln. Für die Förderphase ab Januar 2027 sind zwölf einzelne Universitäten und drei Universitätsverbünde ausgewählt. Die folgende Liste zeigt die beteiligten Hochschulen, den bisherigen Förderstand und die Änderungen ab 2027.
Zur Liste der ExzellenzuniversitätenFörderentscheidungen vom 11. März und 2. Oktober 2026; Förderbeginn der neuen Phase: 1. Januar 2027.
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Kurz gesagt
- Ab 2027 werden 15 Exzellenzstandorte gefördert: zwölf einzelne Universitäten und drei Verbünde.
- Ein Exzellenzcluster fördert ein Forschungsgebiet; die Förderlinie Exzellenzuniversitäten unterstützt die Entwicklung der Hochschule beziehungsweise des Verbunds.
- Für eine Bewerbung bleiben Forschungsthema, Betreuung, Ausstattung und die Bedingungen der konkreten Stelle maßgeblich.
Liste und Bewerbung
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Inhalt
Welche Exzellenzuniversitäten gibt es in Deutschland?
Die Tabelle zeigt die Exzellenzuniversitäten der Förderphase 2027 bis 2033; die ab 2027 neu geförderten Universitäten sind mit „Neu“ gekennzeichnet. Bei Verbünden sind die beteiligten Universitäten einzeln aufgeführt. Ein Verbund zählt im Förderprogramm trotzdem nur als ein Förderfall.
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist die vierte Partnerin der Berlin University Alliance, neben der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität Berlin. Sie gehört damit in beiden Förderphasen zum Berliner Exzellenzverbund, wird in der Tabelle aber nicht als eigene Universität geführt.
Zur Zählung: Ab 2027 sind zwölf Einzeluniversitäten und drei Verbünde ausgewählt, zusammen 20 Universitäten. Die Charité ist eine zusätzliche Partnerin des Berliner Verbunds und wird in dieser Zählung der Universitäten nicht noch einmal mitgezählt. Diese Zahlen entstehen durch das offengelegte Zählen der Einrichtungen in den amtlichen Listen; sie sind keine Rangfolge. Quellen: Weiterförderung vom März 2026, Neuaufnahmen vom Oktober 2026, Berlin University Alliance.
Die Tabelle nennt nur die Förderlinie Exzellenzuniversitäten. Über Exzellenzcluster, andere Fördermittel oder frühere Auszeichnungen sagt sie nichts; die ab 2027 neu ausgewählten Universitäten zum Beispiel mussten Exzellenzcluster vorweisen, um überhaupt antreten zu dürfen. Welche Standorte ab 2027 neu sind und warum Konstanz nicht mehr dabei ist, steht unter Änderungen ab 2027.
Was bedeutet Exzellenzuniversität?
Eine Exzellenzuniversität ist eine Universität, die in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern ausgewählt wurde und dafür dauerhaft zusätzliche Mittel erhält. Gefördert wird nicht ein einzelnes Projekt, sondern die Hochschule als Ganzes: Die Förderlinie soll die Universitäten als Einzelinstitutionen oder als Verbünde dauerhaft stärken und ihre internationale Spitzenstellung in der Forschung ausbauen, und zwar auf der Grundlage erfolgreicher Exzellenzcluster.
Was die Universitäten mit dem Geld machen, legen sie in ihrem Antrag selbst fest. Die Evaluation von 2025 und 2026 hat sie an den Zielen gemessen, die sie sich selbst gesetzt hatten. Das gutachtende internationale Gremium hob in seinem Fazit etwa die Gewinnung von Forschenden aus aller Welt, die Einbindung junger Forschender, interdisziplinär organisierte Forschung und Partnerschaften im In- und Ausland hervor. Im Alltag einer Universität zeigt sich die Förderung deshalb eher in Strukturen und Programmen der ganzen Hochschule als in einem bestimmten Etikett auf einer Stelle.
Was ein Exzellenzverbund ist
Ein Exzellenzverbund sind zwei oder drei Universitäten, die gemeinsam beantragt haben und gemeinsam gefördert werden. Der Verbund ist keine weitere Hochschule, an der man sich unabhängig von seinen Mitgliedern bewerben könnte. Ihre Stelle und Ihren Vertrag haben Sie bei einer der beteiligten Einrichtungen. Im Förderprogramm zählt ein Verbund als ein Förderfall, auch wenn drei Universitäten dazugehören. Deshalb ergeben 15 Förderfälle ab 2027 eine Liste von 20 Universitäten.
Elite-Uni, Exzellenzuniversität und Hochschulrankings
„Elite-Uni“ ist ein umgangssprachliches Wort für die geförderten Hochschulen. In den Förderentscheidungen von Bund und Ländern kommt es nicht vor, und es ist ungenau: Es klingt nach einer geschlossenen Spitzengruppe, während die Förderung tatsächlich auf einem Wettbewerb mit festen Regeln, einer Begutachtung und einer regelmäßigen Überprüfung beruht. Internationale Hochschulrankings beruhen wiederum auf eigenen Kennzahlen und Gewichtungen und kommen zu anderen Listen. Eine Universität kann in einem Ranking weit vorne stehen und keine Exzellenzuniversität sein, und umgekehrt.
Unsere Einordnung: Die Auszeichnung ist ein belastbarer Hinweis auf ein forschungsstarkes Umfeld mit mehreren großen Forschungsverbünden. Sie ist keine Bewertung jedes Fachs, jedes Instituts und jedes Studiengangs. Bessere Lehre, bessere Betreuung oder bessere Arbeitsbedingungen folgen daraus nicht automatisch. Wer einen Studiengang oder eine Arbeitsgruppe beurteilen will, braucht Informationen genau dazu.
Passende Stellen
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Was ändert sich bei den Exzellenzuniversitäten ab 2027?
Die Auswahl für die neue Förderphase ist abgeschlossen. Am 11. März 2026 entschied die Exzellenzkommission, dass zehn der elf bisher geförderten Standorte ab dem 1. Januar 2027 für weitere sieben Jahre gefördert werden: die RWTH Aachen, die Universitäten Bonn, Hamburg, Heidelberg und Tübingen, die TU Dresden, das KIT, die LMU und die TU München sowie die Berlin University Alliance. Am 2. Oktober 2026 wählte dieselbe Kommission aus elf Bewerbungen fünf neue Standorte aus. Damit werden ab Januar 2027 insgesamt 15 Exzellenzstandorte gefördert.
Neu für die Phase ab 2027 sind drei einzelne Universitäten und zwei Verbünde:
- Einzeluniversitäten: die Universität Freiburg, die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Universität zu Köln.
- Rhein-Main-Universitäten: die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt am Main und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
- Ruhr Innovation Lab: die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund.
„Neu“ bezieht sich dabei auf die Förderlinie in der Phase ab 2027. Ob eine Hochschule in früheren Wettbewerben schon einmal erfolgreich war, beantwortet die Tabelle nicht. Bis zum 31. Dezember 2026 sind die fünf neuen Standorte ausgewählt, aber noch nicht gefördert; der offizielle Förderbeginn ist für alle 15 Standorte derselbe Tag, der 1. Januar 2027.
Warum Konstanz ab 2027 nicht mehr dabei ist
Die Universität Konstanz war in der ersten Förderphase eine der elf geförderten Einrichtungen. Für die Weiterförderung hätte sie eine Mindestanzahl an Exzellenzclustern gebraucht, und diese erreichte sie nach der Clusterentscheidung von 2025 nicht mehr. Damit war sie an der Evaluation der Exzellenzuniversitäten nicht mehr beteiligt; die übrigen zehn Standorte wurden dort alle positiv bewertet.
Das ist eine formale Folge aus den Regeln des Programms, keine Note für die ganze Universität. Die Entscheidung betrifft nur die Förderlinie Exzellenzuniversitäten; über Exzellenzcluster und Projekte anderer Geldgeber sagt sie nichts. Wer sich dort bewirbt, prüft wie überall die konkrete Stelle, die Arbeitsgruppe und die Finanzierung des Projekts.
Wie wird eine Universität Exzellenzuniversität?
Der Weg führt über vier Schritte. Jeder setzt den vorigen voraus, aber keiner führt automatisch zum nächsten.
- Exzellenzcluster einwerben. Antreten darf eine einzelne Universität nur mit mindestens zwei Exzellenzclustern. Ein Verbund aus zwei oder drei Universitäten braucht mindestens drei, und jede beteiligte Universität muss entweder einen eigenen Cluster haben oder an einem gemeinsamen Cluster als Antragstellerin beteiligt sein.
- Antrag stellen. Die Universität oder der Verbund beschreibt, wie sie sich als Ganzes weiterentwickeln will. Für die Runde ab 2027 lagen zum Stichtag 12. November 2025 elf Neuanträge vor, sieben von einzelnen Universitäten und vier von Verbünden.
- Begutachtung. Internationale Gutachtendengruppen besuchen die Standorte und bewerten den Antrag. Das Committee of Experts, ein international besetztes Expertengremium, spricht auf dieser Grundlage eine Empfehlung aus.
- Entscheidung. Die Exzellenzkommission entscheidet. Ihr gehören das Committee of Experts sowie die für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Minister des Bundes und der Länder an.
Die Zuständigkeiten sind geteilt: Der Wissenschaftsrat führt die Förderlinie Exzellenzuniversitäten durch, die DFG die Förderlinie Exzellenzcluster. Die Grundlage bildet eine Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern aus dem Jahr 2016, die 2022 aktualisiert wurde. Eine Antragsberechtigung ist nur die Eintrittskarte: Von den elf Neuanträgen wurden fünf ausgewählt.
Wie die Förderung weiterläuft
Die Förderung ist dauerhaft angelegt, aber an Bedingungen geknüpft. Wer weiter gefördert werden will, muss erneut genug Exzellenzcluster einwerben, mindestens zwei als Einzeluniversität und drei als Verbund, und alle sieben Jahre eine Evaluation bestehen. Für die erste Evaluation reichten die Standorte im Sommer 2025 Selbstberichte ein, von September bis Dezember 2025 folgten Besuche internationaler Gutachtender. Die erste Wettbewerbsrunde hatte 2019 zehn Einzeluniversitäten und einen Verbund ausgewählt. Wie sich das Programm weiterentwickelt, wollen Bund und Länder nach einem Erfahrungsbericht des Committee of Experts beraten, der für Juni 2027 angekündigt ist.
Was unterscheidet Exzellenzuniversitäten und Exzellenzcluster?
Beide Begriffe gehören zur selben Exzellenzstrategie, bezeichnen aber verschiedene Dinge. Ein Exzellenzcluster ist ein gefördertes Forschungsfeld, an dem eine oder mehrere Universitäten arbeiten. Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten fördert dagegen die Universität oder den Verbund insgesamt.
| Merkmal | Exzellenzuniversität | Exzellenzcluster |
|---|---|---|
| Gegenstand | die Universität oder der Verbund als Ganzes | ein Forschungsfeld, gefördert als Projekt |
| Durchführung | Wissenschaftsrat; Entscheidung durch die Exzellenzkommission | DFG; Entscheidung durch die Exzellenzkommission |
| Laufzeit | dauerhaft angelegt, Evaluation alle sieben Jahre; neue Phase 2027 bis 2033 | sieben Jahre; laufende Phase 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2032, 70 Cluster |
| Bedeutung für eine konkrete Stelle | beschreibt den Arbeitgeber, nicht die Finanzierung der Stelle | nur dann einschlägig, wenn die Ausschreibung die Stelle dem Cluster zuordnet |
Ein Cluster macht eine Universität nicht automatisch zur Exzellenzuniversität. Er ist die Voraussetzung, um überhaupt antreten zu dürfen. Umgekehrt ist nicht jede Stelle an einer Exzellenzuniversität eine Stelle in einem Cluster oder aus Exzellenzmitteln bezahlt. Ob ein Projekt aus der Exzellenzstrategie finanziert wird, steht in der Ausschreibung, sonst fragen Sie nach. Welche Cluster es in Ihrem Fach gibt, zeigt die Karte der geförderten Projekte bei der DFG (externe Originalquelle). Wie die DFG insgesamt fördert und welche Programme Stellen schaffen, erklärt unser Artikel zur DFG; einen Überblick über alle Geldgeber gibt der Artikel Drittmittel.
Was bringt der Exzellenzstatus für Ihre Bewerbung?
Der Status sagt Ihnen etwas über das Umfeld, nicht über die Stelle. Eine Exzellenzuniversität oder ein Exzellenzverbund hat mehrere Exzellenzcluster eingeworben und sich im Antrag eine strategische Entwicklung vorgenommen, an der sie gemessen wird. Ob Sie dort gut arbeiten können, entscheidet sich aber in der einzelnen Arbeitsgruppe: am Thema, an der Betreuung, an der Ausstattung und am Vertrag.
Unsere Einordnung: Nehmen Sie den Status als einen Punkt unter mehreren, nicht als Entscheidungsgrund. Eine passende Arbeitsgruppe an einer Universität ohne diese Förderung ist für Ihre Laufbahn meist mehr wert als eine unpassende an einer Exzellenzuniversität. Die folgenden Fragen sind redaktionelle Entscheidungshilfen; sie beschreiben keine nachgewiesenen Wirkungen der Auszeichnung.
| Vorhaben | Was beim konkreten Angebot zu prüfen ist |
|---|---|
| Promotion | Passt das Forschungsthema? Wer betreut? Welche Zeit ist für die Promotion vorgesehen? Wie sind Finanzierung und Laufzeit geregelt? |
| Postdoc | Welche Geräte, Daten und Kooperationen sind für das eigene Vorhaben zugänglich? Welche Aufgaben und Spielräume stehen im Angebot? |
| Professur | Welche Ausstattung, Stellen und Strukturen gehören tatsächlich zum Berufungsangebot? Was ist zugesagt, was lediglich Teil einer allgemeinen Hochschulstrategie? |
| Verwaltung, Technik und weitere Tätigkeiten | Welche Aufgaben, Eingruppierung und Vertragsbedingungen nennt die konkrete Stelle? Der Hochschulstatus beschreibt den Arbeitgeber, nicht die Bewertung der einzelnen Tätigkeit. |
Für die Promotion zählt vor allem die Betreuung. Fragen Sie im Gespräch, wie oft Sie Ihre Betreuerin oder Ihren Betreuer sehen, wie viele Promovierende die Gruppe hat und wie lange der Vertrag läuft. Wie Sie das Thema und die Stelle finden, steht im Artikel zur Promotion. Als Postdoc profitieren Sie am ehesten von einem Umfeld mit vielen Partnern, wenn Sie dessen Geräte, Daten und Netzwerke tatsächlich nutzen dürfen; lassen Sie sich das konkret beschreiben. Mehr zur Phase nach der Promotion lesen Sie im Artikel Postdoc.
Bei einer Professur gilt: Was die Exzellenzstrategie der Universität vorsieht, ist noch keine Zusage an Sie. Verbindlich ist, was in der Berufungsvereinbarung steht, also Ausstattung, Mitarbeiterstellen und Mittel. Wie Sie das verhandeln, erklären die Artikel zur Berufungsverhandlung und zur Bewerbung auf eine Professur. In Verwaltung und Technik beschreibt die Auszeichnung den Arbeitgeber. Über Ihre Aufgaben und Ihre Bezahlung sagt sie nichts; maßgeblich sind die Stellenbeschreibung und die Eingruppierung nach Tarifvertrag.
Auch beim Gehalt gibt es keinen Exzellenzaufschlag. Tarifbeschäftigte werden nach dem jeweils geltenden Tarifvertrag bezahlt, etwa dem TV-L, dem TV-H oder dem TVöD; Professorinnen und Professoren erhalten W-Besoldung, und bei außertariflichen Verträgen gilt die Vereinbarung. Das gilt gleich, ob die Universität ausgezeichnet ist oder nicht. Was eine Stelle nach Entgeltgruppe und Stufe einbringt, zeigt der Artikel zum Gehalt wissenschaftlicher Mitarbeiter, die Besoldung von Professuren der Artikel W1, W2, W3. Eine Erfolgsgarantie für die Bewerbung ist der Status ebenso wenig: Entschieden wird nach Ihrer Eignung für die konkrete Aufgabe.
Hochschulprofile und Stellen an Exzellenzuniversitäten
Die Namen in der Liste führen zu unseren Hochschulprofilen. Dort finden Sie die offenen Stellen des jeweiligen Hauses, und zwar für alle Tätigkeiten von der Promotionsstelle bis zur Verwaltung. Diese Stellen sind nicht automatisch aus Exzellenzmitteln finanziert. Bei Freiburg, Jena, Köln und den Mitgliedern der beiden neuen Verbünde beginnt die Förderung als Exzellenzuniversität erst am 1. Januar 2027.
Wenn Sie nicht nach Hochschule, sondern nach Laufbahnstufe suchen, helfen unsere Übersichten der Doktorandenstellen, der Postdoc-Stellen und der Professuren. Alle Universitäten mit Profil finden Sie in der Übersicht der Universitäten.
Häufige Fragen zu Exzellenzuniversitäten
Wie viele Exzellenzuniversitäten gibt es?
Ab dem 1. Januar 2027 sind es 15 Förderfälle: zwölf einzelne Universitäten und drei Verbünde, zusammen 20 Universitäten. Die Charité ist als Partnerin des Berliner Verbunds dabei und in diesen Zahlen nicht eigens gezählt; die Zählweise steht unter der Liste.
Welche Universitäten kommen ab 2027 hinzu?
Am 2. Oktober 2026 wurden die Universität Freiburg, die Universität Jena und die Universität zu Köln sowie zwei Verbünde ausgewählt: die Rhein-Main-Universitäten aus Darmstadt, Frankfurt am Main und Mainz und das Ruhr Innovation Lab aus Bochum und Dortmund. Ihre Förderung beginnt am 1. Januar 2027.
Warum wird Konstanz nicht weiter als Exzellenzuniversität gefördert?
Die Universität Konstanz erreichte nach der Clusterentscheidung von 2025 nicht mehr die Mindestanzahl an Exzellenzclustern, die für die Weiterförderung verlangt ist. Bis Ende 2026 bleibt sie gefördert. Das ist eine Folge der Programmregeln und keine Bewertung der ganzen Universität.
Sind Elite-Uni und Exzellenzuniversität dasselbe?
Gemeint sind meist dieselben Hochschulen, aber nur „Exzellenzuniversität“ ist die Bezeichnung des Förderprogramms von Bund und Ländern. „Elite-Uni“ ist ein umgangssprachliches Wort und klingt nach einer festen Spitzengruppe, obwohl die Förderung auf Wettbewerb, Begutachtung und regelmäßiger Überprüfung beruht.
Wird eine Universität mit einem Exzellenzcluster automatisch Exzellenzuniversität?
Nein. Exzellenzcluster sind die Voraussetzung für einen Antrag: mindestens zwei für eine einzelne Universität, mindestens drei für einen Verbund. Danach folgen Antrag, Begutachtung und die Entscheidung der Exzellenzkommission.
Gehören FU, HU, TU Berlin und Charité dazu?
Ja, als Berlin University Alliance. Die Freie Universität, die Humboldt-Universität, die Technische Universität und die Charité werden gemeinsam als ein Exzellenzverbund gefördert, auch ab 2027. Im Programm ist das ein Förderfall; in unserer Zählung stehen die drei Universitäten einzeln, die Charité als Partnerin darunter.
Bekomme ich an einer Exzellenzuniversität automatisch mehr Gehalt?
Nein. Aus dem Status der Universität folgt kein bestimmtes Entgelt. Maßgeblich ist die Ausschreibung: Bei Tarifstellen der Tarifvertrag, nach dem die Stelle eingruppiert ist, bei Professuren die W-Besoldung, bei außertariflichen Verträgen die Vereinbarung. Die Beträge nach Entgeltgruppe und Stufe erklärt unser Artikel zum Gehalt wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Quellen
Die Liste und alle Zahlen stützen sich auf die gemeinsamen Mitteilungen von Wissenschaftsrat und DFG sowie auf die Angaben des Berliner Verbunds.
- Wissenschaftsrat und DFG: Entscheidungen über neue Exzellenzstandorte getroffen, gemeinsame Pressemitteilung Nr. 40 vom 2. Oktober 2026, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Wissenschaftsrat und DFG: Zehn Exzellenzstandorte werden weitergefördert, gemeinsame Pressemitteilung Nr. 4 vom 11. März 2026, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Berlin University Alliance: Exzellenzstrategie, abgerufen am 8. Oktober 2026
- DFG: Exzellenzstrategie, Vorstellung der Förderlinien und Entscheidungsgremien, abgerufen am 8. Oktober 2026