Corresponding Author: Aufgaben und Unterschied zum Erstautor
Der Corresponding Author, auf Deutsch korrespondierender Autor, ist die benannte Kontaktperson eines wissenschaftlichen Artikels. Er koordiniert die Kommunikation mit der Zeitschrift und bleibt auch nach der Veröffentlichung für Rückfragen erreichbar. Diese Aufgabe sagt für sich genommen nicht, wer den größten wissenschaftlichen Beitrag geleistet hat. Ob der Erstautor, eine erfahrene Mitautorin oder eine andere Person sie übernimmt, sollte das Team früh vereinbaren und mit den Vorgaben des Journals abgleichen.
Rollen im Vergleich Rollen im VergleichZum Inhalt
Kurz gesagt
- Kommunikation: Unterlagen und Rückfragen mit der Redaktion koordinieren – von der Einreichung über Begutachtung und Revision bis zur Veröffentlichung.
- Team informieren: Das Autorenteam über Entscheidungen, Gutachten und Fristen auf dem Laufenden halten und die Freigaben aller einholen.
- Nach Erscheinen: Für Fragen zum Artikel erreichbar bleiben. Wer den größten Beitrag geleistet hat, sagt die Rolle nicht.
Vor der Einreichung vereinbaren
- Kontakt und Vertretung: Wer kommuniziert mit dem Journal, und wer vertritt diese Person bei Urlaub, Krankheit oder knappen Fristen?
- Beiträge und Reihenfolge: Wie werden Beiträge, Autorenreihenfolge und Freigaben dokumentiert – etwa mit CRediT und einer kurzen Rollentabelle?
- Wenn sich das Team nicht einigt: Änderungen der Autorenliste brauchen die Zustimmung aller; bei Streit klärt die Ombudsperson, nicht die Redaktion.
Inhalt
Was ist ein Corresponding Author?
Der Corresponding Author, auch Korrespondenzautorin oder Korrespondenzautor genannt, ist die Person, die für das ganze Autorenteam mit der Zeitschrift spricht. Sie reicht in der Regel ein, beantwortet Fragen der Redaktion und bleibt nach dem Erscheinen Ansprechperson.
Die Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE) beschreiben den Corresponding Author als die eine Person mit der Hauptverantwortung für die Kommunikation mit dem Journal während Einreichung, Begutachtung und Veröffentlichung. Springer Nature verlangt, dass sie bestätigt, für alle Mitautorinnen und Mitautoren handeln zu dürfen und dass alle der Autorenliste und den Beitragsangaben zugestimmt haben. Die Rolle ist damit eine Vollmacht, kein Rang.
Die Markierung als Kontaktperson sagt für sich nichts darüber, wem die Idee gehört, wer rechtlich haftet oder wer am meisten beigetragen hat. Für den Inhalt tragen nach dem Kodex der Deutschen Forschungsgemeinschaft alle Autorinnen und Autoren gemeinsam Verantwortung, sofern nichts anderes ausgewiesen ist (Leitlinie 14).
Corresponding Author, Erstautor und Letztautor im Vergleich
Kontaktperson, erster und letzter Platz der Autorenliste beantworten verschiedene Fragen; keine lässt sich aus einer anderen ableiten.
| Rolle / Ordnung | Erklärung |
|---|---|
| Corresponding Author | Die Ansprechperson für den Verlag während der Einreichung und für spätere Rückfragen von Lesern. |
| Erstautor | Die Person, die den Hauptteil der praktischen Arbeit (z. B. Datenerhebung, Analysen) und des Schreibens übernommen hat. |
| Letztautor | Die Person, die das Projekt wissenschaftlich geleitet, betreut und die Mittel bereitgestellt hat (Senior-Autorschaft). |
| Geteilte Erstautorschaft | Kennzeichnung von zwei oder mehr Personen, die einen gleichwertigen Hauptbeitrag zur Arbeit geleistet haben. |
| Alphabetische Reihenfolge | Eine rein namenbasierte Sortierung ohne Auskunft über die Beitragsverteilung (fachspezifisch, z. B. Mathematik). |
Grundlagen: ZB MED/PUBLISSO zur Rolle von Autorinnen und Autoren (Stand 01/2026); DFG-Kodex, Leitlinie 14 mit Erläuterungen zu Ehrenautorschaft und geteilter Erstautorschaft.
Die Reihenfolge ist Fachkultur, keine Regel
Ob der erste Platz die meiste Arbeit und der letzte die Projektleitung anzeigt, hängt vom Fach, vom Land und von der Zeitschrift ab. Der DFG-Kodex verlangt, dass sich das Team rechtzeitig über die Reihenfolge verständigt, in der Regel spätestens beim Schreiben des Manuskripts, nach nachvollziehbaren Kriterien und den Konventionen des Fachs. Auch die ICMJE-Empfehlungen überlassen die Kriterien der Reihenfolge ausdrücklich dem Autorenteam, nicht der Redaktion.
Die Liste ist dabei oft länger als die tatsächliche Mitarbeit. Wer das Labor leitet, die Mittel eingeworben oder die Promotion betreut hat, steht in vielen Fächern wie selbstverständlich mit auf dem Aufsatz, auch ohne Anteil am Manuskript. Der Grund: Publikationslisten entscheiden über Habilitation und Berufung, und wer als Privatdozentin oder Privatdozent auf eine Professur hofft, braucht laufend neue Aufsätze. So entstehen Ehrenautorschaften, die der DFG-Kodex ausdrücklich für unzulässig erklärt: Autorin oder Autor ist nur, wer einen genuinen, nachvollziehbaren Beitrag geleistet hat; eine Leitungs- oder Vorgesetztenfunktion begründet für sich allein keine Mitautorschaft (Leitlinie 14 mit Erläuterungen). Die ICMJE-Empfehlungen gehen weiter und verlangen alle vier Kriterien zugleich.
Die Kehrseite: Wer auf der Liste steht, trägt nach dem Kodex die Verantwortung für den Inhalt mit, auch für Teile, die er nie geprüft hat. Ein späterer Fehler oder eine Fälschung trifft jeden genannten Namen.
Unsere Einordnung: Der Kodex ist eindeutig, die Machtverhältnisse an einem Lehrstuhl sind es auch. Wer promoviert und zugleich mit befristetem Vertrag am selben Lehrstuhl angestellt ist, hängt doppelt von derselben Person ab: als Betreuung der Promotion und als Vorgesetzte, die über die Verlängerung entscheidet. Dass die Leitung mitgenannt wird, ist deshalb in vielen Arbeitsgruppen der Preis des Systems. Trotzdem müssen Sie nicht alles hinnehmen. Wer die meiste Arbeit gemacht hat, steht vorn; das ist die Konvention, und darauf dürfen Sie bestehen. Soll auf Wunsch der Betreuung jemand auf die Liste, dessen Beitrag Ihnen nicht klar ist, fragen Sie nach, worin der Beitrag besteht. Für Postdocs und Kolleginnen sind Publikationen wichtig, aber wer genannt wird, soll auch beigetragen haben. Die Frage stellt sich leichter, wenn Sie früh und schriftlich klären, wer was tut, und den Beitrag in einer Beitragserklärung festhalten; sie belegt Ihre Arbeit, wer auch immer sonst genannt wird. Lesen Sie fremde Autorenlisten mit demselben Wissen: Nicht jeder Name steht für Mitarbeit, und die Konvention des Fachs entscheidet, was ein Platz bedeutet. Erst wenn ein Konflikt offen bleibt, hilft die Ombudsperson Ihrer Hochschule, nicht die Redaktion.
Beispiel: sieben Namen, drei Beiträge
Ein Labor in den Lebenswissenschaften, sieben Namen auf dem Entwurf:
| Person | Beitrag | Einordnung |
|---|---|---|
| Doktorandin | Versuche geplant und durchgeführt, Daten ausgewertet, Manuskript geschrieben | Erstautorin, unstrittig |
| Postdoc | Methode etabliert, Doktorandin täglich angeleitet, Auswertung geprüft | Zweitautor, legitim |
| Betreuer und Lehrstuhlinhaber | Projekt konzipiert, Mittel eingeworben, Interpretation diskutiert, Manuskript überarbeitet | Letztautor und Corresponding Author, legitim |
| Technische Assistentin | Proben nach Protokoll aufbereitet | Danksagung, keine Autorschaft |
| Kooperationspartner einer anderen Universität | Zelllinie geliefert, Manuskript nie gesehen | Danksagung; Autorschaft nur, wenn er Daten mit interpretiert und die Endfassung freigibt |
| Institutsdirektor | steht auf allen Aufsätzen des Instituts | Ehrenautorschaft, nach dem DFG-Kodex unzulässig |
| Kollege aus dem Nachbarlabor | „hat mich letztes Jahr auch draufgesetzt“ | Gegenseitigkeit, unzulässig |
Aus sieben Namen werden drei Autoren und eine Danksagung mit zwei Namen; zwei Namen fallen ganz weg. Der Maßstab ist derselbe wie oben: Der DFG-Kodex verlangt einen genuinen, nachvollziehbaren Beitrag und schließt Ehrenautorschaft aus (Leitlinie 14); nach den ICMJE-Empfehlungen reichen Mittel einwerben, die allgemeine Aufsicht über eine Arbeitsgruppe oder Hilfe beim Schreiben und Redigieren allein nicht für eine Autorschaft. Die Doktorandin wird den Direktor trotzdem nicht streichen können. Ihr Hebel ist die Beitragserklärung, die viele Journale verlangen: Für den Direktor und den Kollegen aus dem Nachbarlabor lässt sich dort kein ehrlicher Beitrag eintragen. Das macht das Gespräch leichter als ein Streit um Plätze.
Passende Stellen
1.285 Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende aktuell ausgeschrieben
Welche Aufgaben fallen wann an?
Die Arbeit des Corresponding Author verteilt sich auf drei Phasen; die wissenschaftliche Verantwortung bleibt beim ganzen Team.
Die drei Phasen im Überblick
| Phase | Was der Corresponding Author übernimmt | Was beim Team bleibt |
|---|---|---|
| Vor der Einreichung | dafür sorgen, dass alle die eingereichte Fassung kennen und der Autorenliste und den Beitragsangaben zustimmen; Angaben zu Autorschaft, Ethikvotum, Registrierung und Interessenkonflikten vollständig machen | Entscheidung, wer Autorin oder Autor ist; Freigabe der Endfassung durch jede Person |
| Begutachtung und Revision | Fragen der Redaktion zügig beantworten, Gutachten und Entscheidungen an alle weitergeben, Antworten und überarbeitete Fassung einreichen | inhaltliche Antwort auf die Gutachten; Zustimmung zu jeder Änderung der Autorenliste |
| Nach dem Erscheinen | Ansprechperson für Fragen zum Artikel bleiben, Kritik und Anfragen nach Daten an das Team weitergeben und beantworten | Klärung, wenn Fragen zur Richtigkeit eines Teils der Arbeit aufkommen |
Fundstellen: ICMJE-Empfehlungen, Fassung Januar 2026, Abschnitt II.A.1 und II.A.2; PLOS ONE, Authorship, Abschnitt „Corresponding Author Responsibilities“; Springer Nature, Editorial policies, Abschnitt „Corresponding authors“.
PLOS zählt die Pflichten einzeln auf: Alle Autorinnen und Autoren müssen Zugang zur eingereichten Endfassung haben, der Autorenliste und den Beitragsangaben zustimmen und die letzte Fassung vor der Veröffentlichung gesehen haben. Danach informiert der Corresponding Author alle über aufkommende Fragen.
Was die ICMJE-Regeln für die Medizin festlegen
Die ICMJE-Empfehlungen stammen von medizinischen Zeitschriftenherausgebern und gelten dort, wo ein Journal sie übernimmt, also vor allem in der Medizin und angrenzenden Fächern. Danach erledigt der Corresponding Author typischerweise die Verwaltungsanforderungen des Journals, darf sie aber an Mitautoren delegieren. Er soll während der Begutachtung zeitnah antworten und nach der Veröffentlichung auf Kritik und auf Anfragen nach Daten reagieren. Die Redaktionen sollen Kopien der gesamten Korrespondenz an alle Autorinnen und Autoren schicken. Wer in der Danksagung genannt wird, soll dem schriftlich zugestimmt haben; diese Zustimmungen holt nach ICMJE der Corresponding Author ein.
Wie dokumentiert man Beiträge und Autorenreihenfolge?
Am besten schriftlich und früh: Beiträge, Reihenfolge und Kontaktperson. Der DFG-Kodex empfiehlt, bei Publikationen mit mehreren Beteiligten so früh wie möglich schriftlich festzulegen, wer welchen Beitrag leisten soll.
CRediT beschreibt Beiträge, nicht Autorschaft
Viele Verlage fragen die Beiträge nach der Contributor Role Taxonomy ab, kurz CRediT. Sie umfasst 14 Rollen, von Conceptualization bis Writing – review & editing, und ist seit 2022 ein ANSI/NISO-Standard. PLOS verlangt bei der Einreichung für jede Person eine Beitragserklärung nach CRediT und erwartet, dass alle sie vorher besprochen haben.
Drei Punkte werden oft verwechselt. Erstens: CRediT entscheidet nicht, wer Autorin oder Autor ist; die Taxonomie ist nach Angabe von NISO ausdrücklich nicht dafür gedacht. Zweitens: Eine Person kann mehrere Rollen haben und dieselbe Rolle kann bei mehreren Personen stehen. Drittens: Die Kommunikation mit dem Journal ist keine der 14 Rollen. Im Beispiel erhält Eva deshalb nicht für die Korrespondenz eine CRediT-Rolle, sondern etwa für Supervision.
Ob ein Beitrag für die Autorschaft reicht, entscheiden die Kriterien des Fachs und des Journals. Der DFG-Kodex verlangt einen genuinen, nachvollziehbaren Beitrag zum wissenschaftlichen Inhalt und die Zustimmung zur finalen Fassung; eine Leitungs- oder Vorgesetztenfunktion allein begründet keine Mitautorschaft (Leitlinie 14). Die ICMJE-Empfehlungen sind strenger und verlangen vier Kriterien zugleich, darunter die Freigabe der Endfassung und die Bereitschaft, für alle Teile der Arbeit einzustehen. Ein Häkchen bei einer CRediT-Rolle ersetzt keines davon.
Wenn sich das Team nicht einigt
Ändert sich die Autorenliste nach der Einreichung, brauchen Journals die Zustimmung aller. PLOS verlangt dafür einen Antrag des Corresponding Author mit der schriftlichen Zustimmung aller, auch der Personen, die hinzukommen, wegfallen oder den Platz wechseln; nach dem Erscheinen ändert PLOS die Liste nur noch über eine Korrektur. Elsevier betrachtet Änderungen nach der Einreichung nur in Ausnahmefällen und lässt nach der Annahme keine mehr zu. Bei Wiley laufen Änderungen vor der Veröffentlichung über die Redaktion, danach über ein eigenes Formular, jeweils mit Zustimmung aller.
Nach den ICMJE-Empfehlungen soll bei Streit die Einrichtung, an der die Arbeit entstanden ist, den Fall klären, nicht die Redaktion. An deutschen Hochschulen ist das in der Regel die Ombudsperson für gute wissenschaftliche Praxis, die der DFG-Kodex in Leitlinie 6 vorsieht. Der Kodex hält außerdem fest, dass niemand die nötige Zustimmung zu einer Veröffentlichung ohne hinreichenden Grund verweigern darf; eine Verweigerung muss mit nachprüfbarer Kritik an Daten, Methoden oder Ergebnissen begründet werden.
Welche Bedeutung hat die Rolle für eine kumulative Dissertation oder Bewerbung?
Für die Promotion zählt, was Ihre Promotionsordnung verlangt. Ob sie die Kontaktrolle berücksichtigt, steht dort.
Ein Beispiel, das sie ausdrücklich nennt, ist die Promotionsordnung des Fachbereichs Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin. Dort muss die Doktorandin oder der Doktorand in den Einzelarbeiten einer kumulativen Dissertation eine herausgehobene Position einnehmen; als solche gelten die Erstautorschaft, die Rolle als Korrespondenzautorin oder Korrespondenzautor oder eine Ko-Autorschaft mit substanziellem Beitrag, den die Betreuung bestätigt (§ 7 Abs. 2, Lesefassung mit der Änderung vom 30. April 2024). Wie andere Ordnungen den eigenen Anteil fassen, zeigt der Vergleich im Artikel Kumulative Dissertation.
Häufige Fragen zum Corresponding Author
Was heißt Corresponding Author auf Deutsch?
Üblich sind korrespondierender Autor, Korrespondenzautorin oder Korrespondenzautor. Gemeint ist die Person, die für das Autorenteam mit der Zeitschrift kommuniziert und nach der Veröffentlichung Ansprechperson für Rückfragen ist.
Ist der Corresponding Author automatisch der wichtigste Autor?
Nein. Die Rolle beschreibt die Kommunikation mit der Zeitschrift, nicht den Umfang des wissenschaftlichen Beitrags. Was jede Person beigetragen hat, zeigt die Beitragserklärung, etwa nach CRediT; die Reihenfolge der Namen folgt den Konventionen des Fachs.
Darf ein Doktorand Corresponding Author sein?
Ja, wenn das Team es vereinbart und das Journal nichts anderes vorgibt. Die Richtlinien von ICMJE, Elsevier, PLOS, Springer Nature und Wiley knüpfen die Rolle an keinen Titel und keine Position. Entscheidend ist, dass die Person für alle sprechen darf und auch nach dem Ende der Promotionsstelle erreichbar bleibt.
Können zwei Personen Corresponding Author sein?
Das regelt jedes Journal selbst. Die ICMJE-Empfehlungen beschreiben eine einzelne Person mit der Hauptverantwortung für die Kommunikation. Wiley erlaubt mehrere Corresponding Authors, verlangt aber bei der Einreichung eine verantwortliche Person, die Vereinbarungen unterschreibt und die Veröffentlichung freigibt.
Welche E-Mail-Adresse sollte der Corresponding Author angeben?
Eine Adresse, die über Jahre erreichbar bleibt und die Sie regelmäßig lesen. Eine ORCID iD macht Sie zusätzlich auffindbar; PLOS verlangt sie vom Corresponding Author bei der Einreichung. Wer eine befristete Stelle hat, vereinbart im Team, wer Rückfragen nach einem Wechsel beantwortet.
Was passiert, wenn der Corresponding Author die Hochschule verlässt?
Die Aufgabe endet nicht mit dem Vertrag: Nach den ICMJE-Empfehlungen soll die Person auch nach der Veröffentlichung für Rückfragen und Datenanfragen erreichbar sein. Teilen Sie der Redaktion eine neue Adresse mit und informieren Sie das Team. Stirbt die Kontaktperson, benennen die Mitautoren bei Elsevier und Wiley eine neue; Elsevier sieht das auch vor, wenn sie nicht mehr handeln kann.
Darf man die Autorenreihenfolge nach der Einreichung ändern?
Nur mit Zustimmung aller Autorinnen und Autoren und nach den Regeln des Journals. PLOS lässt Änderungen auf Antrag des Corresponding Author mit schriftlicher Zustimmung aller zu, nach der Veröffentlichung über eine Korrektur. Elsevier prüft Änderungen nach der Einreichung nur in Ausnahmefällen und lässt nach der Annahme keine mehr zu.
Muss der Corresponding Author alle Formulare selbst ausfüllen?
Er sorgt dafür, dass sie vollständig sind. Die ICMJE-Empfehlungen nennen etwa Angaben zur Autorschaft, Ethikvoten, Studienregistrierung und Offenlegungen und erlauben ausdrücklich, diese Aufgaben an Mitautoren zu delegieren.
Quellen
Richtlinien, Standards und Ordnungen, auf die sich dieser Artikel stützt; für eine konkrete Einreichung gelten die Autorenhinweise der jeweiligen Zeitschrift.
- ICMJE: Defining the Role of Authors and Contributors, Recommendations, Fassung Januar 2026, Abschnitt II.A, abgerufen am 8. Oktober 2026
- NISO: CRediT role descriptors und How to implement CRediT (ANSI/NISO-Standard seit 2022), abgerufen am 8. Oktober 2026
- Deutsche Forschungsgemeinschaft: Kodex „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“, Leitlinie 14 Autorschaft mit Erläuterungen (Kodex in Kraft seit 1. August 2019), Portal wissenschaftliche-integritaet.de, abgerufen am 8. Oktober 2026
- PLOS ONE: Authorship, Abschnitte Author Contributions, Corresponding Author Responsibilities, Authorship Changes und ORCID, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Elsevier: Publishing ethics, Abschnitte Authorship of the paper, Group Authorship, Deceased and Incapacitated Authors, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Wiley: Best Practice Guidelines on Research Integrity and Publishing Ethics, Stand Juli 2026, Abschnitt Authorship, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Springer Nature: Editorial policies, Abschnitt Corresponding authors, abgerufen am 8. Oktober 2026
- ZB MED/PUBLISSO: Zur Rolle von wissenschaftlichen Autor:innen, Stand FAQ 01/2026, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Freie Universität Berlin: Promotionsordnung des Fachbereichs Biologie, Chemie, Pharmazie, Lesefassung mit der Zweiten Änderungsordnung vom 30. April 2024 (Amtsblatt Nr. 12/2024), § 7 Abs. 2, abgerufen am 8. Oktober 2026