Desk Rejection: Gründe und nächste Schritte nach Ablehnung

Eine Desk Rejection ist die Ablehnung eines Manuskripts durch die Redaktion, bevor es in die externe Begutachtung geht. Dahinter können etwa eine fehlende thematische Passung, formale Probleme oder inhaltliche Einwände stehen. Für den nächsten Schritt zählt der konkrete Ablehnungsgrund. Ein neues Journal kommt ebenso infrage wie eine gründliche Überarbeitung. Anders ist die Lage bei einer Revisionsaufforderung: Dann erwartet das Journal eine überarbeitete Fassung und eine nachvollziehbare Antwort auf die Rückmeldungen.

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Von Aktualisiert: 12. Oktober 2026 · Quellenstand 10/2026
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Zwei Wissenschaftlerinnen lesen an einem Schreibtisch in einer Bibliothek gemeinsam ein Schreiben

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Was bedeutet Desk Rejection?

Eine Desk Rejection ist eine Absage vom Schreibtisch der Redaktion: Der Editor lehnt das Manuskript ab, bevor externe Fachgutachter es zu sehen bekommen. Taylor & Francis beschreibt den Ablauf so: Besteht ein Artikel die ersten Prüfungen nach der Einreichung nicht, kann der Editor ihn sofort ablehnen; diese Entscheidung heißt „desk reject“ (Taylor & Francis, Understanding peer review).

Davon zu unterscheiden sind zwei andere Briefe, die oft ähnlich nüchtern klingen:

  • Ablehnung nach Begutachtung (Reject nach Review). Hier haben Fachgutachter das Manuskript gelesen, und die Redaktion entscheidet auf Grundlage ihrer Gutachten. Dem Brief liegen in der Regel die Gutachten oder Auszüge daraus bei.
  • Rückgabe zur Nachbesserung. Bei PLOS ONE prüfen Redaktion und Mitarbeitende zuerst etwa Angaben zu Interessenkonflikten, die Einhaltung der Ethikvorgaben, die Finanzierungsangaben und die Verfügbarkeit der Daten; Einreichungen können in dieser Phase zur Änderung oder Klärung an die Autoren zurückgehen (PLOS ONE, Editorial and Peer Review Process). Das ist keine Ablehnung, sondern eine Bitte, Unterlagen zu ergänzen.

Beispiel: richtiges Thema, falsches Journal. Eine Erziehungswissenschaftlerin reicht eine Studie über zwei Lehrformate in Hochschulseminaren bei einer Zeitschrift ein, die nach ihrer eigenen Themenbeschreibung ausschließlich Schulforschung veröffentlicht. Neun Tage später kommt die Absage ohne Gutachten: Das Manuskript passe nicht zum Profil der Zeitschrift. Über die Qualität der Studie sagt dieser Brief wenig; sie stand am falschen Ort.

Wie ein Begutachtungsverfahren insgesamt abläuft und welche Modelle es gibt, von einfach anonym bis offen, erklärt unser Artikel Peer Review.

Warum lehnt eine Redaktion ein Paper direkt ab?

Die Verlage nennen in ihren Autorenhilfen weitgehend dieselben Gründe. Sie lassen sich zu vier Gruppen bündeln.

Das Manuskript passt nicht zum Journal. An erster Stelle steht bei Taylor & Francis die Einreichung beim falschen Journal (Taylor & Francis, 5 reasons for desk rejection). Springer Nature führt „out of scope“ als redaktionellen Ablehnungsgrund und daneben einen zweiten, schwerer greifbaren: Der Beitrag bringe für dieses Journal keinen ausreichenden Fortschritt oder zu wenig Wirkung (Springer Nature, Common rejection reasons). Das ist eine Einschätzung über die Leserschaft, kein Urteil darüber, ob Ihre Ergebnisse stimmen.

Der Text ist kein Zeitschriftenartikel dieser Art. Taylor & Francis nennt Manuskripte, die eher einem Buchkapitel oder einer verkürzten Abschlussarbeit ähneln. Das betrifft gerade Promovierende, die ein Dissertationskapitel ohne Umbau einreichen.

Formale Vorgaben sind nicht erfüllt. Wiley zählt zu den Gründen für eine Ablehnung vor der Begutachtung fehlende Bestandteile wie Titel, Autorenangaben oder Literaturverzeichnis, unklare oder unvollständige Abbildungen, sprachliche Mängel und Verstöße gegen die Richtlinien des Journals (Wiley, Peer Review Process). Springer Nature nennt fehlende Struktur, nicht eingehaltene Formatvorgaben und eine Sprache, die Leser nicht verstehen können.

Inhaltliche oder ethische Bedenken. Auch ohne Gutachter kann ein Editor erkennen, dass Hypothese oder Forschungsziel unklar bleiben, dass ein Ethikvotum oder eine Einwilligung fehlt oder dass Plagiatsverdacht besteht. Wiley nennt außerdem die gleichzeitige Einreichung bei mehreren Journals als Grund für eine sofortige Ablehnung.

Viele Ablehnungsbriefe bestehen aus zwei, drei Standardsätzen. Der genannte Grund ist deshalb ein Ausgangspunkt, nicht immer die ganze Erklärung. Lesen Sie den Brief trotzdem genau: Zwischen „passt nicht zu unserem Profil“ und „die Schlussfolgerungen sind durch die Daten nicht gedeckt“ liegen völlig unterschiedliche nächste Schritte.

Unsere Einordnung: Eine schnelle Absage tut weh, ist aber oft die günstigere Variante. Sie kostet Tage statt Monate, und Sie können sofort neu planen. Aus der Geschwindigkeit allein lässt sich weder ablesen, dass Ihre Forschung schwach ist, noch, dass die Redaktion das Manuskript nicht gelesen hat.

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Überarbeiten, anderes Journal oder Rückfrage?

Bevor Sie reagieren, lohnt eine Pause. Wiley rät, nach einem Entscheidungsbrief 24 bis 72 Stunden zu warten, bevor Sie antworten. Danach hilft die folgende Tabelle: links, was der Brief sagt, in der Mitte, was Sie zuerst klären, rechts der Schritt, der meist sinnvoll ist.

Was der Brief sagtWas zuerst zu klären istMöglicher nächster Schritt
Passt nicht zum Profil des JournalsLag es am Thema, an der Zielgruppe oder am Artikeltyp? Themenbeschreibung und aktuelle Hefte des Journals vergleichenanderes Journal wählen, Einleitung und Begleitschreiben auf dessen Leserschaft zuschneiden
Formale Vorgaben nicht erfülltwelche Vorgabe genau fehlt: Länge, Struktur, Erklärungen, AbbildungenUnterlagen vervollständigen; ob eine erneute Einreichung beim selben Journal erwünscht ist, im Brief nachlesen oder bei der Redaktion nachfragen
Methodische oder inhaltliche Einwändeob die Einwände zutreffen; im Autorenteam ehrlich prüfen, ob Daten und Analyse die Schlussfolgerung tragenerst überarbeiten, dann neu einreichen, gleich bei welchem Journal
Ablehnung nach Begutachtung, mit Gutachtenwelche Kritik berechtigt ist und welche auf einem Missverständnis beruhtManuskript verbessern und bei einem anderen Journal einreichen; Einspruch nur bei nachweisbarem Fehler
Major oder Minor RevisionFrist, Zahl und Art der Forderungen, wer welche Aufgabe übernimmtüberarbeiten und mit einem Antwortbrief fristgerecht einreichen

Drei typische Situationen zeigen, wie verschieden die erste Prüfung ausfällt:

SituationNächste sinnvolle Prüfung
Das Journal veröffentlicht keine Beiträge zu dieser ZielgruppeFachliche Ausrichtung eines anderen Journals und dessen aktuelle Beiträge prüfen
Die zentrale Schlussfolgerung geht über die erhobenen Daten hinausAnalyse und Aussage im Autorenteam überarbeiten, bevor neu eingereicht wird
Zwei Gutachter verlangen widersprüchliche AbgrenzungenKonflikt konkret benennen und bei der Redaktion um Priorisierung bitten

Eine methodische Kritik verschwindet nicht, wenn Sie das Journal wechseln. Wer dasselbe Manuskript unverändert weiterreicht, riskiert dieselben Einwände ein zweites Mal; Wiley rät ausdrücklich davon ab, ein Manuskript unverändert bei einem anderen Journal einzureichen. Bei einer reinen Profilfrage dagegen müssen Sie an den Ergebnissen nichts ändern, wohl aber an Rahmung, Einleitung und Begleitschreiben.

Einspruch (Appeal): nur mit belegbarem Fehler

Die folgenden Verlage ermöglichen einen förmlichen Einspruch. Voraussetzungen und Verfahren unterscheiden sich, die Hürden sind hoch:

  • Elsevier prüft Einsprüche nur für Manuskripte, die begutachtet wurden, nicht für solche, die die Redaktion direkt abgelehnt hat. Der Einspruch muss innerhalb eines Monats nach der Entscheidung schriftlich eingehen, vom Corresponding Author mit Zustimmung aller Autoren. Unterschiedliche Ansichten über Interesse, Neuheit oder Eignung für das Journal sind kein Einspruchsgrund; je Einreichung gibt es einen Einspruch, und dessen Ergebnis ist endgültig (Elsevier, Editorial Decision Appeals Policy).
  • PLOS ONE nimmt Einsprüche nur an, wenn ein Gutachter oder Editor einen erheblichen sachlichen Fehler gemacht hat oder ein belegter Interessenkonflikt seine Objektivität in Frage stellt, und nur, wenn eine Korrektur die Entscheidung tatsächlich ändern würde.
  • Springer Nature schreibt, Einsprüche hätten nur in einer Handvoll Fälle Erfolg, meist mit starken Belegen oder neuen Daten. Sie werden nachrangig zu neuen Einreichungen bearbeitet und dauern mindestens mehrere Wochen.
  • Taylor & Francis prüft einen Einspruch je Artikel; die Entscheidung darüber ist endgültig (Taylor & Francis, Peer review appeals and complaints).

Daraus folgt eine klare Empfehlung: Gegen eine Desk Rejection wegen fehlender Passung lohnt ein Einspruch so gut wie nie. Er kommt nur in Betracht, wenn Sie einen konkreten, belegbaren Fehler zeigen können, etwa eine Kritik, die sich auf eine Analyse bezieht, die gar nicht im Manuskript steht. Eine kurze, höfliche Rückfrage an die Redaktion ist etwas anderes: Wenn der Brief offen lässt, ob eine überarbeitete Fassung willkommen wäre, dürfen Sie danach fragen.

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Major Revision, Minor Revision und Revise and Resubmit

Eine Revisionsentscheidung ist keine Annahme, aber eine echte Chance: Das Journal möchte eine verbesserte Fassung sehen. Beide Formen sind eine Rückgabe zur Überarbeitung mit Bedingung. Veröffentlicht wird nur, sofern die überarbeitete Fassung die Forderungen erfüllt; eine Ablehnung bleibt möglich.

  • Minor Revision: Das Manuskript geht mit der Bitte um kleinere Änderungen an die Autoren zurück. Wurden nur kleine Änderungen verlangt, kann die Nachprüfung nach Wiley beim zuständigen Editor allein liegen.
  • Major Revision: Das Manuskript geht mit der Bitte um größere Änderungen an die Autoren zurück. Wird ein Beitrag zur Revision zurückgegeben, sollen die Gutachter nach Wiley die neue Fassung erhalten, sofern sie sich nicht von der weiteren Begutachtung abgemeldet haben (Wiley, The Peer Review Process).

Die Bezeichnungen sind nicht überall deckungsgleich. Taylor & Francis fasst kleine und größere Änderungsforderungen unter „Revise and Resubmit“ zusammen und unterscheidet darin „minor“ und „major amendments“. Die Redaktion prüft die überarbeitete Fassung und schickt sie oft in eine zweite Begutachtungsrunde. Auch dann ist eine Ablehnung noch möglich, wenn der Editor die Änderungen für unzureichend hält. Maßgeblich ist deshalb Ihr Brief: Ob eine überarbeitete Fassung derselben Einreichung erwartet wird oder eine neue Einreichung, steht dort oder im Einreichungssystem.

Fristen setzt jedes Journal selbst. Ein Beispiel: PLOS Genetics nennt als übliche Frist 60 Tage für eine Major Revision und 30 Tage für eine Minor Revision und gewährt nach eigener Angabe gern kurze Verlängerungen (PLOS Genetics, Revising your manuscript). Wenn absehbar ist, dass eine neue Analyse oder ein zusätzliches Experiment länger dauert, bitten Sie den zuständigen Editor früh um mehr Zeit, nicht am letzten Tag.

So gehen Sie eine Revision an:

  1. Brief und alle Gutachten vollständig lesen, dann einen Tag Abstand gewinnen.
  2. Alle Kommentare nummerieren. Wiley schlägt vor, sie nach Art des Aufwands zu ordnen: Klarstellung, neue Analyse, neue Experimente, nicht umsetzbare Forderung.
  3. Frist eintragen und Aufgaben im Autorenteam verteilen. Die Fäden hält meist der Corresponding Author zusammen, der auch mit der Redaktion korrespondiert.
  4. Änderungen im Manuskript sichtbar machen. PLOS ONE verlangt drei Dateien: den Antwortbrief, eine Fassung mit hervorgehobenen Änderungen und eine saubere Fassung (PLOS ONE, Revising your manuscript).
  5. Den Antwortbrief parallel zur Überarbeitung schreiben, nicht erst am Ende.
  6. Vor dem Hochladen jede Antwort gegen die angegebene Seite im Manuskript prüfen.

Response to Reviewers: eine verständliche Antwort schreiben

Der Antwortbrief, englisch Response to Reviewers, soll Gutachtern und Editor auf einen Blick zeigen, was Sie geändert haben und wo. Taylor & Francis empfiehlt einen festen Aufbau: eine kurze Einleitung mit Dank an Editor und Gutachter, dann je ein Abschnitt für die Kommentare des Editors und jedes Gutachters. Zu jedem Punkt steht zuerst der Kommentar im Wortlaut, darunter Ihre Antwort und die Änderung; geänderter Text wird abgesetzt, etwa kursiv oder in einem Kasten (Taylor & Francis, How to respond to reviewer comments).

Drei Regeln helfen beim Ton:

  • Jeden Punkt beantworten. Auch kleine Hinweise auf Tippfehler bekommen eine Zeile. PLOS verlangt ausdrücklich, auf alle Kommentare von Gutachtern und Editoren einzugehen und die Änderungen aufzulisten.
  • Widerspruch ist erlaubt, wenn er begründet ist. Taylor & Francis nennt Peer Review einen Dialog, in dem respektvoller Widerspruch gegenüber Gutachter und Editor normal ist, sofern Sie gut begründen. Hat ein Gutachter etwas missverstanden, nehmen Sie das als Hinweis, die Stelle klarer zu schreiben.
  • Sachlich bleiben. Wiley rät, bei den Fakten zu bleiben und persönliche Angriffe zu vermeiden.

Widersprechen sich zwei Gutachten, sollten Sie nicht stillschweigend einer Seite folgen. Benennen Sie den Konflikt im Antwortbrief, erklären Sie, welche Lösung Sie gewählt haben und warum, und bitten Sie den Editor bei grundsätzlichen Gegensätzen schon vor der Überarbeitung um eine Einordnung.

Das Manuskript erneut einreichen

Nach einer Ablehnung geht es meist zu einem anderen Journal. Das ist der normale Weg: Taylor & Francis rät nach einer Ablehnung ausdrücklich dazu, bei einem anderen Journal einzureichen. Damit die zweite Einreichung nicht an denselben Punkten scheitert, prüfen Sie vorher:

  • Vorgaben des neuen Journals. Länge, Gliederung, Zitierstil, Abstract und Pflichterklärungen unterscheiden sich von Journal zu Journal.
  • Zielgruppe und Artikelart. Ein Beitrag für eine fachübergreifende Leserschaft braucht eine andere Einleitung als einer für Spezialisten.
  • Begleitschreiben. Schreiben Sie den Cover Letter neu. Ein Brief, in dem nur der Name des Journals ausgetauscht wurde, fällt auf, im schlimmsten Fall mit dem alten Namen an einer übersehenen Stelle.
  • Versionen und Anonymisierung. Laden Sie die aktuelle Fassung hoch, nicht die Datei mit Änderungsmarkierungen. Verlangt das neue Journal eine anonymisierte Manuskriptfassung für Double-anonymous Peer Review, richten Sie sie nach dessen Vorgaben ein. Prüfen Sie Namen, Danksagung und Dateimetadaten. Eigene Arbeiten zitieren Sie so, dass Ihre Identität nicht unnötig offengelegt wird.
  • Freigaben. Alle Mitautorinnen und Mitautoren müssen der neuen Einreichung zustimmen, auch wenn sich am Text wenig geändert hat.

Nie zwei Journals gleichzeitig. Wiley nennt die gleichzeitige Einreichung bei mehreren Journals als Grund für eine Ablehnung vor der Begutachtung. Springer Nature rät, das Manuskript beim bisherigen Journal förmlich zurückzuziehen und sich den Rückzug bestätigen zu lassen, bevor Sie es anderswo einreichen. Das gilt auch, wenn ein Einspruch läuft oder Sie eine Revision nicht mehr fortsetzen wollen: Lassen Sie eine aktive Einreichung nicht einfach liegen.

Manche Verlage bieten nach einer Ablehnung einen Transfer zu einer anderen Zeitschrift des Hauses an. Bei Wiley entscheiden Sie selbst, ob Sie das Angebot annehmen; Manuskript, Dateien und vorhandene Gutachten gehen dann an das neue Journal, und Sie können vorher noch Änderungen vornehmen. Eine Annahme ist damit nicht verbunden, der Editor des neuen Journals entscheidet eigenständig (Wiley, Manuscript Transfer).

Was lässt sich vor der ersten Einreichung klären?

Manche Gründe für eine Desk Rejection lassen sich vor dem Hochladen prüfen. Eine Annahme sichert keine Checkliste, aber die vermeidbaren Gründe fallen weg:

  1. Fachliche Passung. Themenbeschreibung (Aims and Scope) lesen und die Inhaltsverzeichnisse der letzten Hefte durchsehen: Erscheinen dort Arbeiten mit Ihrer Methode, Ihrer Zielgruppe, Ihrem Datentyp?
  2. Artikeltyp. Passt Ihr Manuskript in eine der Rubriken, die das Journal anbietet, und hält es deren Umfang ein?
  3. Vollständige Unterlagen. Autorenrichtlinien Punkt für Punkt abhaken: Abstract, Schlüsselwörter, Abbildungen in verlangter Qualität, Erklärungen zu Interessenkonflikten, Finanzierung, Ethikvotum und Datenverfügbarkeit.
  4. Freigabe aller Autoren. Reihenfolge der Autorinnen und Autoren, Beiträge und die Rolle des Corresponding Author vor dem Hochladen festlegen.

Welche Zeitschriften in Ihrem Fach als besonders angesehen gelten und wie Sie Rankings lesen, erklärt unser Artikel zum Journal-Ranking. Vor unseriösen Angeboten schützt der Beitrag über Predatory Journals: Ein Journal, das jedes Manuskript ohne Begutachtung annimmt, ist keine Alternative zu einer Ablehnung. Wer in einer kumulativen Dissertation mehrere Aufsätze unterbringen muss, plant Ablehnungen und Revisionsrunden am besten von Anfang an in den Zeitplan ein.

Publizieren gehört auf vielen Stellen in der Wissenschaft zum Alltag. Offene Stellen finden Sie unter Doktorandenstellen und Postdoc-Stellen.

Häufige Fragen zu Desk Rejection und Revision

Was ist eine Desk Rejection?

Die Ablehnung eines Manuskripts durch den Editor oder die Redaktion, bevor externe Fachgutachter es lesen. Häufige Gründe sind fehlende Passung zum Journal, ein unpassender Artikeltyp, nicht erfüllte Formalien oder grundlegende inhaltliche oder ethische Bedenken.

Kann man gegen eine Desk Rejection Einspruch einlegen?

Das hängt vom Verlag ab und lohnt selten. Elsevier prüft Einsprüche nur für begutachtete Manuskripte, nicht für direkt abgelehnte, und schließt Meinungsverschiedenheiten über Neuheit oder Eignung für das Journal aus. PLOS ONE prüft Einsprüche nur bei einem erheblichen sachlichen Fehler oder einem belegten Interessenkonflikt. Bei fehlender Passung ist ein anderes Journal fast immer der bessere Weg.

Bedeutet Minor Revision, dass das Paper angenommen ist?

Nein, noch nicht. Das Journal erwartet eine überarbeitete Fassung und entscheidet danach. Die Chancen stehen gut, wenn Sie alle Punkte sorgfältig beantworten, aber auch nach einer Revisionsrunde ist eine Ablehnung möglich, wenn der Editor die Änderungen für unzureichend hält.

Was ist der Unterschied zwischen Major und Minor Revision?

Beide sind eine Rückgabe zur Überarbeitung, keine Annahme. Bei einer Minor Revision verlangt das Journal kleinere Korrekturen, die nach Wiley auch der Editor allein nachprüfen kann. Bei einer Major Revision geht es um größere Änderungen, etwa neue Analysen oder eine andere Argumentation; die überarbeitete Fassung geht dann in der Regel erneut an die Gutachter. In beiden Fällen bleibt eine Ablehnung möglich. Die Begriffe werden nicht überall gleich verwendet; maßgeblich ist der Entscheidungsbrief.

Wie lange habe ich für eine Revision Zeit?

Das legt jedes Journal selbst fest; die Frist steht im Entscheidungsbrief oder im Einreichungssystem. PLOS Genetics nennt zum Beispiel 60 Tage für eine Major und 30 Tage für eine Minor Revision. Brauchen Sie länger, bitten Sie den Editor früh um eine Verlängerung.

Wie schreibe ich eine Response to Reviewers?

Danken Sie kurz für die Gutachten, ordnen Sie die Antwort nach Editor und Gutachtern und setzen Sie zu jedem Kommentar dessen Wortlaut, Ihre Antwort, die Änderung im Manuskript und die genaue Fundstelle. Begründeter, sachlicher Widerspruch ist erlaubt.

Darf ich ein abgelehntes Paper bei einem anderen Journal einreichen?

Ja, das ist der übliche Weg. Überarbeiten Sie das Manuskript vorher anhand der Gründe und Gutachten, passen Sie es an die Vorgaben des neuen Journals an und schreiben Sie das Begleitschreiben neu.

Darf ich ein Paper gleichzeitig bei zwei Journals einreichen?

Nein. Wiley nennt die gleichzeitige Einreichung als Grund für eine Ablehnung vor der Begutachtung. Springer Nature rät, das Manuskript beim bisherigen Journal förmlich zurückzuziehen und die Bestätigung abzuwarten, bevor Sie es anderswo einreichen.

Quellen

Autorenhilfen und Richtlinien der Verlage, gelesen am 8. Oktober 2026: