Promotionsnoten: summa cum laude, magna cum laude, cum laude — was sie bedeuten

In diesem Artikel geht es um die Noten der Promotion: was summa cum laude, magna cum laude, cum laude und rite bedeuten, wie die Gesamtnote aus Dissertation und Disputation entsteht, was einzelne Promotionsordnungen für die Bestnote verlangen und wie oft welche Note vergeben wird. 2024 erhielten 78 Prozent der Promotionen mit bekannter Note summa oder magna cum laude, die meisten davon magna cum laude (Destatis: 20.217 von 25.898, Anteil daraus berechnet).

Von Aktualisiert: 1. Oktober 2026 · Quellenstand 09/2026
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Eine frisch promovierte Doktorandin und der Rektor mit Amtskette reichen sich die Hand; er hält die Promotionsurkunde mit der Note magna cum laude

Kurz gesagt

Für wen ist dieser Artikel?

  • Promovierende vor Abgabe und Disputation, die wissen wollen, was ihre Promotionsordnung für summa cum laude verlangt, wie die Gesamtnote aus Gutachten und mündlicher Prüfung berechnet wird und wie ihre Note im Vergleich zum Fach dasteht.
  • Arbeitgeber, Berufungskommissionen und Personalabteilungen, die eine Promotionsnote einordnen wollen: welche Note wie häufig ist, warum sie zwischen Fächern und Hochschulen verschieden vergeben wird und was sie aussagt.

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Inhalt

Summa cum laude (lateinisch „mit höchstem Lob“) ist die beste Promotionsnote und bedeutet „mit Auszeichnung“. Magna cum laude („mit großem Lob“) heißt „sehr gut“ und ist in der üblichen deutschen Skala die zweitbeste Note, cum laude („mit Lob“) heißt „gut“. Rite („ordnungsgemäß“) bedeutet „genügend“ — die niedrigste Note, mit der eine Promotion bestanden ist. Wer nicht besteht, erhält je nach Ordnung „non sufficit“, „insufficiens“, „insufficienter“ oder „non rite“.

Welche Noten es gibt und wie sie entstehen, legt jede Hochschule in ihrer Promotionsordnung fest, oft jede Fakultät für sich. Eine deutschlandweit einheitliche Notentabelle gibt es nicht. Die Beispiele in diesem Artikel stammen aus 21 Promotionsordnungen: von deutschen Universitäten, von zwei Promotionseinrichtungen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und von zwei Schweizer Universitäten; jede Aussage trägt ihre Fundstelle.

Was bedeuten summa cum laude, magna cum laude und cum laude?

Die wörtliche Bedeutung der vier Stufen steht im Duden. Wie „gut“ eine Stufe ist, beschreibt etwa die Promotionsordnung der Universität zu Köln in § 12 Abs. 1:

Was bedeutet summa cum laude?

Summa cum laude heißt wörtlich „mit höchstem Lob“ und ist die Bestnote, auf Deutsch „mit Auszeichnung“ oder „ausgezeichnet“. Köln vergibt sie „bei außergewöhnlich hoher wissenschaftlicher Leistung“. Viele Ordnungen knüpfen sie an zusätzliche Bedingungen, etwa einstimmige Gutachten oder ein externes Gutachten (Voraussetzungen für summa cum laude).

Was bedeutet magna cum laude?

Magna cum laude heißt „mit großem Lob“ und steht in der üblichen deutschen Skala für „sehr gut“ — die zweitbeste Note. Köln vergibt sie „bei überdurchschnittlicher wissenschaftlicher Leistung“. Sie ist zugleich die häufigste Promotionsnote: 2024 erhielten sie 60,5 Prozent der Promotionen mit bekannter Note.

Was bedeutet cum laude?

Cum laude heißt „mit Lob“ und steht für „gut“. Köln beschreibt sie als „wissenschaftliche Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht“.

Was bedeutet rite bei der Promotion?

Rite heißt „ordnungsgemäß“ und steht für „genügend“, in manchen Ordnungen für „ausreichend“ — nicht für „gut“. Köln vergibt sie für eine Leistung, „die den Anforderungen noch genügt“. Rite ist die niedrigste Note, mit der die Promotion bestanden ist.

Was bedeutet satis bene?

Satis bene ist eine zusätzliche Stufe zwischen cum laude und rite, die nur einzelne Ordnungen kennen. Die Juristische Fakultät der Universität Göttingen zählt summa (0), magna (1), cum laude (2), satis bene (3), rite (4) und non sufficit (5) (§ 9 Abs. 1). Marburg vergibt „Note 3 (= satis bene) für eine befriedigende Leistung“ (§ 11 Abs. 1), Mannheim in der Rechtswissenschaft „satis bene“ „für eine befriedigende Leistung“ (§ 12 Abs. 3).

Was bedeutet insigni cum laude?

Insigni cum laude steht in Schweizer Ordnungen zwischen summa und magna cum laude. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Basel vergibt es für Zehntelnoten von 5,25 bis 5,74 als „sehr gut (insigni cum laude)“ (§ 18 Abs. 5); magna cum laude heißt dort „gut“. Die Philosophische Fakultät der Universität Zürich führt 6,0 summa, 5,5 insigni, 5,0 magna, 4,5 cum laude und 4,0 rite (§ 45).

Non sufficit, insufficiens, non rite: nicht bestanden

Für das Nichtbestehen gibt es keinen einheitlichen Namen: „non sufficit“ in Heidelberg (§ 12) und Leipzig (§ 19 Abs. 1), „insufficiens“ in Köln, „insufficienter“ an der LMU München (§ 10 Abs. 3) und in Marburg, „non rite“ an der FU Berlin (§ 14 Abs. 1) und im Promotionszentrum SGW in Sachsen-Anhalt. Endgültig nicht bestanden haben 2024 bundesweit 9 von 28.180 Promotionsprüfungen.

Die Prädikate im Überblick

Die Übersicht fasst zusammen, wie die Ordnungen die Stufen benennen. Die Zahlenwerte sind Beispiele: Je nach Ordnung ist die Bestnote 0, 0,5 oder 1.

Prädikatwörtlichdeutsche NoteZahlenwert (Beispiele)Hinweis
summa cum laudemit höchstem Lobmit Auszeichnung, ausgezeichnet0 (Köln, Bonn, SGW), 0,5 (LMU LIPP), 1,0 (Leipzig), 1 (Heidelberg WiSo)Bestnote; oft nur einstimmig oder mit externem Gutachten
insigni cum laudesehr gut (Basel)5,25–5,74 (Basel), 5,5 (Zürich)nur in Schweizer Ordnungen, zwischen summa und magna cum laude
magna cum laudemit großem Lobsehr gut; in Basel „gut“1 (Köln, SGW), 1,0/1,3 (Hamburg), 1,3 (Leipzig), 2 (Heidelberg WiSo)in der deutschen Skala zweitbeste und häufigste Note
cum laudemit Lobgut2 (Köln, SGW), 1,7–2,3 (Hamburg, Leipzig), 3 (Heidelberg WiSo)
satis benebefriedigend3 (Göttingen Jura, Marburg)nur in einzelnen Ordnungen, zwischen cum laude und rite
riteordnungsgemäßgenügend, teils ausreichend3 (Köln, SGW), 2,7/3,0 (Hamburg), 2,7–3,3 (Leipzig), 4 (Heidelberg WiSo)niedrigste bestandene Note
non sufficit, insufficiens, insufficienter, non ritenicht genügend, nicht bestanden4 (Köln, SGW), 5,0 (Leipzig)Name je nach Ordnung

Wörtliche Übersetzung: Duden (summa cum laude, magna cum laude, cum laude, rite). Zahlenwerte und deutsche Noten: die Promotionsordnungen im Abschnitt Unterschiede zwischen Hochschulen.

Ohne lateinische Prädikate kommen einige Ordnungen aus. Das Promotionskolleg NRW der Hochschulen für angewandte Wissenschaften vergibt nach seiner Rahmenpromotionsordnung von 2023 „Ausgezeichnet“ (0,0), „Sehr gut“, „Gut“, „Befriedigend“ und „Genügend“ (bis 4,0) (§ 13 Abs. 1). Die Philosophische Fakultät der Universität Kiel benotet die Dissertation mit „opus eximium (ausgezeichnet)“, „opus valde laudabile (sehr gut)“, „opus laudabile (gut)“ und „opus idoneum (genügend)“ (§ 25 Abs. 2).

Wie entsteht die Gesamtnote? Dissertation, Disputation, Gewichtung

Die Gesamtnote setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Note der Dissertation, die aus den Gutachten kommt, und der Note der mündlichen Prüfung — je nach Ordnung Disputation, Rigorosum oder Verteidigung (Rigorosum oder Disputation). Wie beide Teile gewichtet werden, steht in der Promotionsordnung:

  • Doppelt: Die Dissertation zählt zweimal, die Disputation einmal — so in Köln (§ 12 Abs. 3), an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät in Bonn (§ 16 Abs. 3), in Hamburg (§ 12) und im Promotionskolleg NRW (§ 13 Abs. 2). Zwei Drittel zu einem Drittel rechnen Heidelberg (§ 19 Abs. 3), Leipzig (§ 19 Abs. 2) und das Promotionszentrum SGW (§ 18 Abs. 2).
  • Anders gewichtet: Marburg rechnet drei Viertel zu einem Viertel (§ 15 Abs. 2), die Medizinische Fakultät der LMU München die Dissertation mal 1,5 (§ 12 Abs. 2). Im Promotionsstudiengang LIPP der LMU zählen beide Teile gleich (§ 18 Abs. 2).
  • Ohne feste Zahl: Die FU Berlin gewichtet die Dissertation „stärker“ als die Disputation (§ 12 Abs. 1); an der RWTH Aachen setzt die Promotionskommission die Gesamtnote fest (§ 6 Abs. 2).
  • Nur die Dissertation: An der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich entspricht die Gesamtnote der Note der Dissertation (§ 44).

Auch die Rundung ist verschieden: Köln streicht nach der ersten Dezimale „ohne Rundung“, das Promotionskolleg NRW rundet auf, das Promotionszentrum SGW vergibt bei Bruchteilen bis 0,5 die bessere Note.

Beispiel nach der Kölner OrdnungDissertation 1,0 (magna), Disputation 0 (summa): (2 × 1,0 + 0) : 3 = 0,66, nach der ersten Dezimale gestrichen 0,6 — das ist magna cum laude, denn 0,1 bis 1,4 heißt dort „sehr gut“. Summa cum laude gibt es in Köln nur, wenn Dissertation und Disputation beide mit „0“ bewertet sind (§ 12 Abs. 3 und 4).

Was braucht man für summa cum laude?

Ein guter Schnitt allein reicht selten. Die Ordnungen verlangen zusätzlich:

  • Einstimmigkeit: in Köln alle Gutachtenden der Dissertation, alle Prüfenden und der Vorsitz der Disputation (§ 12 Abs. 4); im Promotionszentrum SGW alle Gutachten und alle Mitglieder der Promotionskommission (§ 18 Abs. 3).
  • Externe Gutachten: Köln bestellt eine externe Gutachterin oder einen externen Gutachter hinzu, wenn alle Gutachten „0“ vorschlagen (§ 9 Abs. 3); Hamburg verlangt mindestens ein externes Gutachten und bei zwei summa-Gutachten ein drittes, externes (§ 9 Abs. 5); die Medizinischen Fakultäten in Heidelberg holen „zwei zusätzliche externe Gutachten“ ein (§ 9 Abs. 4); Kiel ein drittes Gutachten, wenn beide Gutachten „opus eximium“ vorschlagen (§ 16 Abs. 4).
  • Eine Höchstnote in beiden Teilen: In Hamburg braucht die Disputation die Note 1,0 (§ 12); an der Medizinischen Fakultät der LMU München muss die Dissertation summa und die mündliche Prüfung magna sein — summa gibt es für die mündliche Prüfung dort nicht (§ 11 Abs. 4).
  • Einen genauen Wert: Leipzig vergibt summa nur bei der Endnote 1,00 (§ 19 Abs. 2), Bonn nur bei 0,0 (§ 16 Abs. 3).
  • Einen internationalen Maßstab: Die TU München verlangt eine „im internationalen Vergleich herausragende wissenschaftliche Leistung“ (§ 17 Abs. 2).

Die FU Berlin vergibt summa für die Dissertation im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften nur, wenn beide Gutachten summa vorschlagen und die Arbeit nicht zur Mängelbeseitigung zurückgegeben wurde (§ 10 Abs. 1).

Unterschiede zwischen Hochschulen: 17 Promotionsordnungen im Vergleich

Drei Unterschiede fallen beim Vergleich der Ordnungen auf:

  • TU München: Die Promotionsordnung vom 12. März 2012 (Fassung 2021) kennt keine Stufen cum laude und rite. Das Ergebnis lautet „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“; besonders anzuerkennende Leistungen erhalten zusätzlich magna, international herausragende summa cum laude (§ 11 Abs. 2).
  • Promotionen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften: Das Promotionskolleg NRW vergibt deutsche Noten von „Ausgezeichnet“ bis „Genügend“, einschließlich „Befriedigend“. Das Promotionszentrum SGW in Sachsen-Anhalt bleibt bei summa, magna, cum laude, rite und non rite. Mehr zum Promotionsrecht: Promotionsrecht an HAW.
  • Medizin: Die Medizinischen Fakultäten in Heidelberg lassen keine Zwischennoten zu; die Medizinische Fakultät in Bonn vergibt Einzelnoten nur als Zahlen von 0,0 bis 4,0 und das lateinische Prädikat erst für die Gesamtnote.
Hochschule, Fakultät (Fassung)NotenstufenGesamtnoteBestnote nur, wenn …
Uni Köln, Math.-Nat. Fakultät (2025)
§ 9 Abs. 3, § 12
0 summa · 1 magna · 2 cum laude · 3 rite · 4 insufficiens; Zwischenwerte ±0,3, 1,5 und 2,5Dissertation doppelt, Disputation einfach; erste Dezimale ohne Rundungalle Gutachtenden bzw. alle Prüfenden und der Vorsitz schlagen „0“ vor; dann zusätzlich ein externes Gutachten
Uni Bonn, Math.-Nat. Fakultät (2023)
§ 16
summa 0,0 · magna bis 1,5 · cum laude bis 2,5 · rite bis 3,0Dissertation doppelt, Disputation einfachGesamtwert genau 0,0
Uni Bonn, Medizin (2021)
§ 10
Einzelnoten als Zahlen: ausgezeichnet 0,0 · sehr gut 1,0 · gut 2,0 · genügend 3,0 · nicht genügend 4,0Mittel aus den Noten der beiden Gutachten und der DisputationsnoteGesamtwert genau 0,0
Uni Hamburg, MIN-Fakultät (2012)
§ 9 Abs. 5, § 10, § 12
magna 1,0/1,3 · cum laude 1,7–2,3 · rite 2,7/3,0; summa „in Ausnahmefällen“Dissertation doppelt so schwer wie die Disputationalle Gutachten schlagen summa vor, mindestens eines extern; die Disputation hat 1,0
Uni Leipzig, Chemie (2025)
§ 19
summa 1,0 · magna 1,3 · cum laude 1,7–2,3 · rite 2,7–3,3 · non sufficit 5,0zwei Drittel Gutachten, ein Drittel VerteidigungEndnote genau 1,00
Uni Heidelberg, Wirtschafts- und Sozialwiss. (2021)
§ 11 Abs. 3, § 19 Abs. 3
summa 1 · magna 2 · cum laude 3 · rite 4; Zwischennoten ±0,3zwei Drittel Dissertation, ein Drittel DisputationDurchschnitt bis 1,50
Uni Heidelberg, Medizin (2016)
§ 9 Abs. 4, § 12
summa · magna · cum laude · rite · non sufficit; Zwischennoten unzulässigPromotionskonferenz auf Vorschlag des Promotionsausschusseszwei zusätzliche externe Gutachten zur Dissertation
LMU München, Medizinische Fakultät, Dr. rer. nat. (2016)
§ 10 Abs. 3, § 11 Abs. 4, § 12
magna 1 · cum laude 2 · rite 3 · insufficienter 4; summa als „1*“Dissertation × 1,5 plus mündliche Prüfung, geteilt durch 2,5Dissertation summa und mündliche Prüfung magna; mündlich gibt es kein summa
LMU München, Promotionsstudiengang LIPP (2010)
§ 13 Abs. 3, § 15 Abs. 1, § 18 Abs. 2
summa 0,5 · magna 1 · cum laude 2 · rite 3Mittel aus Dissertation und Disputation, gleich gewichtetGesamtwert bis 0,6; bewerten beide Referenten mit summa, kommt ein dritter hinzu
TU München (2021)
§ 11 Abs. 2, § 17 Abs. 2
„Bestanden“ oder „Nicht bestanden“, dazu magna oder summa als Zusatzprädikatkeine DurchschnittsnoteDissertation und mündliche Prüfung übereinstimmend; „im internationalen Vergleich herausragende“ Leistung
RWTH Aachen, Elektrotechnik (2021)
§ 6 Abs. 2
mit Auszeichnung (summa) · sehr gut (magna) · gut (cum laude) · genügend (rite)Gesamtnote setzt die Promotionskommission fest
FU Berlin, Wirtschaftswissenschaft (2013)
§ 11 Abs. 3, § 14
summa · magna · cum laude · rite · non rite; feiner mit „melius quam“ / „peius quam“Dissertation stärker als Disputation, ohne feste Zahlalle Gutachten mindestens „peius quam summa cum laude“
FU Berlin, Politik- und Sozialwiss. (2018/2025)
§ 10 Abs. 1, § 12 Abs. 1
mit Auszeichnung (summa) · sehr gut (magna) · gut (cum laude) · genügend (rite)Dissertation stärker als Disputation, ohne feste Zahlbeide Gutachten summa, ohne Rückgabe zur Mängelbeseitigung
Uni Marburg, Geschichte und Kulturwiss. (2021)
§ 11, § 15
magna 1 · cum laude 2 · satis bene 3 · rite 4 · insufficienter 5; summa zur Note 1drei Viertel Dissertation, ein Viertel DisputationDissertation und Disputation beide summa
Uni Göttingen, Jura (2016/2026)
§ 9
summa 0 · magna 1 · cum laude 2 · satis bene 3 · rite 4 · non sufficit 5; keine Zwischennotenbeide Gutachten und die mündliche Note, geteilt durch drei
Promotionskolleg NRW (2023/2025)
§ 13
Ausgezeichnet 0,0 · Sehr gut 0,1–1,3 · Gut 1,4–2,3 · Befriedigend 2,4–3,3 · Genügend 3,4–4,0Dissertation doppelt, auf eine Stelle aufgerundetNote 0,0 („Ausgezeichnet“)
Promotionszentrum SGW, Sachsen-Anhalt (2022)
§ 18 Abs. 2 und 3
summa 0 · magna 1 · cum laude 2 · rite 3 · non rite 4zwei Drittel Dissertation, ein Drittel Disputationalle Gutachten und alle Mitglieder der Promotionskommission vergeben summa

Jede Zeile nach dem Volltext der verlinkten Ordnung, abgerufen am 29.09.2026. Maßgeblich ist die Ordnung, nach der das eigene Verfahren läuft; sie steht auf der Seite der Fakultät.

Wie oft wird welche Note vergeben?

Im Prüfungsjahr 2024 wurden in Deutschland 28.180 Promotionsprüfungen abgelegt. Bei 25.898 ist die Note bekannt; so verteilten sie sich:

Note der Promotion 2024Anzahl (Destatis)Anteil in %
summa cum laude (Destatis: mit Auszeichnung)4.55217,6 %
magna cum laude (sehr gut)15.66560,5 %
cum laude (gut)5.15319,9 %
rite oder satis bene (befriedigend)4841,9 %
ausreichend (in einzelnen Ordnungen: rite)440,2 %
Promotionen mit bekannter Note25.898100 %
Note nicht bekannt2.2738,1 % aller
endgültig nicht bestanden90,03 % aller
Abgelegte Promotionsprüfungen insgesamt28.180100 %

Anzahl: Destatis, Tabelle 21321-13, Prüfungsjahr 2024; Anteil berechnet aus diesen Fallzahlen (Notenstufen: Anteil an den Promotionen mit bekannter Note; die zwei Zeilen „aller“: Anteil an allen abgelegten Promotionsprüfungen). Destatis zählt in deutschen Notenstufen; die lateinischen Prädikate folgen den Ordnungen: „mit Auszeichnung (summa cum laude)“, „sehr gut (magna cum laude)“, „gut (cum laude)“ etwa in Köln (§ 12 Abs. 1); „befriedigend = rite“ an der FU Berlin (§ 16 Abs. 6), „satis bene“ für eine befriedigende Leistung in Marburg (§ 11 Abs. 1) und Mannheim (§ 12 Abs. 3); „rite (ausreichend)“ an der FU Berlin, Wirtschaftswissenschaft (§ 14 Abs. 1), und in Marburg.

Magna cum laude ist damit der Regelfall, summa cum laude und magna cum laude zusammen machen mehr als drei Viertel aus. Die beiden unteren Stufen der Statistik, befriedigend und ausreichend, kommen zusammen auf rund 2 Prozent.

Promotionsnoten nach Fächern

Zwischen den Fächern liegen weite Abstände: In den Wirtschaftswissenschaften erhielt 2024 gut jede dritte Promotion summa cum laude, in der Zahnmedizin weniger als jede zwanzigste. Human- und Zahnmedizin vergeben besonders oft cum laude: 33,5 und 44,9 Prozent.

StudienbereichPromotionen 2024mit bekannter Notesumma cum laudemagna cum laudecum laude
Wirtschaftswissenschaften1.3051.217421
34,6 %
618
50,8 %
161
13,2 %
Rechtswissenschaften1.1011.026295
28,8 %
504
49,1 %
185
18,0 %
Psychologie541499136
27,3 %
318
63,7 %
38
7,6 %
Geschichte38936178
21,6 %
223
61,8 %
53
14,7 %
Informatik1.166979216
22,1 %
661
67,5 %
94
9,6 %
Mathematik549509113
22,2 %
337
66,2 %
51
10,0 %
Maschinenbau/Verfahrenstechnik1.7181.527321
21,0 %
966
63,3 %
222
14,5 %
Elektrotechnik und Informationstechnik804699135
19,3 %
441
63,1 %
114
16,3 %
Chemie2.2492.079366
17,6 %
1.510
72,6 %
197
9,5 %
Physik, Astronomie1.6911.526255
16,7 %
1.096
71,8 %
165
10,8 %
Biologie2.4002.227367
16,5 %
1.559
70,0 %
272
12,2 %
Humanmedizin (ohne Zahnmedizin)7.3906.966715
10,3 %
3.683
52,9 %
2.331
33,5 %
Veterinärmedizin32327712
4,3 %
192
69,3 %
72
26,0 %
Zahnmedizin84882637
4,5 %
391
47,3 %
371
44,9 %
Alle Fächer28.18025.8984.552
17,6 %
15.665
60,5 %
5.153
19,9 %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht Prüfungen an Hochschulen 2024, Tabelle 21321-13, Prüfungsjahr 2024, erschienen am 18. September 2025. Anzahl: Destatis; Anteil in Prozent: an den Promotionen mit bekannter Note, berechnet aus diesen Fallzahlen.

Werden Promotionsnoten besser?

Nach einer Auswertung des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (heute DZHW) auf Grundlage der amtlichen Statistik lag der Anteil der Bestnote in den Jahren 2001 bis 2003 „bei etwa 17 Prozent“; in den Jahren 2013 bis 2015 wurden „knapp 20 Prozent der Promotionen mit summa cum laude bewertet“. Die Autoren sprechen von einer „Stabilisierung“, nicht von einer Trendwende (Hornbostel und Johann, Forschung & Lehre 5/2017). Der Wissenschaftsrat hielt 2023 fest: „Bei Promotionen ist eine kontinuierliche Notensteigerung nicht festzustellen, doch ist das Notenniveau insgesamt und dauerhaft hoch.“ (Wissenschaftsrat 2023)

Zwischen Hochschulen ist die Streuung noch größer als zwischen Fächern: Für 2013 bis 2015 fanden Hornbostel und Johann Universitäten, „die keine einzige Promotion mit summa cum laude bewerteten, als auch Universitäten, bei denen der Anteil an Promotionen mit Auszeichnung bei über 70 Prozent liegt“. Der Wissenschaftsrat zitiert das DZHW-Informationssystem Promotionsnoten für 2016 bis 2018: „In einzelnen Studienbereichen erhielten mehr als 40 Prozent, an einzelnen Hochschulen bis zu 50 Prozent der Promotionen das Prädikat Magna cum laude.“ Wer eine Note mit einer Note an einer anderen Fakultät vergleicht, vergleicht deshalb oft zwei verschiedene Maßstäbe.

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Was sagt die Promotionsnote für die Karriere?

Der Wissenschaftsrat sieht die Aussagekraft der Noten skeptisch: „Vor allem angesichts der großen fach- und standortabhängigen Unterschiede wird die Aussagekraft von Promotionsnoten zunehmend bezweifelt.“

Für das hohe Niveau nennt er zwei mögliche Erklärungen: Es „kann darauf zurückzuführen sein, dass schon bei der Zulassung zur Promotion eine leistungsorientierte Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten stattfindet“, und Promotionsvorhaben „werden bei ungewissem Erfolg oft abgebrochen“.

Entscheidend für die Beurteilung sei deshalb „das Verhältnis von Promotions- und Erfolgsquoten und Noten“: Wo die Zulassung streng ist, ist ein hoher Anteil guter Noten plausibel; wo viele zugelassen werden, sollte die Skala auch ausgeschöpft werden. Der Wissenschaftsrat empfiehlt den Fakultäten, diesen Zusammenhang offenzulegen — bis hin zu dem Vorschlag, „in der Promotionsurkunde könnte angegeben sein, wieviel Prozent der an der Fakultät Promovierten in den letzten Jahren die jeweils vergebene Note erhalten haben“. Ein früherer Vorschlag des Wissenschaftsrats, die Umstellung auf ein binäres Notensystem, wurde „in der Breite der Hochschulen und Fächer nicht aufgegriffen“ (Wissenschaftsrat 2023, Abschnitt B.II.4).

Was das für die eigene Note bedeutet

Ein magna cum laude ist keine Auszeichnung gegenüber dem Feld, sondern der Regelfall. Ein cum laude ist keine schlechte Promotion, aber es fällt in einer Verteilung auf, in der summa und magna cum laude zusammen mehr als drei Viertel ausmachen. Und ein summa cum laude ist selten genug, um erklärt zu werden — aber nicht so selten, dass es überall dasselbe bedeutet.

Unser Rat: Wer die eigene Note angibt, sollte sie um die Fachüblichkeit ergänzen — nicht um sie zu relativieren, sondern weil sie sich ohne diesen Kontext kaum einordnen lässt. Die Fachtabelle oben liefert dafür die amtlichen Zahlen. Wie es nach der Promotion weitergeht, zeigen Karriere nach der Promotion, Postdoc, Habilitation und Wie wird man Professor? Wer die Promotion erst beginnen will, findet offene Stellen unter Doktorandenstellen (1.164).

Häufige Fragen zu Promotionsnoten

Was bedeutet summa cum laude?

Summa cum laude heißt „mit höchstem Lob“ und ist die beste Promotionsnote, auf Deutsch „mit Auszeichnung“. Viele Promotionsordnungen vergeben sie nur, wenn alle Gutachten sie vorschlagen oder ein externes Gutachten sie bestätigt.

Ist magna cum laude gut?

Ja. Magna cum laude heißt „mit großem Lob“, bedeutet „sehr gut“ und ist in der üblichen deutschen Skala die zweitbeste Promotionsnote. Es ist zugleich die häufigste: 2024 erhielten sie 60,5 Prozent der Promotionen mit bekannter Note.

Was ist besser, summa oder magna cum laude?

Summa cum laude ist besser. Es ist die Bestnote („mit Auszeichnung“), magna cum laude in der üblichen deutschen Skala die zweitbeste („sehr gut“). In der Schweiz steht an einigen Fakultäten noch insigni cum laude dazwischen.

Wie viele bekommen summa cum laude?

2024 erhielten 4.552 von 25.898 Promotionen mit bekannter Note summa cum laude, das sind 17,6 Prozent (Destatis). Die Fächer liegen weit auseinander: in der Zahnmedizin 4,5 Prozent, in den Wirtschaftswissenschaften 34,6 Prozent.

Was bedeutet cum laude?

Cum laude heißt „mit Lob“ und bedeutet „gut“. In der üblichen deutschen Skala ist es die dritte Stufe nach summa und magna cum laude.

Was bedeutet rite bei der Promotion?

Rite heißt „ordnungsgemäß“ und bedeutet „genügend“, in manchen Ordnungen „ausreichend“ — nicht „gut“. Es ist die niedrigste Note, mit der die Promotion bestanden ist.

Wie wird die Gesamtnote der Promotion berechnet?

Aus der Note der Dissertation und der Note der mündlichen Prüfung (Disputation oder Rigorosum). Die Gewichtung legt die Promotionsordnung fest: In Köln, Bonn oder Hamburg zählt die Dissertation doppelt, in Marburg drei Viertel, im Promotionsstudiengang LIPP der LMU München zählen beide Teile gleich.

Steht die Promotionsnote auf der Urkunde?

In der Kölner Ordnung wird die Gesamtnote in der Urkunde genannt (§ 14 Abs. 2). Andere Ordnungen sind einzeln zu prüfen. Das Zeugnis allein berechtigt dort nicht zur Führung des Doktorgrads, erst die Urkunde. Wie der Grad danach abgekürzt geführt wird, steht unter Abkürzung akademischer Grade.

Kann man bei der Promotion durchfallen?

Ja, aber selten. 2024 haben 9 von 28.180 Promotionsprüfungen endgültig nicht bestanden (Destatis). Wie das Nichtbestehen heißt, regelt die Ordnung: non sufficit, insufficiens, insufficienter oder non rite.

Gibt es Promotionsnoten ohne Latein?

Ja. Die TU München vergibt „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“ und nur zusätzlich magna oder summa cum laude. Das Promotionskolleg NRW benotet mit „Ausgezeichnet“ bis „Genügend“, einschließlich „Befriedigend“.

Zählt die Promotionsnote für die weitere Karriere?

Der Wissenschaftsrat spricht ausdrücklich von zunehmenden Zweifeln an ihrer Aussagekraft, weil die Verteilung nach Fach und Standort weit auseinandergeht. Wie stark sie im Einzelfall zählt, hängt am Verfahren und ist nicht allgemein belegt.

Warum sind Promotionsnoten so gut?

Der Wissenschaftsrat nennt zwei mögliche Erklärungen: eine leistungsorientierte Auswahl schon bei der Zulassung zur Promotion und Abbrüche von Promotionsvorhaben bei ungewissem Erfolg.

Quellen

Promotionsordnungen (alle im Volltext gelesen, abgerufen am 29.09.2026)

Statistik und Einordnung