Chemielaborant, Biologielaborant, CTA und BTA: Ausbildung, Gehalt und Tarif im öffentlichen Dienst

In diesem Artikel geht es um die Laborberufe: was Chemielaboranten, Biologielaboranten, CTA und BTA tun, wie die Ausbildung abläuft, was sie im öffentlichen Dienst verdienen, wo die Grenze zum medizinischen Labor liegt und wo Hochschulen und Institute Laborstellen ausschreiben.

Von Aktualisiert: 30. September 2026 · Quellenstand 09/2026
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Eine Laborantin mit Schutzbrille und weißem Kittel hält ein Reagenzglas mit blauer Lösung

Kurz gesagt

Für wen ist dieser Artikel?

  • Schulabgänger und Umsteiger, die zwischen dualer Laborausbildung und schulischer Assistentenausbildung wählen und wissen wollen, was beide Wege bringen.
  • Laborantinnen, CTA und BTA, die eine Stelle an einer Hochschule, einem Forschungsinstitut oder einer Uniklinik erwägen und Eingruppierung und Tarif einschätzen wollen.

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Inhalt

Im Labor einer Hochschule oder eines Forschungsinstituts arbeiten Menschen mit sehr unterschiedlichen Abschlüssen nebeneinander: Chemie- und Biologielaboranten mit dualer Ausbildung, chemisch- und biologisch-technische Assistenten (CTA, BTA) aus der Berufsfachschule und an Unikliniken medizinische Technologen. Von diesem Abschluss hängen Ausbildungsweg, Tarifgruppe und die Frage ab, wer im medizinischen Labor was darf. Offene Stellen stehen unter Technische Assistenz in Labor und Forschung, Ausbildungsplätze unter Ausbildung.

Was machen Chemielaboranten, Biologielaboranten, CTA und BTA?

Chemielaborantinnen und Chemielaboranten stellen Stoffe her, trennen und reinigen sie und untersuchen Proben mit chemischen und physikalischen Methoden — von der Maßanalyse bis zur Chromatografie und Spektroskopie. Biologielaborantinnen und Biologielaboranten arbeiten mit Mikroorganismen, Zellkulturen, Nukleinsäuren und Proteinen, dazu histologisch und hämatologisch. Beide Berufe regelt dieselbe Verordnung, die Ausbildungsordnung für den „Laborbereich Chemie, Biologie und Lack“; der dritte Beruf darin ist der Lacklaborant (§ 1 ChemBioLackAusbV).

Was genau gelernt wird, legt die Verordnung als Pflicht- und Wahlqualifikationen fest:

  • Chemielaborant: Pflicht sind analytische Arbeiten — qualitative Analyse, Spektroskopie, Gravimetrie, Maßanalyse, Chromatografie — und präparative Arbeiten: Präparate herstellen, Stoffe trennen und reinigen, Produkte charakterisieren. Dazu kommen sechs Wahlqualifikationen, etwa Synthesetechnik, mikrobiologische, gentechnische oder zellkulturtechnische Arbeiten, Qualitätsmanagement oder „Digitalisierung in Forschung, Entwicklung, Analytik und Produktion“ (§ 4 Abs. 2).
  • Biologielaborant: Pflicht sind mikrobiologische, zellkulturtechnische, molekularbiologische und biochemische Arbeiten, hämatologische und histologische Arbeiten und „zoologisch-pharmakologische Arbeiten“ (§ 11 Abs. 2). Der Ausbildungsrahmenplan versteht darunter auch die Arbeit mit Versuchstieren: sie halten, Substanzen verabreichen, Narkosen durchführen und Tiere nach den Bestimmungen des Tierschutzrechts töten (Anlage 2). Wer Biologielaborant werden will, sollte das vorher wissen.

CTA und BTA — staatlich geprüfte chemisch- und biologisch-technische Assistentinnen und Assistenten — arbeiten in denselben Laboren, kommen aber über eine schulische Ausbildung dorthin (Abschnitt CTA und BTA). Die Physiklaborantin und der Physiklaborant haben eine eigene Ausbildungsverordnung.

Ausbildung zum Chemie- oder Biologielaboranten: Dauer, Inhalte, Prüfung

Die Ausbildung zum Chemie- oder Biologielaboranten ist eine duale Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz: im Betrieb und in der Berufsschule. Sie „dauert drei Jahre und sechs Monate“ (§ 2 ChemBioLackAusbV). Ausbildungsbetrieb kann ein Chemieunternehmen sein, aber auch eine Universität, eine Uniklinik oder ein Forschungsinstitut — sie bilden in ihren Laboren aus wie jeder andere Betrieb.

  • Voraussetzungen: Die Verordnung schreibt keinen Schulabschluss vor. Was ein Haus erwartet, steht in seiner Ausschreibung.
  • Prüfung in zwei Teilen: Teil 1 soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und zählt 35 Prozent, Teil 2 am Ende zählt 65 Prozent (§§ 6, 7 und 13, 14). Im Chemie-Teil 2 dauert die praktische Arbeitsaufgabe allein 660 Minuten (§ 8 Abs. 3).
  • Kürzer oder länger: Auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Betrieb kürzt die zuständige Stelle die Ausbildung, „wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Dauer erreicht wird“ (§ 8 Abs. 1 BBiG).

In unserem Bestand stehen im September 2026 schon Plätze für den Ausbildungsbeginn 2027, etwa am Forschungszentrum Jülich, an Max-Planck- und Helmholtz-Instituten, am Friedrich-Loeffler-Institut und an den Universitäten Münster, Gießen, Oldenburg und Clausthal. Alle offenen Plätze: Ausbildung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

CTA, BTA und Laborassistenz: der schulische Weg ins Labor

Der zweite Weg ins Labor führt über die Berufsfachschule. Staatlich geprüfte chemisch- und biologisch-technische Assistentinnen und Assistenten werden nach dem Schulrecht der Länder ausgebildet; die Kultusministerkonferenz hat dafür einen gemeinsamen Rahmen gesetzt (KMK-Rahmenvereinbarung vom 30.09.2011 i. d. F. vom 21.03.2024):

  • Dauer: zwei Jahre, drei Jahre, wenn die Fachhochschulreife zum Bildungsgang gehört (Nr. 3).
  • Zugang: der mittlere Schulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss (Nr. 4).
  • Umfang: mindestens 2.560 Unterrichtsstunden und ein mindestens vierwöchiges Betriebspraktikum (Nr. 5).

Das Berufsbildungsgesetz gilt für diese Ausbildung nicht: Es erfasst Berufsbildung nur, „soweit sie nicht in berufsbildenden Schulen durchgeführt wird, die den Schulgesetzen der Länder unterstehen“ (§ 3 Abs. 1 BBiG). Damit gibt es während der Schulzeit keine Ausbildungsvergütung nach § 17 BBiG. Im Tarif des öffentlichen Dienstes stehen technische Assistenten mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit in E 6, Laboranten mit Abschlussprüfung und entsprechender Tätigkeit in E 5 (Gehalt).

Laborassistenz, Laborant, technische Assistenz: die Wörter in den Ausschreibungen

„Laborassistenz“ ist keine Berufsbezeichnung der Ausbildungsordnung oder der KMK-Rahmenvereinbarung, „technische Assistenz“ ein Oberbegriff; welcher Abschluss gemeint ist, steht in der Ausschreibung. Die Ludwig-Maximilians-Universität München etwa sucht eine „Laborassistenz (BTA, MTA, CTA, o.Ä.)“ (Ausschreibung), die Universität Bremen eine „Biologisch-/chemisch-technische:r Assistent:in (w/m/d) bzw. Biologie-/Chemielaborant:in“ (Ausschreibung).

Laborant, CTA/BTA oder MTL: drei Wege im Vergleich

Chemie-/BiologielaborantCTA / BTAMedizinischer Technologe Laboratoriumsanalytik (MTL)
RechtsgrundlageBerufsbildungsgesetz, ChemBioLackAusbVSchulrecht der Länder, KMK-RahmenvereinbarungMT-Berufe-Gesetz (Bundesrecht)
LernortBetrieb und BerufsschuleBerufsfachschule mit PraktikumSchule und praktische Ausbildung
Dauer3½ Jahre2 Jahre (3 mit Fachhochschulreife)3 Jahre in Vollzeit
Vergütung in der Ausbildungja, § 17 BBiG und Tarifnicht nach BBiGeigene Regelung im MTBG
TV-L bei entsprechender TätigkeitE 5 (Abschnitt 22.4)E 6 (Abschnitt 22.3)E 7 (Abschnitt 10.10)

Fundstellen: ChemBioLackAusbV § 2; KMK-Rahmenvereinbarung Nr. 3–5; §§ 7, 13 MTBG; TV-L Anlage A, Teil II Abschnitte 10.10, 22.3, 22.4.

Laborant, CTA oder MTL: Wer darf im medizinischen Labor was?

Im medizinischen Labor zieht ein Bundesgesetz eine Grenze. Auf dem Gebiet der Humanmedizin dürfen nur Medizinische Technologinnen und Technologen für Laboratoriumsanalytik (MTL) „biomedizinische Analyseprozesse“ durchführen und histologische, zytologische und andere Präparate „zur Prüfung für die ärztliche Diagnostik“ aufbereiten (§ 5 Abs. 1 MTBG). Ausgenommen sind „einfach zu handhabende“ Laboranalysen.

§ 6 Abs. 1 MTBG lässt Ausnahmen zu. Für Laborantinnen, CTA und BTA kommt vor allem Nr. 3 in Betracht: Personen mit einer staatlich geregelten, staatlich anerkannten oder staatlich überwachten abgeschlossenen Ausbildung dürfen eine vorbehaltene Tätigkeit ausüben, „sofern diese Tätigkeit Gegenstand ihrer Ausbildung und Prüfung war“. Es kommt also darauf an, was die eigene Ausbildungsordnung oder Prüfungsordnung enthält — nicht auf die Berufsbezeichnung.

Ausschreibungen der Unikliniken nennen mehrere Abschlüsse nebeneinander — die Universitätsmedizin Göttingen sucht „MTA / BTA / CTA / Laborant*in“ (Ausschreibung), das Universitätsklinikum Regensburg „MTL / CTA / BTA“ für die instrumentelle Analytik (Ausschreibung). Unser Rat: Fragen Sie bei einer Stelle an einer Uniklinik, welche Aufgaben sie umfasst und ob eine davon nach § 5 MTBG vorbehalten ist. Stellen für MTL und MTR stehen unter Gesundheitsfachberufe.

Was verdient man in der Ausbildung? TVA-L, TVAöD und Mindestvergütung

Wer im öffentlichen Dienst ausgebildet wird, bekommt das Ausbildungsentgelt aus dem Tarifvertrag für Auszubildende. Für die Länder gilt der TVA-L BBiG, für den Bund der TVAöD mit seinem Besonderen Teil BBiG. Welcher Tarifvertrag an einem Haus gilt, nennt die Ausschreibung.

Monatlich brutto1. Jahr2. Jahr3. Jahr4. Jahr
TVA-L BBiG (Länder), 1.4.2026 bis 28.2.20271.296,82 €1.350,96 €1.400,61 €1.469,51 €
TVA-L BBiG (Länder), 1.3.2027 bis 31.12.20271.356,82 €1.410,96 €1.460,61 €1.529,51 €
TVA-L BBiG (Länder), ab 1.1.20281.386,82 €1.440,96 €1.490,61 €1.559,51 €
TVAöD BBiG (Bund), ab 1.5.20261.368,26 €1.418,20 €1.464,02 €1.527,59 €
Mindestvergütung nach § 17 BBiG, Beginn 2026724 €854 €977 €1.014 €

§ 8 Abs. 1 TVA-L BBiG i. d. F. des ÄTV Nr. 13; TVAöD – Besonderer Teil BBiG, § 8 (Lesefassung des BMI); Bekanntmachung vom 7. Oktober 2025, BGBl. 2025 I Nr. 235. Das vierte Jahr ist bei dreieinhalb Jahren Ausbildung ein halbes.

  • Jahressonderzahlung: Nach dem TVA-L BBiG 95 Prozent des Novemberentgelts (§ 16; mehr unter Jahressonderzahlung).
  • Abschlussprämie: 400 Euro nach bestandener Abschlussprüfung; ab 1. Januar 2027 500 Euro mit „sehr gut“ oder „gut“ (§ 20).
  • Übernahme: Bei Bedarf und mindestens „befriedigend“ wird unbefristet übernommen, mit schlechterer Note nach bestandener Prüfung für zwölf Monate (§ 19).

Zum Vergleich: Über alle Tarifverträge gerechnet lagen die Ausbildungsvergütungen 2025 für Chemielaboranten bei 1.198 € im ersten, 1.268 € im zweiten, 1.338 € im dritten und 1.432 € im vierten Jahr, für Biologielaboranten bei 1.202 €, 1.270 €, 1.323 € und 1.407 € (Bundesinstitut für Berufsbildung, tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025). Das sind Durchschnittswerte aller Branchen mit Tarifvertrag, Stand der Tarifverträge 2025.

Chemielaborant Gehalt im öffentlichen Dienst: TV-L und TVöD

Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt im öffentlichen Dienst nach der Entgeltgruppe. Die Entgeltordnung zum TV-L trennt Laboranten und technische Assistenten in zwei Abschnitte (TV-L Anlage A, Teil II Abschnitte 22.3 und 22.4):

  • Laboranten mit Abschlussprüfung und entsprechender Tätigkeit: E 5; E 6, wenn sich die Tätigkeit „durch besondere Leistungen“ heraushebt; E 7 nach besonderer Bewährung in E 6 und bei „selbständigen Leistungen“. Wer ohne Abschluss in der Tätigkeit von Laboranten arbeitet, steht in E 3 oder E 4.
  • Technische Assistenten mit staatlicher Anerkennung — die Entgeltordnung nennt als Beispiel chemisch-technische Assistenten — mit entsprechender Tätigkeit: E 6; E 7 bei schwierigen Aufgaben; E 9a, wenn dazu in nicht unerheblichem Umfang verantwortlichere Tätigkeiten kommen, nach der Protokollerklärung „etwa ein Viertel“ der Tätigkeit; E 9b bei schwierigen Aufgaben, die ein besonders hohes Maß an Verantwortlichkeit erfordern.
  • Der Weg nach oben für Laboranten: In E 9a stehen auch „Laboranten mit Abschlussprüfung, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten ausüben“ — also die Aufgaben einer technischen Assistenz in E 9a erfüllen.
TV-LStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 53.073,97 €3.301,87 €3.430,99 €3.553,66 €3.652,34 €3.720,25 €
E 63.186,57 €3.418,08 €3.547,20 €3.679,20 €3.768,15 €3.863,96 €
E 73.235,83 €3.469,72 €3.645,69 €3.781,85 €3.891,36 €3.987,16 €
E 9a3.620,10 €3.870,81 €3.925,58 €4.035,07 €4.488,99 €4.615,76 €

Monatlich brutto, Vollzeit; TV-L Anlage B, gültig vom 1. April 2026 bis 31. Dezember 2026 (vom 1. Januar bis 28. Februar 2027 betragsgleich). Ab 1. März 2027 steigen die Beträge, E 5 Stufe 1 etwa auf 3.135,45 € (gültig bis 31. Dezember 2027). Wie man von Stufe zu Stufe kommt, erklärt TV-L Erfahrungsstufen.

  • Zulage an Unikliniken: Chemisch- und biologisch-technische Assistentinnen und Assistenten an Universitätskliniken erhalten eine monatliche Zulage (Abschnitt 22.3, Vorbemerkung Nr. 2): 81,77 € vom 1. April 2026 bis 28. Februar 2027 (TV-L Anlage F Abschnitt IIa, ÄTV Nr. 14).
  • Bund: Bundeseinrichtungen zahlen nach dem TVöD. Seine Entgeltordnung setzt Laboranten mit abgeschlossener Berufsausbildung ebenfalls in E 5 und technische Assistenten mit staatlicher Anerkennung in E 6 (TV EntgO Bund, Abschnitte 30 und 42). Die Tabelle ab 1. Mai 2026 nennt für E 5 3.124,08 € in Stufe 1 bis 3.783,33 € in Stufe 6, für E 6 3.240,30 € bis 3.926,20 € (Entgelttabelle TVöD Bund).
  • Hessen hat eigene Tarifverträge (TV-H). Welches Tarifwerk an einem Haus gilt, erklärt TVöD oder TV-L; verbindlich ist die Ausschreibung.

Manche Ausschreibungen nennen eine feste Gruppe, andere eine Obergrenze. Das Leibniz-Institut, das eine Chemielaborantin sucht, schreibt „Vergütung nach TV-L (EG 6)“ (Ausschreibung); das UKSH sucht eine BTA mit „Eingruppierung bis in die Entgeltgruppe E9a TV-L, bei Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen“ (Ausschreibung); die Universität Bremen bietet für CTA, BTA oder Laborantinnen „bis zu 9a TV-L“ (Ausschreibung). Unser Rat: Fragen Sie vor der Zusage, welche Entgeltgruppe für Ihren Abschluss gilt — bei „bis zu“ entscheidet die Tätigkeit, nicht die Überschrift.

Hochschule, Forschungsinstitut, Uniklinik oder Industrie?

Neben der Industrie sind Hochschulen, Forschungsinstitute und Unikliniken ein eigener Arbeitsmarkt für Laborberufe — mit anderen Stärken und Schwächen:

  • Tarif: Im öffentlichen Dienst gelten TV-L oder TVöD mit veröffentlichten Tabellen und Stufen; Gruppe und Stufe lassen sich vor der Zusage nachrechnen. In der chemischen Industrie gelten eigene Branchentarifverträge.
  • Befristung: Laborstellen in der Forschung können an Projekten hängen; die Ausschreibung sagt es: Die Universität Bremen schreibt „befristet bis zum 31.03.2030“, das UKSH „zunächst für ein Jahr befristet“, das Leibniz-Institut befristet „innerhalb ACTRIS-D“, einem Forschungsprojekt. Andere Stellen sind unbefristet, etwa eine Laborstelle der Universität Trier (Ausschreibung).
  • Arbeit: An einer Hochschule kann die Lehre dazugehören — die Universität Zürich etwa sucht eine Chemielaborantin „für das Lehrlabor“ (Ausschreibung). Was eine Stelle verlangt, beschreibt die Ausschreibung.

Auch als Ausbildungsbetrieb lohnt der Blick: Forschungszentren und Institute bilden Chemie-, Biologie- und Physiklaboranten aus — das Forschungszentrum Jülich etwa hat im September 2026 Plätze in allen drei Berufen ausgeschrieben (Ausbildungsplätze).

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Weiterbildung: Techniker, Industriemeister, Studium

  • Staatlich geprüfte Technikerin, staatlich geprüfter Techniker: Fachschule, etwa in den Fachrichtungen Chemietechnik, Biotechnik oder Biogentechnik, mindestens 2.400 Unterrichtsstunden. Aufgenommen wird mit einem einschlägigen Ausbildungsabschluss und einer Berufstätigkeit von bis zu einem Jahr (KMK-Rahmenvereinbarung über Fachschulen, Fachbereich Technik). Im TV-L stehen Techniker mit entsprechender Tätigkeit in E 8, selbständig tätige in E 9a (Abschnitt 22.2).
  • Geprüfte Industriemeisterin, geprüfter Industriemeister Chemie: Fortbildungsprüfung vor der Kammer; zum ersten Prüfungsteil wird zugelassen, wer eine Abschlussprüfung in einem Chemieberuf bestanden hat, zum zweiten mit mindestens einem weiteren Jahr Berufspraxis (§ 3 ChemIndMeistPrV).
  • Studium: Wer nach der Ausbildung mindestens drei Jahre im Beruf gearbeitet hat, kann ohne Abitur ein fachlich passendes Studium aufnehmen, wenn er ein Eignungsfeststellungsverfahren besteht; Meister, Inhaber bestimmter Fortbildungsabschlüsse und Absolventen einer Fachschule, etwa staatlich geprüfte Techniker, erhalten die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (KMK-Beschluss vom 06.03.2009). Die Länder können weiter gehen.

Offene Stellen für Laboranten, CTA und BTA

Laborstellen an Hochschulen, Unikliniken und Forschungsinstituten — für Laborantinnen und Laboranten, CTA, BTA und technische Assistenz — stehen unter Technische Assistenz in Labor und Forschung; alle technischen Stellen einschließlich Werkstatt, IT und Ingenieurwesen unter Technik und Labor, Ausbildungsplätze unter Ausbildung. Unser Angebot ist ein Ausschnitt: Industrieunternehmen führen wir nicht.

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Häufige Fragen zu Laborberufen

Was macht ein Chemielaborant?

Chemielaboranten stellen Stoffe her, trennen und reinigen sie und untersuchen Proben mit chemischen und physikalischen Methoden, etwa Maßanalyse, Chromatografie und Spektroskopie. Die Inhalte legt die Ausbildungsverordnung für den Laborbereich Chemie, Biologie und Lack fest.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Chemielaboranten?

Dreieinhalb Jahre (§ 2 ChemBioLackAusbV); dasselbe gilt für Biologielaboranten. Auf gemeinsamen Antrag kann die zuständige Stelle die Ausbildung kürzen (§ 8 BBiG).

Was verdient ein Chemielaborant in der Ausbildung?

Im öffentlichen Dienst der Länder nach dem TVA-L BBiG vom 1. April 2026 bis 28. Februar 2027 1.296,82 € im ersten, 1.350,96 € im zweiten, 1.400,61 € im dritten und 1.469,51 € im vierten Ausbildungsjahr, beim Bund nach dem TVAöD ab 1. Mai 2026 1.368,26 € im ersten Jahr.

Was verdient ein Chemielaborant im öffentlichen Dienst?

Laboranten mit Abschlussprüfung und entsprechender Tätigkeit stehen im TV-L in Entgeltgruppe 5: 3.073,97 € in Stufe 1 bis 3.720,25 € in Stufe 6 (monatlich brutto, 1. April bis 31. Dezember 2026). Mit besonderen Leistungen ist E 6 möglich; E 9a erreichen Laboranten mit Abschlussprüfung, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und Erfahrungen die Tätigkeiten technischer Assistenten dieser Gruppe ausüben.

Was ist der Unterschied zwischen Chemielaborant und CTA?

Chemielaboranten lernen dual in Betrieb und Berufsschule, dreieinhalb Jahre, mit Ausbildungsvergütung. CTA werden an einer Berufsfachschule nach Landesrecht ausgebildet, zwei Jahre, mit Fachhochschulreife drei, ohne Vergütung nach dem BBiG. Im TV-L stehen Laboranten mit Abschlussprüfung und entsprechender Tätigkeit in E 5, technische Assistenten mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit in E 6.

Was ist eine BTA?

Eine staatlich geprüfte biologisch-technische Assistentin: schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, Zugang mit mittlerem Schulabschluss, Dauer zwei Jahre, drei mit Fachhochschulreife (KMK-Rahmenvereinbarung vom 30.09.2011).

Was ist eine Laborassistenz?

Keine Berufsbezeichnung der Ausbildungsordnung oder der KMK-Rahmenvereinbarung, sondern ein Wort aus Ausschreibungen. Welcher Abschluss gemeint ist, steht in der Ausschreibung, etwa „Laborassistenz (BTA, MTA, CTA, o.Ä.)“ an der LMU München.

Dürfen Laboranten, CTA und BTA im medizinischen Labor arbeiten?

Auf dem Gebiet der Humanmedizin sind zwei Tätigkeiten Medizinischen Technologen für Laboratoriumsanalytik vorbehalten: biomedizinische Analyseprozesse und die Aufbereitung von Präparaten zur Prüfung für die ärztliche Diagnostik; einfach zu handhabende Laboranalysen sind ausgenommen (§ 5 Abs. 1 MTBG). Laboranten, CTA und BTA dürfen eine vorbehaltene Tätigkeit ausüben, wenn sie Gegenstand ihrer Ausbildung und Prüfung war (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 MTBG).

Welche Weiterbildung gibt es für Chemielaboranten?

Die Fachschule zum staatlich geprüften Techniker (etwa Chemietechnik), die Prüfung zum geprüften Industriemeister Chemie und ein Studium; mit drei Jahren Berufspraxis und Eignungsprüfung auch ohne Abitur.

Quellen

Ausbildung und Beruf

Tarif

Weiterbildung

Ausschreibungen (Beispiele, gelesen 30.09.2026): Leibniz-Institut, Chemielaborant:in, UKSH, Lübecker Universitätsforschung Thoraxmedizin, BTA, Universität Bremen, CTA/BTA bzw. Laborant:in. Geltung: Die TV-L-Tabelle gilt bis 31. Dezember 2026, die Ausbildungsentgelte der Länder bis 28. Februar 2027.