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Ausgeschriebene Professuren in Rechtswissenschaft — W1-, W2- und W3-Stellen, Juniorprofessuren und Tenure Track an Universitäten und Hochschulen (HAW).
Fünfzehn Häuser bei siebzehn Ausschreibungen: Halle-Wittenberg und Heidelberg mit je zwei Stellen, alle übrigen mit je einer. Auffällig sind die Verwaltungshochschulen — sie berufen Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftler für die Ausbildung des öffentlichen Dienstes.
Gut die Hälfte der Professuren steht an Universitäten, knapp drei von zehn an Hochschulen (HAW), darunter die Hochschulen für öffentliche Verwaltung. Beide Wege verlangen Verschiedenes: die Fakultät die Habilitation, die Verwaltungshochschule die Praxis im Amt.
Zwei von drei Ausschreibungen mit Angabe sind unbefristet. Die Rechtswissenschaft beruft überwiegend direkt auf die Lebenszeitprofessur; der befristete Einstieg über Tenure Track kommt vor, ist aber nicht der Regelweg.
Alle Stellen des Fachs stehen auf Rechtswissenschaft, alle Professuren aller Fächer auf Professuren. Die Qualifikationsstellen stehen auf Doktorandenstellen und wissenschaftliche Mitarbeit in Rechtswissenschaft. Die Lehrbefähigung, die die Fakultäten voraussetzen, erklärt Venia legendi.
Langsam. Das Fach hält an der Habilitation als Regelvoraussetzung fest, und die Berufungskommissionen bewerten sie entsprechend. Wo Tenure Track ausgeschrieben wird, ersetzt er die Habilitation meist nicht, sondern verschiebt nur den Zeitpunkt der Entscheidung.
Zwei verschiedene Berufe unter einem Wort. Der Lehrstuhl forscht und publiziert, die Verwaltungshochschule bildet für den gehobenen Dienst aus und verlangt dafür Erfahrung im Amt. Die Ausschreibung sagt, welcher gemeint ist.
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