Uni Potsdam

Akademische/-r Mitarbeiter/-in (w/m/d) in der Philosophischen Fakultät, Historisches Institut, Professur für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts

Brandenburg · Frist: 30.11.2026
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Besoldung TV-L Frist 30.11.2026

Akademische/-r Mitarbeiter/-in (w/m/d) in der Philosophischen Fakultät, Historisches Institut, Professur für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts

Öffentliche Stellenausschreibung

Im Jahr 1991 gegründet, hat sich die Universität Potsdam in der Wissenschaftslandschaft fest etabliert und sich zu einem herausragenden Wirtschaftsfaktor und Entwicklungsmotor für die Region entwickelt. Sie ist drittmittelstark, mehrfach prämiert in der Lehre, verfügt über eine serviceorientierte Verwaltung und wurde als familienfreundlich ausgezeichnet. Rund 20.000 Studierende und 3.000 Beschäftigte arbeiten an drei Standorten – Am Neuen Palais, Griebnitzsee und Golm – an einer der am schönsten gelegenen akademischen Einrichtungen Deutschlands.

An der Universität Potsdam, Philosophische Fakultät, Historisches Institut, Professur für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts, ist möglichst zum 01.04.2027 folgende Stelle, be- fristet für 3 Jahre zu besetzen:

Akademische/-r Mitarbeiter/-in (w/m/d) Kenn-Nr. 361/2026

Die Arbeitszeit umfasst 20 Wochenstunden (50 %). Die Eingruppierung erfolgt nach Entgelt- gruppe 13 der Entgeltordnung zum TV-Länder. Die Befristung erfolgt nach § 2 Abs. 1 Wissen- schaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG).

Ihr Arbeitsbereich: Die Stelle ist am Lehrstuhl für die Geschichte des 19./20. Jahrhunderts im Forschungsprojekt KAIROS angesiedelt. Das Gesamtprojekt untersucht die Geschichte des Zivil-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes in Deutschland vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen institutionelle Transformationen, politische Herrschaftswechsel, Formen ehrenamtlicher Mitwirkung sowie die Rolle von Technischer Nothilfe (TN) und Technischem Hilfswerk (THW).

Im Mittelpunkt des zu bearbeitenden Teilprojekts steht die Neuordnung des Zivil - und Kata- strophenschutzes im Zuge der Deutschen Einheit nach dem Ende des Kalten Krieges. Unter- sucht werden soll insbesondere der Aufbau des THW in den ostdeutschen Bundesländern sowie die institutionelle, organisatorische und gesellschaftliche Transformation des Bevölke- rungsschutzes nach 1989/90. Zu den möglichen Fragen gehören:

  • die Unterschiede zwischen den Systemen des Zivil- und Katastrophenschutzes in Bundes- republik und DDR
  • der Umgang mit bestehenden Einrichtungen, Personalbeständen und Praktiken der DDR
  • die Übertragung und Anpassung westdeutscher Organisationsstrukturen im östlichen Deutschland
  • die Bedeutung von Ehrenamt, Geschlechterverhältnissen und regionalen Besonderheiten im Transformationsprozess
  • die Einordnung des THW-Aufbaus in die Geschichte der deutschen Einheit und der euro- päischen Sicherheitsordnung nach 1990

Ihr Aufgabengebiet umfasst:

  • Einarbeitung in die relevante Forschungsliteratur
  • Recherche, Erschließung und quellenkritische Auswertung einschlägiger gedruckter und ungedruckter Quellen in deutschen Archiven
  • Aufbau, Systematisierung und Dokumentation relevanter Quellenbestände in Zusammen- arbeit mit den übrigen Teilprojekten
  • Mitwirkung an der projektübergreifenden Quellendatenbank
  • Präsentation von Forschungsergebnissen auf Tagungen, Workshops und in wissenschaft- lichen Publikationen
  • Mitarbeit an der Wissenschaftskommunikation sowie an projektbezogenen Veranstaltun- gen

Es besteht die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation (Promotion). Für die ei- gene vertiefte wissenschaftliche Arbeit steht mindestens ein Drittel der jeweiligen Arbeitszeit zur Verfügung.

Das Lehrdeputat richtet sich nach den jeweils gültigen Vorgaben der Lehrverpflichtungsver- ordnung (LehrVV) des Landes Brandenburg sowie der vom Senat der Universität Potsdam beschlossenen Bandbreitenregelung . Für diese Stelle erfolgt die Zuordnung zur Gruppe aka- demischer Mitarbeiter/-innen1 ,mit Qualifizierungsmöglichkeit‘.

Sie bringen Folgendes mit:

  • ein mit sehr gutem Ergebnis a bgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder gleichwertig) im Fach Geschichte oder Politikwissenschaft
  • ausgeprägtes Interesse an deutscher Zeitgeschichte, Transformationsgeschichte, Institu- tionengeschichte, Sicherheitsgeschichte oder der Geschichte des Zivil- und Katastrophen- schutzes
  • Bereitschaft zu selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit und zur Entwicklung eines Dis- sertationsprojekts
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • Bereitschaft zur Arbeit im Team sowie zur aktiven Mitwirkung an den gemeinsamen Auf- gaben des Forschungsverbunds
  • Bereitschaft zu Archivreisen im In- und gegebenenfalls Ausland

Darüber hinaus sind folgende Kompetenzen wünschenswert:

  • Erfahrungen in der Arbeit mit archivalischen Quellen
  • Kenntnisse zur Geschichte der Bundesrepublik, der DDR und der deutschen Einheit
  • erste wissenschaftliche Publikationserfahrungen

Unser Angebot an Sie: Als Universität vereinen wir die Entwicklungsstärke einer Lehr- und Forschungseinrichtung mit den attraktiven Arbeitsbedingungen des öffentlichen Dienstes. Die Universität Potsdam ist eine zuverlässige Arbeitgeberin, die ihre Beschäftigten mit vielfältigen Angeboten und Leistungen unterstützt:

  • Entwickeln Sie sich und Ihre fachlichen sowie überfachlichen Kompetenzen in verschiedenen Fortbildungs- und Netzwerkangeboten der Universität Potsdam weiter.
  • Alle Standorte bieten eine gute Verkehrsanbindung. Sie können einen monatlichen Zuschuss zum ÖPNV-Jobticket erhalten und Campus-Fahrräder nutzen.
  • Profitieren Sie von betrieblicher Altersvorsorge, einer Jahressonderzahlung und vermögenswirksamen Leistungen.
  • Nutzen Sie die vielfältigen Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie des Hochschulsports.
  • Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bietet die Universität Potsdam ihren Beschäftigten flexible Arbeitszeiten und anteilige mobile Arbeit (z. B. im Home-Office) an. Sie verfügen über 30 Urlaubstage im Jahr (bei einer 5- Tage-Woche) und sind zusätzlich am 24.12. und 31.12. vom Dienst befreit. Unser Service für Familien berät Sie zu Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Weitere Informationen zur Arbeitgeberin Universität Potsdam finden Sie unter https://www.uni- potsdam.de/de/arbeiten-an-der-up/arbeitgeberin/uebersicht

1 Diese Bezeichnung gilt für alle Geschlechterformen (w/m/d).

Für nähere Informationen zur ausgeschriebenen Stelle steht Ihnen Herr Malte Köppen per E- Mail: gerne zur Verfügung.

Ihre Bewerbung: Senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 3 0.11.2026 unter Angabe der Kenn-Nr. 361/2026 in einer einzigen PDF- Datei per E -Mail an Frau Emilia Rappich (emilia.rappich@uni-pots- dam.de). Zu Ihren vollständigen Bewerbungsunterlagen gehören: ein aussagekräftiges An- schreiben, ein tabellarischer Lebenslauf, Zeugnisse über Studienabschlüsse und gegebenen- falls weitere Qualifikationen, ein Motivationsschreiben, aus dem hervorgeht, warum Sie sich für das Themenfeld und insbesondere für das Teilprojekt zur Transformation nach 1990 inte- ressieren sowie gegebenenfalls ein Verzeichnis wissenschaftlicher Publikationen, Vorträge oder Lehrveranstaltungen.

Sollten Sie Hochschulabschlüsse außerhalb der EU absolviert haben, reichen Sie bitte die deutsche Übersetzung und die Bewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) ein. Ersatzweise bitten wir Sie um Zusendung eines PDF-Auszuges aus der Datenbank zur Anerkennung und Bewertung ausländischer Bildungsnachweise (ANABIN).

Die Universität Potsdam schätzt die Vielfalt ihrer Mitglieder und verfolgt die Ziele der Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Bewerbungen aus dem Ausland und von Personen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Die Universität strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an; in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt (§ 7 Absatz 4 BbgHG) . Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bei Eignungstests und Auswahlgesprächen werden individuelle Nachteilsausgleiche gewährt, die ihrer Behinderung angemessen sind. Sofern ein Mensch mit Behinderung individuelle Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen möchte, teilt er dies bitte im Bewerbungsanschreiben mit.

Potsdam, 21.09.2026

Besonderheiten
Kenn-Nr. 361/2026
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