Das Wichtigste im Überblick
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Ausbildungsbeginn: 01. Oktober
Mindestvoraussetzung: Fachoberschulreife (oder gleichwertig)
Vergütung: wird vergütet
Bewerbung: Online-Bewerbung
Was machen Logopäden?
Logopäden behandeln Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen in allen Altersklassen – von Kleinkindern bis hin zu Senioren. Dabei umfasst die Behandlung verschiedene methodische Ansätze, wie etwa Stimm-, Sprech- und Hörübungen, Atemtechniken sowie Schlucktraining, die jeweils personenspezifisch geplant, kontinuierlich ausgewertet und sorgfältig dokumentiert werden. Neben der Therapie im weit gefassten Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation gehören auch die Prävention sowie die Beratung zum täglichen Aufgabenfeld – insbesondere bei Menschen, die in stimmintensiven Berufen tätig sind.
Logopäden arbeiten nicht nur eigenverantwortlich, sondern sind auch in unterschiedlichen Einrichtungen wie logopädischen Praxen, Kliniken, Rehabilitationszentren, Frühförderstellen oder HNO-Praxen aktiv – teilweise auch in eigener Praxis. Dabei stehen sie in engem Austausch mit den verordnenden Ärzten und kooperieren gleichzeitig fachübergreifend mit weiteren Berufsgruppen, etwa mit Psychologen, Pädagogen, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten.
Ausbildungsinhalte
Die St. Elisabeth Gruppe bietet an ihrem Campus eine dreijährige Ausbildung zum staatlich anerkannten Logopäden bzw. zur staatlich anerkannten Logopädin an. Dabei ist die Ausbildung nicht nur schulgeldfrei, sondern wird zudem vergütet.
Die Ausbildung gliedert sich in theoretischen und praktischen Unterricht sowie in umfangreiche praktische Einsätze. Während der gesamten Ausbildungszeit erwerben die Auszubildenden fundierte Kenntnisse in der Therapie logopädischer Störungsbilder. Dazu zählen unter anderem Sprachentwicklungs- und Aussprachestörungen, Stimm- und Redeflussstörungen sowie zentrale Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen. Darüber hinaus ermöglichen praktische Phasen in verschiedenen Kliniken der St. Elisabeth Gruppe vielfältige Einblicke in unterschiedliche therapeutische Interventionsmöglichkeiten, wodurch die erlernte Theorie unmittelbar in der Praxis angewendet und vertieft werden kann.
An der Akademie der Logopädie erwerben die Auszubildenden nicht nur fachliches Wissen, sondern auch alle relevanten Schlüsselqualifikationen, um optimal auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet zu sein. Dabei stehen ihnen die erfahrenen Lehrkräfte der Akademie während der gesamten Ausbildung unterstützend und fördernd zur Seite, sodass sie individuell begleitet und bestmöglich gefördert werden.
Theoretische Ausbildung: 1.740 Unterrichtsstunden
Praktische Ausbildung: 2.100 Unterrichtsstunden
Theoretische Logopädie-Ausbildung am Campus der St. Elisabeth Gruppe
Die theoretische, schulische Logopädie-Ausbildung gliedert sich in theoretische und praktische Unterrichtseinheiten. Diese finden am Campus der St. Elisabeth Gruppe statt. Zu den behandelten theoretischen Inhalten gehören:
- Logopädisches Fachwissen über z. B. kindliche Sprach- und Sprechstörungen wie u. a. Sprachentwicklungsstörungen oder auch Aussprachestörungen, Stottern, Stimmstörungen, neurologisch bedingte Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
- Medizinische Grundlagen wie z. B. Anatomie, Physiologie, Pathologie, Neurologie, HNO, Phoniatrie und (Päd-) Audiologie
- Geisteswissenschaftliche Grundlagen wie z. B. Psychologie, Soziologie, Pädagogik und Linguistik
- Gezieltes Training für die eigene Stimme und das eigene Sprechen
Praktische Logopädie-Ausbildung in der St. Elisabeth Gruppe
Die theoretischen Inhalte der Ausbildung werden gezielt mit praktischen Erfahrungsfeldern verknüpft, sodass den angehenden Logopäden ein möglichst realistischer und praxisnaher Einblick in das spätere Berufsleben ermöglicht wird. Die praktische Ausbildung findet dabei überwiegend direkt am Campus sowie in verschiedenen Einrichtungen der St. Elisabeth Gruppe statt, wodurch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis gewährleistet ist.
Besonderheiten der Logopädie-Ausbildung in der St. Elisabeth Gruppe
- Umfassende Schulungen und Anleitung von Experten, die sich auf die Behandlung der genannten Störungsbilder bei realen Patienten konzentrieren
- Enge Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis
- Frühe Zusammenarbeit mit Patienten
- Erlernen wirkungsvoller Interventionsstrategien in den praktischen Phasen
- Praxisbezogene Unterrichtsgestaltung durch die Nähe zu den gruppeneigenen Kliniken und Universitätskliniken
- Interdisziplinäre Schulprojekte mit Auszubildenden aus anderen Ausbildungsbereichen der St. Elisabeth Gruppe, z. B. Ergotherapie oder Physiotherapie
Weitere Besonderheiten der Akademie für Logopädie
- Internetzugang: Internetzugang (über WLAN) in der Akademie
- Impfung: Übernahme der Kosten für Hepatitis-Impfung
- Mitarbeiterpreise: Essen zu Mitarbeiterpreisen in der Cafeteria
- Gemeinschaftsaktivitäten: Gemeinschaftsaktivitäten, z. B. Teilnahme an Betriebsausflügen
Ausbildungseinblick
Neugierig, wie die Ausbildung zum Logopäden bzw. zur Logopädin in der St. Elisabeth Gruppe abläuft? Im Ausbildungseinblick gibt es Eindrücke in den Ausbildungsalltag.
Vergütung
Die Ausbildung ist schulgeldfrei. Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung* nach AVR (Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes).
Sie beträgt im:
- 1. Ausbildungsjahr: 1.365,24 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 1.425,30 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 1.522,03 Euro
* Stand 02/2026, Angaben in Brutto
Voraussetzungen
- Hochschulreife, Fachhochschulreife, Fachoberschulreife oder gleichwertiger Abschluss
- Spaß am facettenreichen Umgang mit Sprache
- Hohe Lernbereitschaft
- Freude am Umgang mit Kindern und Erwachsenen im Formenkreis der logopädischen Störungsbilder
- Gute laut- und schriftsprachliche Beherrschung der deutschen Sprache
- Gesunde und belastbare Stimme
- Persönliche und soziale Kompetenz
Ausbildungsstart und Bewerbung
Die Ausbildung zum Logopäden bzw. zur Logopädin startet am 01.10.2026.
Bewerbungsunterlagen
Für die Bewerbung wird folgendes benötigt:
- Motivationsschreiben (Begründung der Berufswahl)
- Tabellarischer Lebenslauf
- Abschlusszeugnis und bei Bedarf die letzten zwei Schulzeugnisse
- Wenn vorhanden, Nachweise/Zeugnisse über (sozialpädagogische) Praktika, Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr, etc.
- Ggf. Nachweis einer Zusage für ein sozialpädagogisches Praktikum, wenn dieses vor Ausbildungsbeginn geplant ist
- Bei nichtdeutscher Muttersprache: Nachweis über das Sprachniveau (Sprachnachweis C2)
Nach erfolgreicher Eignungsfeststellungsprüfung wird Folgendes benötigt:
- Phoniatrisches Gutachten* über die stimmliche Belastungsfähigkeit und das Hörvermögen – weitere Informationen hierzu gibt es im Anschluss an die erfolgreiche Eignungsfeststellungsprüfung
- Allgemeinärztliche Bescheinigung über die Eignung für den Beruf des Logopäden
- Polizeiliches Führungszeugnis
- 2 Passbilder
*Hinweise zum phoniatrischen Gutachten:
Zu Beginn der Ausbildung, spätestens jedoch zum Ende der Probezeit, benötigen die Auszubildenden ein phoniatrisches Gutachten. Nur mit einem solchen Gutachten ist eine Ausbildung zum / zur Logopäden / Logopädin in der St. Elisabeth Gruppe möglich. Das Gutachten ist erst zu Beginn der Ausbildung vorzulegen. Für die Prüfung der Zugangsvoraussetzungen ist es nicht erforderlich.
Ein phoniatrisches Gutachten kann nur von Fachärzten für Phoniatrie und Pädaudiologie (Fachärzten für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen) erstellt werden und ist kostenpflichtig (in der Regel zwischen 100 und 150 Euro). Sonstige Atteste, Bescheinigungen, HNO-Untersuchungsergebnisse o. Ä. können nicht als Gutachten anerkannt werden.
Kontakt
Beate Stock-Wagner
Leitung Akademie der Logopädie
Fon: 02323 499–2636 / -2367
E-Mail: [email protected]