Marien Hospital Herne

Ausbildung Ergotherapie

Nordrhein-Westfalen · Akademie der Ergotherapie
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Besoldung AVR Arbeitszeit nicht angegeben Befristung befristet 3 Jahre

Das Wichtigste im Überblick

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Ausbildungsbeginn: 01. Oktober
Mindestvoraussetzung: Fachoberschulreife
Vergütung: Wird vergütet
Bewerbung: Online-Bewerbung

Ergotherapie – Was ist das?

Interessiert an einer sinnvollen und abwechslungsreichen Tätigkeit im Gesundheitswesen? Dann ist die Ergotherapie genau das Richtige!

Staatlich anerkannte Ergotherapeuten bzw. zur staatlich anerkannte Ergotherapeutinnen unterstützen Menschen jeden Alters, die aufgrund von Krankheit, Verletzungen oder Behinderungen eingeschränkt sind. Ziel ist es, die Selbständigkeit im Alltag wiederherzustellen oder zu verbessern.

Die Ergotherapie bietet vielfältige Möglichkeiten. Wer gerne mit Menschen arbeitet, kreativ ist und einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität anderer leisten möchte, findet hier eine erfüllende Aufgabe.

Die Ergotherapie hat das Ziel, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verloren gegangene oder nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltag wieder zurück zu erlangen. Dafür werden Bewegungsabläufe, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit der Betroffenen geschult sowie mit Hilfsmitteln trainiert und unterstützt. Die Ergotherapie beruht auf einer medizinisch-sozialwissenschaftlichen Grundlage. Der Mensch als Ganzes steht im Mittelpunkt, nicht nur ein einzelnes, zu behandelndes Körperteil oder ein einzelner Körperbereich.

Während der Ausbildung werden umfassende Kenntnisse der Anatomie, der speziellen Krankheitslehre sowie aktuelle Therapieverfahren vermittelt, sodass ein fundiertes ergotherapeutisches Fachwissen erlangt wird.

Fundierte Ausbildung ohne Schulgeld und mit Gehalt

Am Campus der St. Elisabeth Gruppe in Herne erwartet Auszubildende der Ergotherapie eine fundierte und praktische Ausbildung, die sie optimal auf den zukünftigen Beruf vorbereitet. Die Ausbildung zum Ergotherapeuten / zur Ergotherapeutin ist zudem noch schulgeldfrei und mit Gehalt.

Vielfältige Arbeitsbereiche

Was den Beruf in der Ergotherapie zusätzlich spannend macht, sind die unterschiedlichen Fachbereiche wie Arbeitsmedizin, Orthopädie, Traumatologie, Innere Medizin, Rheumatologie, Geriatrie, Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychosomatik. Der Beruf bietet damit zahlreiche Möglichkeiten, sich zu spezialisieren und weiterzuentwickeln.

Neurologie

In der Neurologie arbeiten Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten mit Patientinnen und Patienten zusammen, die etwa aufgrund eines Schlaganfalls, einer Schädel-Hirn-Verletzung oder Parkinson eingeschränkt sind. Bei diesen Patienten und Patientinnen geht es darum, Haltungs- und Bewegungsmuster zu verbessern, die Konzentration und Merkfähigkeit sowie das Erfassen und Erkennen von Personen und Gegenständen zu fördern.

Orthopädie, Traumatologie und Rheumatologie

In der Orthopädie, Traumatologie und Rheumatologie behandeln Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Menschen mit angeborenen Fehlbildungen, Erkrankungen der Gelenke, Nervenlähmungen, Tumoren, Muskeln und Nerven. Der Fokus der Therapie liegt darauf, die Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Koordination der Betroffenen wiederherzustellen. Zur Ergotherapie gehören hier auch, den Umgang mit Schienen oder Prothesen zu üben.

Geriatrie

Im Fachbereich Geriatrie arbeiten Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten mit älteren Menschen. Das kann besondere Anforderungen an die Behandlung stellen, weil viele ältere Menschen mehrere Erkrankungen haben. Neben einer Demenzerkrankung können etwa auch körperliche Einschränkungen vorliegen. Auch, wie und wo die Menschen wohnen und das soziale Umfeld spielen bei der ergotherapeutischen Behandlung eine wichtige Rolle. Zwei wichtige Aufgaben der Ergotherapie bei lebensälteren Menschen sind, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und Alltagskompetenzen zu schulen, also etwa das Gedächtnis und den Orientierungssinn zu trainieren, zu üben allein zu essen und zu trinken sowie die Körperpflege und sich selbst an- und auszuziehen. Hinzu kommt im Fachbereich Geriatrie die Beratung der Angehörigen.

Pädiatrie

In der Pädiatrie geht es darum, körperliche oder psychische Einschränkungen bei Kindern so früh wie möglich zu beheben oder zu mildern. Dabei können Malen, Klettern und das spielerische Üben alltäglicher Dinge helfen. Kinder und Jugendliche in der Ergotherapie haben meist Entwicklungsstörungen, Behinderungen, Hirnschädigungen, Bewegungsstörungen oder Probleme in der Sozialentwicklung. Hier fördern Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten die Wahrnehmung und Bewegung des Körpers. Die Sinneswahrnehmung, die Konzentration und die sozialen Kompetenzen werden ebenfalls in der Ergotherapie mit Kindern und Jugendlichen verbessert.

Psychiatrie

In der Psychiatrie arbeiten Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen mit Patienten und Patientinnen jeden Alters, die z. B. Verhaltensstörungen, Depressionen, Essstörungen, Schizophrenie, Drogen- oder Medikamentensüchten haben. Betroffene leiden unter Symptomen wie mangelndem Antrieb, verminderter Belastbarkeit und Flexibilität und haben häufig Probleme mit der Tagesstrukturierung. Die Ergotherapie im Fachbereich umfasst z. B. den Vergleich von Selbst- und Fremdwahrnehmung, die Schulung der Körperwahrnehmung, des Vertrauens in sich selbst und andere oder die Wiedererlangung sozialer Kompetenzen.

Arbeitstherapie

In der Arbeitstherapie sorgen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten dafür, die Arbeitsfähigkeit von Menschen mit psychischen oder körperlichen Einschränkungen wiederherzustellen. Dafür üben Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten zuerst Ausdauer, Tages- und Zeitstrukturierung mit den Patientinnen und Patienten. Auch das Selbstvertrauen und die Entscheidungsfähigkeit werden gestärkt. Darüber hinaus arbeiten Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen mit den Patienten und Patientinnen an der körperlichen Belastbarkeit, um wieder eine Tätigkeit ausüben zu können. Beratung zu beruflichen Möglichkeiten oder zu einer Wiedereingliederung in das Arbeitsleben, gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Ergotherapie in der Arbeitstherapie.

Perspektiven nach der Ergotherapie-Ausbildung

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung haben staatlich anerkannte Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen mehrere Möglichkeiten für deinen beruflichen Werdegang, z. B.:

  • Übernahme in die Kliniken und Einrichtungen der St. Elisabeth Gruppe
  • Anstellung in anderen Sozial- und Gesundheitseinrichtungen, wie Rehabilitationskliniken oder Alten- und Pflegeheime sowie in ergotherapeutischen Praxen, Förderschulen oder Frühförderzentren.
  • Selbständig machen mit eigener Praxis für Ergotherapie
  • Studium
  • Fort- und Weiterbildungen zu diversen ergotherapeutischen Themen

Wie läuft die Ausbildung zum Ergotherapeuten ab?

Während der dreijährigen Ausbildung erhältst du fundiertes Fachwissen sowohl während der schulischen Ausbildung als auch der fachpraktischen Ausbildung. Die Ausbildung umfasst 2.700 Unterrichtsstunden mit theoretischen und praktischen Inhalten. Der Unterricht findet am Campus der St. Elisabeth Gruppe statt.

Die Ausbildung vermittelt umfassende Kenntnisse und medizinische Grundlagen wie Anatomie, Physiologie, allgemeine Krankheitslehre und ergotherapeutische Grundlagen sowie ergotherapeutische Behandlungsverfahren.

Die Ergotherapie-Ausbildung vermittelt, wie Ergotherapeutinnen und -therapeuten Menschen jeden Alters mit körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkungen dabei unterstützen können, ihren Alltag wieder selbstständig zu bewältigen und wieder gesellschaftliche Teilhabe zu erlangen.

Mit der Anbindung an die Akademie der Ergotherapie der St. Elisabeth Gruppe ist die schulische Ausbildung nach aktuellen wissenschaftlichen Standards gewährleistet.

Ein wichtiger Bestandteil der fachpraktischen Ausbildung sind Übungen und Projekte, in denen du dein erlerntes Wissen anwenden kannst.

Mit Praktika in verschiedenen Einrichtungen der St. Elisabeth Gruppe erhalten Auszubildende Einblicke in unterschiedliche Arbeitsfelder der Ergotherapie und lernen alle geeigneten Behandlungsverfahren wie psychosoziale Behandlungsverfahren, motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren, arbeitstherapeutische Behandlungsverfahren und neuropsychologische Behandlungsverfahren in verschiedenen medizinischen Fachbereichen kennen.

Vergütung

Die Ausbildung ist schulgeldfrei. Während der Ausbildung erhalten Sie eine Ausbildungsvergütung* nach AVR (Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes).

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.365,24 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.425,30 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.522,03 Euro

* Stand 02/2026, Angaben in Brutto

Voraussetzungen

  • mindestens Fachoberschulreife
  • Kreativität
  • Empathie
  • Reflexionsfähigkeit

Ausbildungsstart und Bewerbung

Ausbildungsstart: 01.10.2026

Für die Bewerbung benötigte Unterlagen:

  • Motivationsschreiben (Begründung der Berufswahl)
  • Lebenslauf
  • Zeugniskopien
  • Nachweis eines mindestens 2-wöchigen Praktikums oder Hospitation mit fachbezogener oder berufsverwandter Tätigkeit, gerne auch FSJ in genannten Bereichen

Erst zu Beginn der Ausbildung:

  • Ärztliches Attest
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • 2 Passbilder

Zur Bewerbung:
Die Bewerbung erfolgt online über das Jobportal der St. Elisabeth Gruppe direkt auf die ausgeschriebene Ausbildungsstelle: Ausbildung Ergotherapie

Kontakt

Beate Stock-Wagner
Leitung Akademie der Ergotherapie
Fon: 02323 499–2636 / -2637
E-Mail: [email protected]

Besonderheiten
Ausbildung [QS18-B 2026-09-05] Kategorie 'Therapeuten' → 'Ausbildung' (S3-Regelmodul, Betreiber-Entscheide 101-105)
Schlagworte
ErgotherapieAusbildungGesundheitFachoberschulreifeAVRHerneNeurologiePsychiatriePädiatriePraktikum
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