Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Bereich „Organisation und Innovation“ mit einem Themenschwerpunkt auf organisationalen und gesellschaftlichen Wandel des Gesundheitssystems
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Das vom Land Niedersachsen im Rahmen von zukunft.niedersachsen geförderte Projekt „Digitale Transformation der Versorgung in der Fläche“ (TransVer) untersucht den sich vollziehenden Strukturwandel der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum wissenschaftlich am Beispiel der Umwandlung von Kliniken in regionale Versorgungszentren (RVZ) und der Stärkung zentralisierter und digitalisierter Versorgungsstrukturen. Der Wandel der gesundheitlichen Versorgung wird dabei nicht nur technisch und medizinisch betrachtet, sondern als sozialer Transformationsprozess mit weitgehenden gesellschaftlichen und organisationalen Voraussetzungen und Implikationen analysiert. Durch eine breite Beteiligung von Bürger*innen, Gesundheitsfachkräften, Verwaltungsbehörden, Kostenträgern sowie den Forscher*innen des Verbundprojekts möchte das Projekt zur Aushandlung und Entwicklung bedarfsgerechter und innovativer Formen der gesundheitlichen Versorgung in der Fläche beitragen. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.transver-projekt.de . Das zu bearbeitende Teilprojekt wird von der Arbeitsgruppe „Organisation und Innovation“ am Institut für Sozialwissenschaften verantwortet, deren Forschung auf Transitionsprozesse und Organisationen ausgerichtet ist. Entsprechend fokussiert das Teilprojekt auf eine Analyse der stattfindenden soziotechnischen Transformation der gesundheitlichen Versorgung in der Fläche und der damit einhergehenden organisationalen Umstrukturierungsprozesse. Hierfür sollen mit Hilfe insbesondere qualitativer Methoden der empirischen Sozialforschung die sozialen und organisationalen Dynamiken der Digitalisierung und Zentralisierung der medizinischen Versorgung im Kontext der Gründung von Regionalen Versorgungszentren (RVZ) untersucht werden. Von Interesse sind dabei beispielsweise Arbeitsabläufe, Zuständigkeiten und Machtbeziehungen zwischen unterschiedlichen beteiligten Akteur*innen.
Ihre Aufgaben
- eigenständige Durchführung von empirischen und konzeptionellen Forschungsarbeiten im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts TransVer, die Konzeption und Durchführung eigener Forschungsarbeiten innerhalb des Projektfokus
- Vorbereitung und Veröffentlichung von Artikeln in internationalen, peer-reviewten Fachzeitschriften, Präsentation von Ergebnissen auf (inter-)nationalen Konferenzen und Workshops
- Mitwirkung an Transferaktivitäten für außerwissenschaftliche Zielgruppen (insbesondere Politik, Gesundheitsakteur*innen)
- Beiträge zum Projektmanagement (administrativ und organisatorisch)
- Einbringen in Aktivitäten der Arbeitsgruppe.
Ihr Profil
Erforderlich ist / Einstellungsvoraussetzungen
- ein abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulabschluss (Master, Diplom) in einem sozialwissenschaftlichen Fach oder einer verwandten Disziplin (Wirtschaftswissenschaften, Versorgungswissenschaften, Public Health o.ä.)
- für das Projekt relevante Vorkenntnisse in den Feldern der sozialwissenschaftlichen Organisations-, Innovations-, Gesundheits- oder Transitionsforschung, bevorzugt mit einem Fokus auf Digitalisierung
- sehr gute Kenntnisse qualitativer Forschungsmethoden, insbesondere leitfadengestützter Expert*inneninterviews
- eine selbstständige, ziel- und ergebnisorientierte Arbeitsweise und die Fähigkeit zu wissenschaftlich-methodischem Handeln
- sehr gute Englischkenntnisse und sehr gute Deutschkenntnisse.
Erwünscht sind / Von Vorteil sind
- erste Publikationen oder Forschungsergebnisse im Gebiet der Organisations-, Innovations- Gesundheits-, oder Transitionsforschung als Vorarbeiten für die vorgesehene Tätigkeit
- eine thematisch relevante, fortgeschrittene oder abgeschlossene Promotion
- Kenntnisse des Gesundheitssystems
- Erfahrung in interdisziplinären Projekten, vorzugsweise auf dem Gebiet der Organisations-, Innovations-, Gesundheits- oder Transitionsforschung
- Kenntnisse in quantitativen Forschungsmethoden.
Wir bieten
- interessante Aufgaben in einem aktuellen Themenfeld bei individueller Betreuung
- vielfältige Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung
- Möglichkeit der wissenschaftlichen Weiterqualifikation
- ein international vernetztes Forschungsumfeld
- Zusammenarbeit in einem jungen und freundlichen Team.
Unser Anspruch
Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Gemäß § 21 Abs. 3 NHG sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.