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Nichtamtliche Gesamtfassung
Ordnung der Hochschule Rhein-Waal
für die Besetzung von Professuren, Professurvertretungen und
Honorar- und Gastprofessuren und für das Verfahren zum Nach-
weis der pädagogischen Eignung
(Berufungsordnung)
vom 23.02.2022
(Amtliche Bekanntmachung 4/2022)
in der Fassung der
zweiten Änderungssatzung
vom 30.05.2023
(Amtliche Bekanntmachung 28/2023)
Präambel ......................................................................................................................................... 3
§ 1 ................................................................................................................................................... 3
Geltungsbereich .............................................................................................................................. 3
§ 2 ................................................................................................................................................... 3
Fristen ............................................................................................................................................. 3
I. Ordentliche B erufungsverfahren ........................................................................... 4
§ 3 ................................................................................................................................................... 4
Einleitung des Berufungsverfahrens ............................................................................................... 4
§ 4 ................................................................................................................................................... 4
Berufungskommission .................................................................................................................... 4
§ 5 ................................................................................................................................................... 6
Berufungsbeauftragte/Berufungsbeauftragter ................................................................................ 6
§ 6 ................................................................................................................................................... 7
Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern bei der Berufung von
Professorinnen und Professoren ..................................................................................................... 7
§ 6a ................................................................................................................................................. 7
Kaskadenmodell ............................................................................................................................. 7
§ 7 ................................................................................................................................................... 8
Aktive Ansprache von potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern .............................................. 8
§ 8 ................................................................................................................................................... 8
Verfahrensgrundsätze in Berufungskommissionen ........................................................................ 8
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§ 9 ................................................................................................................................................. 10
Nichtöffentlichkeit; Vertraulichkeit ............................................................................................. 10
§ 10 ............................................................................................................................................... 10
Ausschreibung .............................................................................................................................. 10
§ 11 ............................................................................................................................................... 11
Prüfung der Bewerbungsunterlagen ............................................................................................. 11
§ 12 ............................................................................................................................................... 12
Verfahren bis zur Vorlage eines Berufungsvorschlags ................................................................ 12
§ 13 ............................................................................................................................................... 13
Erstellung der Berufungsliste (Berufungsvorschlag) und des Berufungsberichtes ....................... 13
§ 14 ............................................................................................................................................... 14
Verfahren im Fakultätsrat ............................................................................................................. 14
§ 15 ............................................................................................................................................... 15
Verfahren im weiteren Verlauf ..................................................................................................... 15
II. Verfahren zum Nachweis der pädagogischen Eignung .................................. 16
§ 16 ............................................................................................................................................... 16
Voraussetzungen und Verfahren .................................................................................................. 16
III. Professurvertretung .......................................................................................... 17
§ 17 ............................................................................................................................................... 17
Voraussetzungen und Verfahren .................................................................................................. 17
IV. Verleihung einer Honorarprofessur .................................................................. 18
§ 18 ............................................................................................................................................... 18
Voraussetzungen .......................................................................................................................... 18
§ 19 ............................................................................................................................................... 19
Verfahren in der Fakultät .............................................................................................................. 19
§ 20 ............................................................................................................................................... 20
Verfahren auf Präsidiumsebene .................................................................................................... 20
§ 21 ............................................................................................................................................... 20
Rücknahme, Widerruf .................................................................................................................. 20
§ 22 ............................................................................................................................................... 21
Antrittsvorlesung .......................................................................................................................... 21
V. Verleihung einer Gastprofessur ........................................................................ 21
§ 23 ............................................................................................................................................... 21
Grundsatz ..................................................................................................................................... 21
§ 24 ............................................................................................................................................... 21
Voraussetzungen .......................................................................................................................... 21
§ 25 ............................................................................................................................................... 21
Verfahren zur Verleihung ............................................................................................................. 21
§ 26 ............................................................................................................................................... 22
Rücknahme, Widerruf .................................................................................................................. 22
VI. Schlussbestimmungen ...................................................................................... 23
§ 27 ............................................................................................................................................... 23
Inkrafttreten; Übergangsbestimmungen ....................................................................................... 23
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Präambel
Berufungen sind für die Weiterentwicklung und als maßgebliches Element der Profilbil-
dung und Qualitätssicherung in Lehre und Forschung von herausragender Bedeutung.
In Anerkennung dessen werden Berufungsverfahren an der Hochschule Rhein- Waal
vom Präsidium und Fakultäten in gemeinsamer Verantwortung durchgeführt. Ziel jedes
Berufungsverfahrens muss es sein, die für eine definierte Professur am besten geeig -
nete Person zu finden.
Dabei ist es ein erklärtes Ziel der Hochschule Rhein- Waal, den Bewerberinnen und
Bewerbern in allen Stadien des Verfahrens mit großer Wertschätzung zu begegnen, ih-
re Interessen angemessen zu berücksichtigen sowie den Grundsätzen der Gleichstel -
lung gerecht zu werden. Die Hochschule Rhein- Waal würdigt die Vielfalt ihrer Mitglie-
der und begrüßt es, wenn sich diese Vielfalt in der Gruppe der Professorinnen und Pro-
fessoren widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund macht die Hochschule es sich auch
zur Aufgabe, den Anteil der Professorinnen unter den Lehrenden zu erhöhen, insbe-
sondere in Bereichen in denen Professorinnen unterrepräsentiert sind.
§ 1
Geltungsbereich
Diese Berufungsordnung regelt auf der Grundlage des Gesetzes über die Hochschulen
des Landes Nordrhein- Westfalen (Hochschulgesetz - HG) das Verfahren zur Beset -
zung von Professuren. Die Ordnung ist auch bei der Besetzung von Vertretungen von
Professuren, von zeitlich befristeten Professuren und Teilzeitprofessuren, bei Gast-
und Honorarprofessuren sowie bei der Einstellung nebenberuflich in einem privatrecht -
lichen Dienstverhältnis tätig werdender Professorinnen und Professoren gem.
§ 39 Abs. 6 HG anzuwenden.
§ 2
Fristen
(1) Das Berufungsverfahren ist so rechtzeitig einzuleiten und durchzuführen, dass die
Berufung zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen kann. Das Hochschulgesetz
NRW beschreibt in seiner aktuell gültigen Fassung folgende Konstellationen:
a) erreicht die Inhaberin/der Inhaber die Altersgrenze, soll der Berufungsvor -
schlag spätestens sechs Monate vor diesem Zeitpunkt vorgelegt werden
b) wird eine Stelle außerplanmäßig frei, soll der Berufungsvorschlag in der
Regel nicht später al s acht Monate nach Freiwerden der Stelle vorgelegt
werden.
Damit soll die frühestmögliche Wieder - oder Neubesetzung der Stelle gewährleistet
werden, da die Funktionsfähigkeit von Studium und Lehre beeinträchtigt wird, wenn
Stellen zu lange unbesetzt blieben. Daher sollte das Verfahren von der in der Aus -
schreibung der Stelle genannten Bewerbungsfrist bis zur Entscheidung der Fakultät über
die Berufungsliste die Dauer von sechs Monaten nicht überschreiten.
(2) Falls die, in Absatz 1 genannten, Fristen nicht eingehalten werden können, eröff -
net das Hochschulgesetz der Präsidentin/dem Präsidenten das Privileg, auch oh -
ne Vorschlag der Fakultät zu berufen. Eine zu berufende Person muss alle hier
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beschriebenen Verfahrensschritte durchlaufen. Die Fakultät ist hierzu vorher zu
hören.
I. Ordentliche Berufungsverfahren
§ 3
Einleitung des Berufungsverfahrens
(1) Beim Freiwerden einer Professur bestimmt das Präsidium i. S. d. §§ 2 Abs. 3, 16
Abs. 1 und 38 Abs. 1 Satz 5 HG über die weitere Verwendung der Planstelle. Für jede
zu besetzende Professur beantragt die Dekanin / der Dekan auf Beschluss des Fakul -
tätsrates und auf Basis des Fakultäts- und Hochschulentwicklungsplanes deren Zuwei-
sung in die Fakultät und deren Ausschreibung. Bei der Entwicklung der A usschreibung
ist die Gleichstellungsbeauftragte zu beteiligen. Die Rechte der Schwerbehindertenver-
tretung werden entsprechend des SGB IX berücksichtigt.
(2) Dem Antrag sind der Fakultätsratsbeschluss, die Einbindung der Professur in das
strategische Konzept der Fakultät, die Auslastungsberechnung auf der Grundlage der
jeweils gültigen Lehrdeputatsregelung und des geplanten Lehreinsatzes, die Stellen-
ausschreibung und eine Liste der Mitglieder der Berufungskommission beizufügen.
Hierbei sollte eine freiwillige Selbstauskunft der Mitglieder vorliegen, wer bereits an ei -
ner Schulung zur Durchführung von Berufungskommissionen teilgenommen hat. Die- ser
Antrag ist dem Dezernat Personal und Organisation einzureichen. Dort wird die
Verfügbarkeit einer Planstelle geprüft, eine kapazitativ -strategische Stellungnahme der
Stabsstelle für Controlling und Statistik eingeholt und dieser anschließend dem Präsi -
dium vorgelegt. Der Gleichstellungsbeauftragten und der Schwerbehindertenvertretung
wird Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
(3) Das Präsidium prüft den Antrag der Fakultät hinsichtlich der Anforderungen des vom
Präsidium beschlossenen Berufungsleitfadens, der strategischen Ausrichtung und den
Stellenplanungen und entscheidet über die Ausschreibung der Stelle. Beabsichtigt das
Präsidium, dem Antrag des Fakultätsrats ganz oder teilweise nicht zuzustimmen, so
gibt es vor seiner endgültigen Entscheidung der Fakultät Gelegenheit zur Stellung -
nahme.
§ 4
Berufungskommission
(1) Die Mitglieder der Berufungskommission werden von den Mitgliedern des Fakultäts-
rates gewählt. Der Vorsitz liegt immer bei der ausschreibenden Fakultät und kann nur
von einem Mitglied aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren übernommen
werden. Der Fakultätsrat stimmt über die Zusammensetzung de r Kommission ab. Die
Dekanin/der Dekan gibt diese der Präsidentin/dem Präsidenten bekannt. Die Tätigkeit
der Berufungskommission beginnt mit der Benennung der Mitglieder durch den Fakul -
tätsrat und endet mit der Besetzung der ausgeschriebenen Stelle, andernfalls auf Be-
schluss des Fakultätsrats.
(2) Die Berufungskommission besteht aus folgenden stimmberechtigen Mitgliedern:
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a) bis zu fünf Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren, wobei
die Mehrheit der stimmberechtigten Mitg lieder der Berufungskommission dieser
Gruppe angehören muss; ein Mitglied dieser Gruppe soll einer anderen Fakultät
angehören, ein Mitglied dieser Gruppe kann einer anderen Hochschule angehö -
ren,
b) eine Vertreterin oder ein Vertreter aus der Gruppe der akademischen Mitarbeiten-
den,
c) zwei Vertreterinnen/Vertreter aus der Gruppe der Studierenden.
(3) Des Weiteren gehören der Berufungskommission weitere nicht stimmberechtigte
Mitglieder an:
a) die Dekanin/der Dekan oder die Prodekanin/der Prodekan der Fakultät, soweit
sie/er nicht als gewähltes Mitglied gemäß Abs. 2 der Berufungskommission ange-
hören,
b) eine Berufungsbeauftragte/ein Berufungsbeauftragter gem. § 5 der Berufungsord-
nung,
c) optional eine/ein weitere/r Vertreterin oder Vertreter aus der Gruppe der akademi-
schen Mitarbeitenden,
d) optional eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter aus dem Bereich der Hoch-
schuldidaktik der Hochschule Rhein-Waal,
e) optional ein Mitglied des Präsidiums,
f) optional ein Mitglied einer externen Hochschule, einer externen Einrichtung oder
eines externen Unternehmens.
Gemäß § 9 Abs. 2 LGG NRW muss die Berufungskommission geschlechtsparitätisch
besetzt werden. Der Kommission muss mindestens eine Professorin als gewähltes und
stimmberechtigtes Mitglied angehören. In Fakultäten, in denen keine Professorin ver -
treten ist, müssen Professorinnen verwandter Lehrgebiete aus der eigenen Hochschule
in die Berufungskommission gewählt werden. Die Gleichstellungsbeauftragte der
Hochschule wird hinsichtlich der Bemühungen einer geschlechtsparitätischen Beset -
zung angehört. Ist eine geschlechtsparitätische Besetzung aus zwingenden Gründen
nicht möglich, sind die Gründe hierfür aktenkundig zu machen.
Dem Gebot der geschlechtsparitätischen Besetzung kann dadurch entsprochen wer -
den, dass der Frauenanteil in der Gruppe der Professorinnen und Professoren mindes-
tens dem Frauenanteil entspricht, der in der Gruppe der Professorinnen und Professo-
ren ausgewiesen ist, aus deren Kreis die Gremienbesetzung erfolgt und hinsichtlich der
weiteren Gruppen eine geschlechtsparitätische Besetzung vorliegt. Voraussetzung da-
für ist, dass eine geschlechtsparitätische Besetzung trotz intensiver Bemühungen nicht
gelingt. Die Bemühungen sind zu protokollieren.
(4) Auf Beschluss der Berufungskommission können weitere Personen mit einer spezi-
fischen fachlichen Ausrichtung oder Erfahrungen in der Personalauswahl zu einzelnen
Sitzungen beratend hinzugezogen werden (z.B. aus der Hochschuldidaktik, dem ZfQ,
einer externen Institution).
(5) Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte und die Schwerbehindertenvertretung
nehmen an den Sitzungen mit Antrags - und Rederecht teil; sie sind wie Mitglieder zu
laden und zu informieren; sie sind nicht stimmberechtigt.
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(6) Die Mitgliedschaft in einer Berufungskommission ist ein persönliches Amt, d.h. die
Ausübung der Tätigkeit ist unmittelbar und ausschließlich an die Person des vom Fa-
kultätsrat gewählten Kommissionsmitglieds gebunden. Eine Vertretung ist ausge-
schlossen. Ist ein Mitglied der Berufungskommission auf Dauer nicht in der Lage, die ihm
übertragenen Aufgaben wahrzunehmen, ist durch den Fakultätsrat umgehend ein
Ersatzmitglied zu wählen.
(7) Alle Sitzungen der Berufungskommission und alle Bewerbungsunterlagen sowie
Gutachten sind vertraulich und nicht -öffentlich. Die Mitglieder d er Berufungskommissi-
on sind von der oder dem Vorsitzenden zu Beginn der ersten Sitzung entsprechend zu
unterweisen. Bei Nachfragen von Bewerberinnen und Bewerbern über den Stand des
Berufungsverfahrens dürfen nur die Vorsitzende/der Vorsitzende und das R ecruiting
Auskunft erteilen.
(8) Der Berufungskommission darf nicht angehören, wer die Stelle innehat oder inne -
gehabt hat und aus dieser Professur ausscheiden wird oder ausgeschieden ist. Dies gilt
nicht für Vertretungsprofessuren.
(9) Sämtlichen Mitgliedern von Berufungskommissionen werden Weiterbildungen zur
Vermittlung des eignungsdiagnostischen Standards angeboten. Die Mitglieder der Be -
rufungskommissionen, mit Ausnahme der Studierenden, sollen an einer solchen Wei -
terbildung teilgenommen haben. Die Fakultä tsleitung wirkt darauf hin. Die Angabe der
derart qualifizierten Mitglieder der Berufungskommission ist Bestandteil des Antrages auf
Stellenausschreibung i. S. d. § 3 Abs. 2 dieser Ordnung.
§ 5
Berufungsbeauftragte/Berufungsbeauftragter
(1) Das Präsidium setzt zur Betreuung der Berufungskommissionen und Begleitung der
Verfahren eine Berufungsbeauftragte oder einen Berufungsbeauftragten ein. Sie bzw. er
ist berechtigt, als nicht stimmberechtigtes Mitglied an den Sitzungen der Berufungs -
kommissionen teilzunehmen.
(2) Die Berufungsbeauftragte/der Berufungsbeauftragte wirkt auf die fakultätsübergrei-
fende Einhaltung gleichbleibend hoher Qualitätsstandards in den Berufungsverfahren
hin.
(3) Die Berufungsbeauftragte/der Berufungsbeauftragte unterstützt die Berufungskom -
mission in Verfahrensfragen und kann von allen Mitgliedern der Kommission kontaktiert
werden, übernimmt jedoch keine Aufgaben der Berufungskommissionsvorsitzen-
den/des Berufungskommissionsvorsitzenden. Sie/er gibt Hilfestellung bei der Umset -
zung der v orgegebenen Richtlinien, greift aber nicht in die Entscheidungsfindung der
Kommission ein. Während des gesamten Verfahrens soll sie/er in Abstimmung mit der
oder dem Berufungskommissionsvorsitzenden als Ansprechperson insbesondere in
formalen und organisatorischen Fragen zur Verfügung stehen.
(4) Vom Präsidium werden vier zentrale Berufungsbeauftragte bestellt, die jeweils eine
Fakultät betreuen.
(5) Dem oder der Berufungsbeauftragten wird die Gelegenheit gegeben, den Beru-
fungsbericht zur Kenntnis zu nehmen.
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§ 6
Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern bei der
Berufung von Professorinnen und Professoren
Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist am gesamten Verfahren gemäß § 24 HG
NRW in Verbindung mit § 17 LGG NRW frühzeitig zu beteiligen.
In diesem Rahmen ist die Gleichstellungsbeauftragte insbesondere zu beteiligen bei
a) dem Anforderungsprofil,
b) der Stellenausschreibung (Ausschreibungstext),
c) der Ausschreibung einer Professur, sobald das Präsidium zugestimmt hat,
d) den eingegangenen Bewerbungen,
e) den Auswahlkriterien,
f) der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber, die zur Probelehrveranstaltung
eingeladen werden sollen,
g) der Rangliste der Berufungskommission,
h) dem Abschlussbericht der Berufungskommission.
Hierzu erhält sie alle Bewerbungsunterlagen zur Durchsicht. Ihr ist Gelegenheit zur be -
ratenden Teilnahme an den Sitzungen aller Gremien zu geben. Auch zu den Probe -
lehrveranstaltungen und Kontaktgesprächen aller Bewerberinnen und Bewerber ist sie
rechtzeitig gemeinsam mit der Berufungskommission, mindestens fünf Arbeitstage vor
der Sitzung, einzuladen. Sie hat das Recht, in allen Stufen der Entscheidungsfindung ein
schriftliches Votum abzugeben; § 18 LGG NRW ist zu beachten. Das jeweilige Gremium
nimmt dazu Stellung. Sie hat das Recht, sich jederzeit über das Verfahren umfassend
zu informieren.
§ 6a
Kaskadenmodell
(1) Die Hochschule Rhein- Waal wirkt darauf hin, dass unter den Professorinnen und
Professoren ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis erzielt wird. Um dies zu errei-
chen, setzt das Präsidium für die in den Fakultäten vertretenen Fächergruppen im Ein-
vernehmen mit der Gleichstellungskommission mit der Dekanin/dem Dekan eine
Gleichstellungsquote auf Basis des Kaskadenmodells, gem. § 37a HG NRW, für in der
Regel drei Jahre fest. Nach Ablauf der drei Jahre ist dem Präsidium und der Gleichstel-
lungskommission durch die Dekanin/den Dekan der Fakultät schriftlich zu berichten,
welche Schritte zur Erreichung der Quote unternommen wurden.
(2) Die Fächergruppen werden unter Mitwirkung der Dekaninnen und Dekane und der
zentralen Gleichstellungsbeauftragten durch Beschluss des Präsidiums anhand der zum
Beschlusszeitpunkt nach gleichstellungspolitischen Zielen innerhalb einer Fakultät
sinnvollerweise zusammenfassbaren Fächern gebildet.
(3) Die Gleichstellungsquote und die Fächergruppen werden spätestens nach drei Jah-
ren durch das Präsidium im Einvernehmen mit der Dekanin/dem Dekan überprüft und
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gegebenenfalls neu festgesetzt. Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte wird an dem
Verfahren beteiligt.
(4) Die Hochschule strebt an, in den Fächergruppen ein Verhältnis zwischen Professo -
rinnen und Professoren zu erreichen, welches der Gleichstellungsquote nach Absatz 1
entspricht. Diese Gleichstellun gsquote findet keine Anwendung, wenn in einem Fach
oder einer Fächergruppen der Anteil der Professorinnen im Verhältnis zu dem Anteil der
Professoren überwiegt.
(5) Die Gleichstellungsquote der Hochschule Rhein-Waal ist zu veröffentlichen.
§ 7
Aktive Ansprache von potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern
(1) Zusätzlich zur Ausschreibung sollen besonders geeignete Persönlichkeiten, insbe-
sondere auch Frauen, gezielt angesprochen und zur Bewerbung aufgefordert werden.
(2) Ein Mitglied der Berufungskommission erhält den expliziten Auftrag, geeignete Be -
werberinnen und Bewerber zu identifizieren und direkt anzusprechen. Solange kein
anderes Mitglied mit dessen Einverständnis beauftragt wurde, umfasst die Aufgabe der
oder des Vorsitzenden der Berufungskommission auch diese Aufgabe. Das beauftragte
Mitglied der Berufungskommission wirkt auch darauf hin, dass sich andere Mitglieder der
Hochschule an der Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern beteili- gen.
(3) Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte und die Gleichstellungsbe