Am Institut f. interdisziplinäre Konflikt- u. Gewaltforschung (IKG) ist die folgende Position zu besetzen:
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d)
Kennziffer: Wiss26354
Start: 01.01.2027
Arbeitszeit: Teilzeit 75 %
Vergütung: Vergütung nach E13 TV-L
Befristung: befristet
Das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) wurde 1996 in Bielefeld gegründet mit dem Ziel, eine Lücke in der interdisziplinären Konflikt- und Gewaltforschung zu schließen. Mittlerweile ist das IKG eine der führenden deutschen Forschungseinrichtungen in diesem Bereich und bietet eine umfassende Struktur für interdisziplinäre Theorieentwicklung und empirische Forschung zu politisch und gesellschaftlich relevanten Phänomenen rund um Konflikte und Gewalt sowie deren Implikationen für sozialen Zusammenhalt, Partizipation, Demokratie und Frieden.
Das Projekt „HoKonNect – Hochschulmanagement im Kontext gesellschaftlicher Konflikte: Ansätze zur Konfliktbearbeitung und Vernetzung“ entwickelt Weiterbildungs- und KI-gestützte Beratungsangebote für Hochschulen im Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten: Proteste zu strittigen politischen Themen, Debatten um Wissenschafts- und Meinungsfreiheit sowie Auseinandersetzungen um Diversität und Gleichstellung werden zunehmend zur Aufgabe der Hochschulgovernance. Bislang werden Erkenntnisse zu solchen Konfliktdynamiken aus der Wissenschafts- und Hochschulforschung nur begrenzt in praxisrelevante Formate überführt. Ziel von HoKonNect ist es, auf Basis von Forschungsergebnissen ein modulares Weiterbildungsformat und KI-gestützte Beratungsangebote für Mitarbeitende im Hochschulmanagement zu entwickeln, an Partnerhochschulen zu erproben und auf Grundlage von Evaluierungen der Pilotphase weiterzuentwickeln. Auf die Weise möchte das Projekt die Praxis des Hochschulmanagements unter Bedingungen gesellschaftlicher Polarisierung unterstützen.
Das Projekt ist an der Schnittstelle von Wissenschaftsmanagement, Forschung und Praxis der Konfliktbearbeitung verortet. Ein zentrales Element des Projekts ist die Koordination eines transdisziplinären Fachnetzes. Das Fachnetz bringt Akteur*innen aus Hochschulmanagement, Wissenschafts- und Hochschulforschung sowie Konfliktbearbeitungspraxis zusammen und begleitet die partizipative Entwicklung der Transferformate.
Die Position richtet sich an Personen mit Erfahrungen in der empirischen Forschung und der Entwicklung von Weiterbildungsformaten im Bereich Mediation/Konfliktmanagement sowie Interesse an Hochschulgovernance.
Für Fragen zum Projekt können Sie sich an Dr. Sonja Fücker ([email protected]) wenden.
Ihre Aufgaben
- Mitwirkung an Sekundäranalysen und Datenaufbereitungen aus der Wissenschafts- und Hochschulforschung (15 %)
- Konzeption, Pilotierung und Evaluation eines Weiterbildungsmoduls für Präsenz- und Onlinetrainings (35 %)
- Entwicklung von Schulungsmaterialien (10 %)
- Koordination eines transdisziplinären Fachnetzes (10 %)
- Organisation von Veranstaltungen (20 %)
- Präsentation und Publikation von Projektergebnissen (10 %)
O. g. Aufgaben werden teilweise auch im Rahmen von Dienstreisen innerhalb Deutschlands wahrgenommen.
Die Beschäftigung ist der wissenschaftlichen Qualifizierung förderlich, die Gelegenheit zur wissenschaftlichen (Weiter-)Qualifikation wird gegeben.
Unser Angebot
- Vergütung nach E13 TV-L
- befristet bis zum 30.06.2029 (§ 2 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG; entsprechend den Vorgaben des WissZeitVG und des Vertrages über gute Beschäftigungsbedingungen kann sich im Einzelfall eine abweichende Vertragslaufzeit ergeben)
- Teilzeit 75 %
- interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten
- Vielzahl von Gesundheits-, Beratungs- und Präventionsangeboten
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- flexible Arbeitszeiten
- grundsätzliche Möglichkeit zum mobilen Arbeiten gem. Dienstvereinbarung
- 30 Tage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche
- gute Verkehrsanbindung
- betriebliche Zusatzversorgung (VBL)
- kollegiale Zusammenarbeit
- offene und angenehme Arbeitsatmosphäre
- spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten
- modernes Arbeitsumfeld mit digitalen Prozessen
- vielfältige Angebote (Mensa, Cafeteria, Restaurants, Uni-Shop, Geldautomaten etc.)
Ihr Profil
Das erwarten wir
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (z. B. Master) in den Bereichen Sozialwissenschaften, Soziologie, Erziehungswissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Politik- oder Verwaltungswissenschaft, Wissenschafts- und Hochschulforschung oder in einer verwandten Disziplin
- Erfahrungen in der empirischen Sozialforschung/Evaluationsforschung
- Kenntnisse in Mediation, Konfliktmanagement/-beratung, durch eine einschlägige Aus- oder Weiterbildung
- nachweisliche Kenntnisse in der didaktisch-inhaltlichen Konzeption und Durchführung von Trainings-, Weiterbildungs- oder Qualifizierungsformaten
- Erfahrungen im Feld des Wissenstransfers, insbesondere an Schnittstellen von Forschung und Praxis oder Forschung und Bildung
- Fähigkeit zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten und eigenständiger Organisation von Arbeitsprozessen
- Bereitschaft, sich in komplexe wissenschaftliche, organisationale und gesellschaftspolitische Zusammenhänge einzuarbeiten
- Fähigkeit zum transdisziplinären Denken
- aehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
- Fähigkeit zur und Interesse an Teamarbeit sowie Freude am wissenschaftlichen und fachlichen Austausch mit Kolleg*innen und Kooperationspartner*innen
Das wünschen wir uns
- Kenntnisse oder Erfahrungen in der Wissenschafts- und Hochschulforschung
- Interesse an Wissenschaftsmanagement/Hochschulgovernance
Interessiert?
Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung. Bitte nutzen Sie hierzu vorzugsweise unser Online-Formular, welches Sie über den unten stehenden Button "JETZT BEWERBEN" erreichen.
Bewerbungsfrist: 30.10.2026
Kontakt
Heiko Mata
0521 106-67409
[email protected]
Anschrift
Universität Bielefeld
IKG
Heiko Mata
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
Die Universität Bielefeld ist für ihre Erfolge in der Gleichstellung mehrfach ausgezeichnet und als familienfreundliche Hochschule zertifiziert. Sie freut sich über Bewerbungen von Frauen. Dies gilt im besonderen Maße im wissenschaftlichen Bereich sowie in Technik, IT und Handwerk. Bewerbungen von geeigneten schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten behinderten Menschen sind ausdrücklich erwünscht. An der Universität Bielefeld werden Stellenbesetzungen auf Wunsch grundsätzlich auch mit reduzierter Arbeitszeit vorgenommen, soweit nicht im Einzelfall zwingende dienstliche Gründe entgegenstehen.