Wiss. Mitarbeiter*in (m-w-d) an der Medizinischen Fakultät, Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Uni Halle Stellenangebote →Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m-w-d)
Modern, vernetzt, traditionsbewußt; Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist die größte Hochschule des Landes Sachsen-Anhalt. Sie kann auf eine Geschichte von über 500 Jahren zurückblicken und hat heute rund 20.000 Studierende. Die Forschungsschwerpunkte der MLU liegen in den Material- und Biowissenschaften, der Aufklärungs- sowie der Gesellschafts- und Kulturforschung. Darüber hinaus beherbergt die Universität eine Vielzahl kleiner Fächer unter ihrem Dach, die zum Teil einzigartig sind. National wie international ist die MLU hervorragend vernetzt und kooperiert mit zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen, über 250 Hochschulen der Wissenschaft.
An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ist ab dem 15.01.2027 die auf bis zu 3 Jahre befristete Stelle einer*eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin*Mitarbeiters (m-w-d) in Teilzeit (75 %) zu besetzen.
Die Vergütung erfolgt je nach Aufgabenübertragung und Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L.
Die Stelle ist im TPG-geförderten Verbundprojekt FRIDA-MSH ("Frühwarnsystem für Resiliente und Intelligente Digitale Altenpflege in Mansfeld-Südharz") angesiedelt. FRIDA-MSH entwickelt und evaluiert in einer randomisiert-kontrollierten Studie mit rund 350 Teilnehmenden ein Voice-AI-gestütztes Präventionssystem für Menschen mit Pflegegrad 1-2, das strukturiertes Monitoring mit evidenzbasierten Resilienzinterventionen verbindet. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) Mainz, der GISA GmbH sowie zwei ambulanten Pflegediensten in Mansfeld-Südharz durchgeführt und ist am DZPG-Standort Halle-Jena-Magdeburg eingebettet.
Externe Stellenausschreibung Reg.-Nr. 7-224/26-D
Arbeitsaufgaben:
- Statistische Auswertung multidimensionaler Längsschnittdaten aus einer Resilienz-Interventionsstudie, insbesondere Moderationsanalysen, Mediationsanalysen und Auswertung individueller Verläufe
- Mitwirkung an Studienorganisation und Forschungsdatenmanagement, einschließlich stratifizierter Randomisierung (Alter, Geschlecht, kognitive Funktion), laufende Studienverwaltung sowie Aufbau und Pflege der Studiendatenbank
- Datenaufbereitung und Qualitätssicherung multidimensionaler Längsschnittdaten sowie Unterstützung der Datenakquise im Feld (Durchführung standardisierter psychologischer Assessments)
- Aufbau einer wissenschaftlichen Pipeline für explorative Sprach-Biomarker-Forschung (Sprechrate, Pausen, Affektmarker, Intonation) in enger Abstimmung mit der GISA GmbH
- Durchführung einer Reliabilitäts- und Validierungsstudie sowie explorativer Sprach-Biomarker-Analysen zur Auswertung der Studiendaten
- Mitarbeit in einem dynamischen, interdisziplinären Konsortium einschließlich regelmäßiger Arbeitstreffen und partizipativer Studienentwicklung mit Betroffenen
- Erstellung von Manuskripten, Konferenzbeiträge und Wissenschaftskommunikation
- Arbeit an der eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung
Voraussetzungen:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom) in Data Science, Informatik, Computational Linguistics, Psychologie, Bioinformatik, Statistik oder in einem verwandten Fach
- Fortgeschrittene Kenntnisse in Statistik und dem Einsatz statistischer Software (Python oder R); idealerweise Erfahrung mit der Analyse längsschnittlicher Datensätze; großes Interesse an der Einarbeitung in neue statistisch-quantitative Methoden
- Fähigkeit und Motivation zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit sowie zur Zusammenarbeit in einem multidisziplinären Team
- Interesse an Data Science, Analyse von Audiodaten, Digital Health und versorgungsnaher Forschung
- Bereitschaft zu Fahrten in die Region Mansfeld-Südharz zwecks Datenerhebung, falls nötig
- Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- erste Erfahrungen mit Audio- oder Sprachverarbeitung bzw. maschinellem Lernen wünschenswert
- Erfahrung mit Forschungsdatenmanagement und Datenakquise von Vorteil
- Kommunikationsstärke im interdisziplinären Umfeld erwünscht
- der Besitz eines Führerscheins ist von Vorteil
Wir bieten:
- Enge wissenschaftliche Betreuung und Zugang zu einem exzellenten Forschungsumfeld an der interdisziplinären Schnittstelle von Versorgungsforschung, Resilienzforschung und Digital Health
- Unterstützung bei der akademischen Qualifizierung und dem Erwerb von Expertise in den Bereichen Datenanalyse, qualitative und quantitative Auswertungsmethoden (bspw. qualitative Inhaltsanalyse, Machine Learning), Studiendesign und -koordination, wissenschaftliches Schreiben
- interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten mit Gestaltungsspielraum bei der größten Arbeitgeberin der Region
- die Möglichkeit, mit Ihrer Tätigkeit die Bildung junger Menschen zu unterstützen und dazu beizutragen, dass neue Erkenntnisse gewonnen und wichtige wissenschaftliche Forschungsfragen beantwortet werden können
- eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst, Vergütung gem. Tarifvertrag der Länder (TV-L) einschließlich einer Jahressonderzahlung und einer betrieblichen Altersvorsorge
- einen sicheren Arbeitsplatz und attraktive Arbeitsbedingungen (Homeoffice, flexible Arbeitszeitgestaltung, variable Teilzeitmodelle)
- 30 Tage Erholungsurlaub im Jahr, zusätzlich arbeitsfrei am 24. und 31. Dezember
- eine weltoffene, vielfältige und internationale Arbeitsumgebung, die auch als familiengerecht zertifiziert ist (incl. Ferienbetreuung)
- umfassende Personalentwicklung in allen Phasen des Berufslebens mit vielfältigen Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten einschließlich Bildungsurlaub
- Angebote zur Förderung und Erhaltung Ihrer Gesundheit im Rahmen unseres Gesundheitsmanagements sowie vielfältige Angebote im Hochschulsport
- die Möglichkeit der Teilhabe an vielfältigen sozialen Gemeinschaften (u. a. Universitätssportteams, Universitätschor oder Universitätsorchester) und der Teilnahme an spannenden Veranstaltungen, z. B. Lange Nacht der Wissenschaften, Hochschulinformationstag, Winterball der Universität
Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen und ihnen gleichgestellten Menschen werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Frauen werden nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.
Die Bewerbung von Menschen aller Nationalitäten ist ausdrücklich erwünscht. Bewerber*innen mit einem Abschluss, der nicht an einer deutschen Hochschule erworben wurde, müssen zum Nachweis der Gleichwertigkeit bei Abschluss des Arbeitsvertrages eine Zeugnisbewertung für ausländische Hochschulqualifikationen (Statement of Comparability for Foreign Higher Education Qualifications) der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (https://www.kmk.org/zab/central-office-for-foreign-education) vorlegen. Möglichkeiten zur Beantragung eines finanziellen Zuschusses hierfür, finden Sie unter: https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/pro/anerkennungszuschuss.php#.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Nicolas Ruffini, E-Mail: [email protected].
Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Reg.-Nr. 7-224/26-D mit den üblichen Unterlagen bis zum 13.11.2026 an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Herrn Prof. Dr. med. Oliver Tüscher, 06097 Halle (Saale) oder per E-Mail an das Sekretariat [email protected].
Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt eventueller haushaltsrechtlicher Restriktionen.
Bewerbungskosten werden von der Martin-Luther-Universität nicht erstattet. Bewerbungsunterlagen werden nur zurückgesandt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt wurde. Eine elektronische Bewerbung ist erwünscht.